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Ratlosigkeit folgt Trotz: HC Leipzig will nach dem Aus in der Meisterschaft den Pokal

Ratlosigkeit folgt Trotz: HC Leipzig will nach dem Aus in der Meisterschaft den Pokal

Leipzig. Die Gesichter spiegelten Ratlosigkeit wider, die Köpfe wandten sich jedoch trotzig dem nächsten Ziel zu: Nach dem Halbfinal-Aus im Meisterschafts-Playoff wollen sich die Handball-Frauen des HC Leipzig in knapp drei Wochen mit dem Gewinn des DHB-Pokals trösten.

„Wir sind jetzt alle traurig, das dürfen wir auch zwei, drei Tage sein. Und dann haben wir die Chance, einen Titel zu holen. Und das wollen wir unbedingt“, sagte Leipzigs Nationalspielerin Ania Rösler.

Trotz Röslers sieben Toren hatte der Titelverteidiger im Halbfinal-Rückspiel am Sonntag gegen den Buxtehuder SV nur mit 24:22 gewonnen. Zu wenig, um den Fünf-Tore-Rückstand aus der 16:21-Hinspielschlappe wettzumachen. Der Traum von Hattrick war geplatzt. Dabei war der Vorjahresmeister beim 16:9 (34.) klar auf Finalkurs. Dann aber ging nichts mehr. Buxtehude mit der starken Steffi Melbeck baute ein Abwehrbollwerk auf, an dem die Leipzigerinnen ein ums andere Mal scheiterten. „Wir haben hinten Beton angerührt. Leipzig ist daran verzweifelt“, sagte die Nationalspielerin.

„Die haben das richtig gut gemacht“, lobte selbst Leipzigs Manager Kay-Sven Hähner den Auftritt des Gastes, gestand aber auch konsterniert ein: „Wir haben einen Elfmeter ohne Torwart verschossen.“ Aus dem Sieben-Tore-Polster war kurz vor Schluss ein 21:22-Rückstand geworden. Das Halbfinal-Aus war besiegelt und die Buxtehuder Spielerinnen tanzten ausgelassen auf dem Spielfeld der Arena Leipzig. „Die Bilder hatte ich schon vor drei Wochen im Kopf, dass wir hier durch die Halle hüpfen. Dass es nun wirklich so ist, ist genial“, gestand Steffi Melbeck.

Nun kommt es zu einer Premiere: Der Buxtehuder SV und der Thüringer HC spielen am 7. Mai (19.30 Uhr) in Buxtehude und am 14. Mai (15.00 Uhr) in Bad Langensalza erstmals ein Meisterschafts-Finale. „Vielleicht erwischen wir einen guten Tag“, sagte Steffi Melbeck und schob den Thüringerinnen die Favoritenrolle auf den Titelgewinn zu: „Ich glaube, die sind so motiviert, dass sie gar nicht in die Halle passen.“

Währenddessen ist das Augenmerk beim HC Leipzig ganz auf die Pokalendrunde am 21. und 22. Mai in Göppingen gerichtet. „Da wollen wir wieder aufstehen“, kündigte Manager Hähner an. Allerdings wartet im Halbfinale ausgerechnet der Thüringer HC, gegen den die Leipzigerinnen in dieser Saison zweimal verloren haben. „Wir werden jetzt unsere Wehwehchen auskurieren und uns dann auf den Pokal vorbereiten“, erklärte Ania Rösler.

Martin Kloth, dpa

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