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Neues Selbstvertrauen beim HCL vor Trondheim-Spiel – Hubinger: „Fangen bei Null an“

Neues Selbstvertrauen beim HCL vor Trondheim-Spiel – Hubinger: „Fangen bei Null an“

Das erste halbe Jahr beim HC Leipzig verging für Anne Hubinger ruck zuck. Gleich bei ihrer Heimpremiere in der Bundesliga wurde die 18-Jährige ins kalte Wasser geworfen.

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HCL-Spielerin Anne Hubinger (l.) in Action.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Anne Ulbricht verletzte sich Ende September vergangenen Jahres beim Spiel gegen Buxtehude nach nur wenigen Minuten schwer.

Trainer Stefan Madsen gab seinem Neuzugang vom Zweitligisten HSC 2000 Magdeburg einen Wink – das sollte heißen: „Jetzt musst du aufs Parkett“. Seitdem schwimmt sich die 1,85 Meter große Blondine in der Bundesliga, im Pokal und auf internationalem Parkett Stück für Stück frei.

„Ich habe viel mehr Spielanteile bekommen, als erhofft“, freut sich die Sportstudentin. Nach dem Kreuzbandriss von Anne Ulbricht war sie zunächst geschockt. „Ich wusste aber auch schnell: Jetzt muss ich ran und zeigen, was ich kann“, sagt die Juniorin.

Sie macht ihre Sache bisher hervorragend, warf im Spiel gegen Buxtehude gleich drei Tore und legte in den nächsten Partien immer wieder nach. 33 Treffer haben die Statistiker inzwischen für die gebürtige Mecklenburgerin vermerkt. Damit hat sie gerade zwei Tore weniger erzielt als die erfahrene Mette Ommundsen.

Bisheriger Höhepunkt in ihrer Zeit beim HCL war das Europapokal-Viertelfinale am vergangenen Sonntag in Trondheim. 20 Minuten durfte sie vor allem in der Abwehr spielen. Die dramatische Schlussphase mit Saskia Langs Siegtreffer wenige Sekunden vor Schluss erlebte sie von der Bank.

„Für unser Selbstvertrauen war der Erfolg ganz wichtig“, glaubt Hubinger - gerade nach den durchwachsenen Leistungen in der Bundesliga, mit dem Tiefpunkt beim 20:30 in Frankfurt/Oder. Gegen den norwegischen Vizemeister zeigten die Leipzigerinnen eine ihrer besten Saisonleistungen.

Am kommenden Montag, einem ungewohnten Spieltag, will der HC Leipzig den Einzug ins Halbfinale perfekt machen. Anpfiff ist um 19.30 Uhr. Die junge Rückraumspielerin lässt sich vom Hinspielerfolg nicht blenden: „Wir fangen wieder bei Null an, als ob es das Hinspiel nicht gegeben hat“, sagt sie abgeklärt wie ein erfahrener Profi.

Von der Ferne wird dann ihr Freund Felix Storbeck wieder die Daumen drücken. Er ist Torhüter beim Zweitligisten HC Empor Rostock. „In der spielfreien Zeit im Dezember bei uns und im Januar bei Felix haben wir uns oft gesehen“, so Hubinger. Jetzt heißt es wieder eine Fernbeziehung führen, die sich am besten am heimischen Laptop mit Videotelefonaten überstehen lässt.

Matthias Roth

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