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HC Leipzig
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Nach Niederlage des HCL: Hähner lässt keine Trainerdiskussion zu - Pokalhit gegen FHC

Nach Niederlage des HCL: Hähner lässt keine Trainerdiskussion zu - Pokalhit gegen FHC

Leipzig. Das große Donnerwetter ist in der Kabine des HC Leipzig am Sonntag noch ausgeblieben. „Das bringt doch nichts, gleich nach dem Spiel“, sagt Manager Kay-Sven Hähner.

Am Montag folgten dann aber doch ganz klare Worte. Die Ansprache war so deutlich, dass Hähner in der Öffentlichkeit davon nichts wiederholen will.

Fest steht, eine Vorstellung wie gegen Bad Wildungen dürfe die Mannschaft nicht noch einmal abliefern. Mit 26:28 hat der HCL gegen die Hessinnen verloren.

Die gut 2.000 Fans in der Arena waren schon zur Halbzeit bedient und schickten die Spielerinnen beim Stand von 12:15 mit Pfiffen in die Kabine. „Die Reaktion der Zuschauer war eigentlich noch harmlos, bei dem was wir abgeliefert haben“, meint Hähner. Auch in Halbzeit zwei war keine Besserung in Sicht. Vorn wurden die Bälle weggeworfen, hinten stand die Deckung offen. „Da müssen zuerst unsere Abwehrspielerinnen ihre Leistungen bringen“, fordert Hähner.

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Leipzig. Überraschende Niederlage für den HC Leipzig in der Handball-Bundesliga der Frauen. Die Mannschaft von Trainer Stefan Madsen verlor gegen die HSG Bad Wildungen vor 2182 Zuschauern mit 26:28. Rund 30 Gästefans waren völlig außer Rand und Band und feierten in der Arena. „So sehen Sieger aus“, sangen sie minutenlang.

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Vor allem von Luisa Schulze und Natalie Augsburg, die früh ihre zweite Zeitstrafe kassierte, will der Manager mehr sehen. Karolina Kudlacz sei nach ihrer sechsmonatigen Verletzung erst wenige Wochen wieder dabei und habe noch Potential nach oben. Die junge Anne Hubinger müsse in der Verteidigung noch dazu lernen.

Während sich einige Fans nach der Niederlage schon Gedanken um die Zukunft von Übungsleiter Stefan Madsen machten, lässt Hähner bei diesem Thema keine Spekulation zu. „Der Trainer hat damit nichts zu tun“, sagt er. Schließlich könne der Coach nicht selbst die Tore werfen.

Am Mittwoch will er im nationalen Pokal gegen Frankfurt/Oder (19.30 Uhr) und am Wochenende im Europacup gegen Skopje eine Trotzreaktion sehen. Die Hoffnungen liegen dabei auf Spielmacherin Maura Visser, die nach ihren Kniebeschwerden wieder ins Team zurückkehrt. Dagegen haben sich die Befürchtungen bei Louise Lyksborg bestätigt. Sie leidet an einem Ermüdungsbruch im Fuß und muss vier bis sechs Wochen pausieren.

Zwar habe der kurzfristige Ausfall der beiden Stammkräfte die Abläufe in der Mannschaft durcheinander gebracht, so Hähner. Als Entschuldigung solle dies aber nicht gelten. „Unsere Bank war schließlich voll besetzt“, sagt der Manager.

Neue Gesichter werden die Zuschauer am Mittwoch deshalb nicht erleben. Die jungen Handball-Zwillinge Stefanie und Jacqueline Hummel bleiben mit Zweitspielrecht vorerst in Halle. „Sie sind noch nicht so weit“, so Hähner. Auch Dauerreservistin Rannveig Haugen helfe dem Bundesligisten mit ihren Leistungen derzeit nicht weiter.

„Vielleicht war es eine Niederlage zur richtigen Zeit“, überlegt der Macher des Bundesligisten. Eine Punktspielpleite lasse sich korrigieren, im Pokal gehe das nicht.

Matthias Roth

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