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Leipzigs Neue Messe wird zum Handball-Tempel – HCL will in die Champions League

Leipzigs Neue Messe wird zum Handball-Tempel – HCL will in die Champions League

Die Königsklasse ist das erklärte Ziel des HC Leipzig. Dafür soll der Heimvorteil den Ausschlag geben. Am Wochenende trifft das Team von Trainer Norman Rentsch in der Champions-League-Qualifikation auf hochkarätige Kaliber.

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Erstmals trägt der HCL am Wochenende seine Spiele in der Leipziger Messe aus. Die Halle 1 wurde dafür zur Handball-Arena umfunktioniert.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Der HCL-Coach feiert dabei seine internationale Premiere – und die Neue Messe ihre Taufe als Spielort. LVZ-Online überträgt die Spiele im Video-Livestream.

Die Halle 1 wurde dafür in dieser Woche in eine 4000 Zuschauer fassende Handball-Arena umgebaut. Denn die Heimstätte Arena ist am Wochenende aufgrund der Tanzshow der "Flying Steps" belegt. Das Bundesliga-Spiel am Mittwoch gegen Trier war kaum vorbei, da packten die vielen Helfer schon die ersten Kisten für die Champions-League-Qualifikation. Drei 40-Tonner brachten das komplette Equipment in den Leipziger Norden, ein riesiger Aufwand.

Eine Premiere erlebt HCL-Trainer Norman Rentsch, der seine ersten internationalen Partien bestreitet. Doch das Ziel ist klar: „Wir wollen in die Champions League und uns mit den besten Teams der Welt messen“, sagt der HCL-Coach. Rentsch weiß, dass sein kleiner Kader eng zusammen rutschen muss, um die Herausforderung zu meistern.

Beim Heimsieg gegen Trier zog sich Rechtsaußen Kaya Diehl einen doppelten Bänder- sowie Kapselriss im linken Sprunggelenk zu, fällt zwei Monate aus. Im Rückraum fehlen weiterhin Nationalspielerin Saskia Lang sowie die Langzeitverletzten Anna Atladottir und Nicole Lederer (beide Schulter-OP). Immerhin hat Torhüterin Katja Schülke nach ihrer bestandenen Staatsexamensprüfung wieder den Kopf frei. „Sie kann den Unterschied ausmachen und uns den Rückhalt geben, den wir brauchen“, sagt Rentsch.

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Katja Schülke wird im Tor des HCL eine entscheidende Rolle spielen.

Quelle: Patrick Pleul

Die Veranstaltung wird wahrscheinlich ein finanzielles Minusgeschäft. Mit 100.000 Euro geht der Verein in Vorkasse. Doch das hat Manager Kay-Sven Hähner eingeplant. „Wenn wir nach Minsk oder Budapest gereist wären, hätte uns das noch mehr gekostet.“ Außerdem erhofft sich Hähner mit den eigenen Fans im Rücken den entscheidenden Vorteil für das Erreichen der Königsklasse.

Auf dem Papier ist Budapest in der Champions-League-Qualifikation der Favorit, da sind sich Manager und Trainer des HCL einig. Zum Kader des ungarischen Vizemeisters gehören unter anderem die deutsche Nationalspielerin Laura Steinbach sowie sieben ungarische Auswahl-Handballerinnen. Der FTC spielt am Samstag im ersten Halbfinale gegen den holländischen Meister Sercodak Dalfsen, in dessen Reihen auch die ehemalige HCL-Spielerin Debbie Bont steht.

Im zweiten Halbfinale trifft der HCL auf Minsk. Nur der Sieger des Vierer-Turniers erhält einen der zwei verbleibenden Startplätze in der Champions League. Als deutscher Pokalsieger ist der HCL unabhängig vom Ausgang der Qualifikation bereits für den zweithöchsten internationalen Wettbewerb, den Cup der Pokalsieger, gesetzt.

Bei der Anreise ist zu beachten, dass die Maximilianallee am Wochenende wegen Bauarbeiten stadteinwärts voll gesperrt ist. Die Straßenbahnlinie 16 fährt aber direkt bis zur Halle.

Tagestickets gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie am Spielort für Schüler ab zehn Euro, für Vollzahler ab 17 Euro. Für das ganze Wochenende sind Karten ab 15 Euro für Schüler sowie für Vollzahler ab 26 Euro erhältlich.  

LVZ-Online überträgt beide HCL-Spiele vom Wochenende live. Anpfiff gegen Minsk ist am Samstag um 18.30 Uhr. Das Spiel um Platz 3 am Sonntag beginnt 16.30 Uhr, das Finale 19.05 Uhr.

Anne Grimm

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