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HC Leipzig
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Rainer Hennig neuer HCL-Präsident

Mitgliederversammlung Rainer Hennig neuer HCL-Präsident

Nach gut fünfstündiger Mitgliederversammlung stand es fest: Der 70 Jahre alte Leipziger Rainer Hennig führt künftig den dreiköpfigen Vorstand des HCL an.

Leipzig. Gestern um 0.50 Uhr war Rainer Hennig erst zu Hause, doch das Ausharren im Sportforum hatte sich für den bisherigen Chef des HCL-Förderkreises gelohnt. Der 70-jährige Leipziger wurde bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung des Handballclubs Leipzig erstmals in den Vorstand gewählt, in den er vor wenigen Wochen kooptiert worden war.

Aufgrund der fortgeschrittenen Stunde dauerte die konstituierende Sitzung  des vorerst dreiköpfigen neuen Präsidiums nur wenige Sekunden. Danach hielt Hennig als designierter Präsident das Schlusswort.  Durch 18 Änderungsanträge für die Satzung hatte sich die Veranstaltung, bei der kein Pressevertreter zugelassen war, über fünfeinhalb Stunden gezogen. Gegen Mitternacht wurden Jochen Holz, Ingo Porsche und Hennig ins Präsidium gewählt. Trainer-Urgestein Holz erhielt mit 88 Prozent das beste Wahlergebnis, Hennig kam auf 76 Prozent. Insgesamt standen sechs Kandidaten zur Wahl, was zu Verwirrung und Verzögerung führte. Der mit deutlichem Votum bestätigte Ulrich Franze – ebenfalls ein ehemaliger Förderkreis-Chef –  nahm die Wahl nicht an. Später stand auf Wunsch der Spielerinnen ein Mitglied zur Wahl, das noch nicht drei Monate dem Verein angehört und deshalb eine Dreiviertelmehrheit benötigt hätte. Diese wurde nicht erreicht. Das Präsidium ist arbeitsfähig, für die Wahl eines vierten Vorstandes müssen die Mitglieder aber in den nächsten Monaten noch einmal zusammenkommen.

Rainer Hennig präsentierte den Mitgliedern einen schuldenfreien Stammverein HCL e.V., denn alle Gläubiger hätten auf Forderungen von insgesamt 155 000 Euro verzichtet. Der scheidende Vereinsvorstand wurde daraufhin entlastet. Bei der Einführung von Kassenprüfern zeigten sich die Mitglieder defensiv, ein entsprechender Antrag erhielt keine Mehrheit. „Jetzt brauche ich erstmal etwas Pause am Wochenende“, sagte Rainer Hennig: „Am Montag nehmen wir dann die Arbeit auf.“

Christoph Alexander Jacobi, Insolvenzverwalter der hochverschuldeten HCL Bundesliga GmbH, sprach ebenfalls zu den Mitgliedern. Der Rechtsanwalt meinte, die vielen Kinder und Jugendlichen seien das Wichtigste im Verein.  

cdi/fs

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