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HC Leipzig
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Loch in der Kasse: HCL gerät mit Gehaltszahlungen in Rückstand

Nachforderungen und säumige Sponsoren Loch in der Kasse: HCL gerät mit Gehaltszahlungen in Rückstand

Der HCL stark wie lange nicht und noch im Rennen um die Meisterschaft. Ein Titelgewinn brächte Prämien von Sponsoren. Gelder, die der HCL dringend braucht. Denn im laufenden Etat (seit Jahren konstant rund 1,5 Millionen Euro) hat sich eine Finanzlücke aufgetan.

HCL-Manager Kay-Sven Hähner (l.) und HCL-Präsident Andreas Erzkamp beim Spiel in der Arena Leipzig. (Archivbild)

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Das Titelrennen in der Frauenhandball-Bundesliga ist spannend wie nie. Das Wochenende kann Vorentscheidungen bringen. Tabellenführer TuS Metzingen (37:7 Punkte) empfängt den Zweiten Thüringer HC (35:9), der HC Leipzig (35:9)  den Achten HSG Blomberg (Sonnabend 15 Uhr, Arena). Knaller-Satz von HCL-Trainer Norman Rentsch: „Am Sonnabend sind wir alle THC-Fans.“

Wer in Mathe nicht aufgepasst oder den Spielplan nicht im Kopf hat: Ein THC-Sieg würde die Chance des HC Leipzig auf den Gewinn der Meisterschaft deutlich erhöhen. Denn am letzten Bundesliga-Spieltag (14. Mai) kommt es zum Duell THC gegen HCL, der Sieger kann (!) Meister werden. Denn Metzingen hat zwischen zwei Europacup-Finalspielen  gegen Dunajvarosi noch in Bietigheim  anzutreten – Punktverlust leicht möglich. Leipzig hätte es in dem Fall also selbst in der Hand, die Meisterschale zu holen. Siege gegen Blomberg, Celle und Göppingen sind eingepreist.

80.000 Euro fehlden dem HCL

Der Titelgewinn wäre nach einer diesbezüglichen sechsjährigen Durststrecke ein Segen für den HC Leipzig. Denn ein Titelgewinn bedeutet  neben Gücksgefühlen auch Prämien von Sponsoren. Gelder, die der HCL dringend braucht. Denn im laufenden Etat (seit Jahren konstant rund 1,5 Millionen Euro pro Saison) hatte sich eine Finanzlücke aufgetan, mit den Gehaltszahlungen an Spielerinnen ist der Verein in Rückstand. Eine Nachforderung der Berufsgenossenschaft aus den Jahren von 2005 bis 2008  hätte die Finanzlücke gerissen, erklärte HCL-Manager Kay-Sven Hähner. Es ging um 80 .000 Euro. Man habe um das Risiko der Nachzahlung gewusst und dafür Rückstellungen bilden wollen. Nicht pünktlich gezahlte Sponsorengelder hätten das verhindert.

„Vor jeder Saison wird ein Budget aufgestellt, in dem auch Zahlungsziele der Einnahmen wie zum Beispiel Sponsoreneinnahmen verankert sind. Wenn diese dann von Partnern (...) aus ganz unterschiedlichen Gründen  nicht eingehalten werden, kommt es zu Verschiebungen, deren Lösung für jeden Club immer eine Herausforderung darstellt“, heißt es etwas sperrig in einer Mitteilung. Welche Geldgeber säumig sind, wollte Hähner nicht verraten. „Wir sind mit den Spielerinnen in ständiger Kommunikation. Wir lösen das“, sagte der HCL-Manager. Am besten, na klar, mit dem Meistertitel und/oder dem Pokalsieg.

THC und HCL bemühen sich, die Anstoßzeit des Duells am 14. Mai von 18 auf 14 Uhr vorzuverlegen, damit der MDR live übertragen kann. Weil am letzten Spieltag aber alle Matches gleichzeitig angepfiffen werden müssen, müssen vom Titelkampf betroffene Vereine zustimmen. Verhandlungen laufen.

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