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Sport trifft Style: Leipziger HCL-Damen genießen Fotoshooting für Fan-Plakate

Sport trifft Style: Leipziger HCL-Damen genießen Fotoshooting für Fan-Plakate

Leipzig. Der Schminkpinsel tanzt übers Gesicht, das Glätteisen dampft und der Lockenwickler dreht sich im blonden Haar von HCL-Torwartin Katja Schülke.

. Beim alljährlichen Fotoshooting der Leipziger Handball-Damen werden die Spielerinnen für Autogrammkarten und Fan-Poster im sportlich lockeren Sommer-Outfit in Szene gesetzt. Auf den Termin haben sich Schülke und ihre Team-Kolleginnen besonders gefreut: „Wir genießen es sehr, einmal im Jahr verwöhnt zu werden.“

In knallroter Jeans, legerem weißen Oberteil, brauner Lederjacke und Absatzschuhen begibt sich die Keeperin in die Obhut von zwei Visagisten und zwei Friseuren, die eine Halbzeit lang am Look der 27-Jährigen feilen. Make-Up, Lippenstift, Lidschatten, Kameras rundherum – Katja Schülke kostet den Moment aus: „Jede Frau freut sich, wenn sie mal professionell gestylt wird.“ Schminke und Sport würden sich nicht ausschließen, denn „auch beim Spiel fühlen sich viele von uns mit dezentem Make-up wohl“.

Seit fünfzehn Jahren ist der Termin Tradition, seit fünf Jahren lichtet der Leipziger Profi-Fotograf Stefan Hoyer die Damen ab. „Man muss schon ein bisschen mit ihnen arbeiten, sie aus der Reserve locken. Es sind eben keine Models und sollen es auch gar nicht sein“, sagt Hoyer. Ein bestimmtes Motiv – wie die Notenspur der Vereinshymne aus dem vergangenen Jahr – gebe es diesmal nicht. „Wir lassen die Posen reduziert, die Mädchen sollen auf dem Bild immernoch Sportlerinnen sein.“

Keine „Sex sells“-Attitüde

Erstmalig findet das Shooting öffentlich statt, direkt in der Innenstadt, im großen Modetempel am Marktplatz. „Aber sie sind es ja gewohnt, beobachtet zu werden“, sagt HCL-Manager Kay-Sven Hähner, „und hier kann ohne Probleme schnell mal ein Kleidungsstück ausgetauscht werden“. Die Autogrammkarten und Plakate seien jedes Jahr heiß begehrt, trotzdem widerstehe man der Verlockung, in eine „Sex sells“-Attitüde zu verfallen. „Wir müssen keine Haut zeigen, um zu beweisen, dass wir attraktive Spielerinnen haben. Beim HCL steht die sportliche Leistung im Vordergrund.“

Das habe sich so auch bei der Frauen-Fußball-WM widergespiegelt. Torhüterin Schülke sieht das genauso: „Die WM hat den Frauensport im Allgemeinen vorangebracht, das hat auch für uns eine Bedeutung.“

Für Neuzugang Maura Visser ist es das erste Shooting dieser Art, bisher hat die niederländische Nationalspielerin solche Termine nur im Trikot absolviert. Von dem ungewohnten Foto-Outfit ist sie hellauf begeistert und hat sogar ihren Nagellack der türkisfarbenen Leggings angepasst. „Das ist eine neue Erfahrung für mich, die Sachen sind wirklich sehr schön“, sagt die 26-Jährige, die erst vergangene Woche in Leipzig angekommen ist. "Beim HCL geht es sehr professionell zu, das gefällt mir."

Modetrend Farben-Mix

Die auffallend bunten Kleidungsstücke wurden vom Modehaus vorausgewählt und schließlich dem jeweiligen Typ der Spielerinnen angepasst. „Wir haben die Mädels gefragt, was sie gern tragen. Sie waren dann einzeln zur Anprobe hier, manche Sachen haben wir dann getauscht“, sagt Abteilungsleiterin Claudia Zachar. „Das große Modethema ist Farbe. Deshalb haben wir bunte Jeans, Kargo-Hosen, Shirts und Jacken kombiniert, da darf farblich auch mal wild gemixt werden.“

Da jede Spielerin einzeln vor die Kamera tritt, ist das Shooting auf zwei Tage aufgeteilt – auch am Mittwoch stehen HCL-Damen im Blitzlicht. Bewundern können Fans die Fotos dann am 2. September, zur offiziellen HCL-Autogrammstunde.

Bis dahin gilt es aber, vor allem auf dem Feld zu glänzen: Bereits an diesem Dienstagabend treffen Schülke, Visser und ihre Team-Kolleginnen in einem Testspiel auf die deutsche Junioren-Nationalmannschaft. Angepfiffen wird 18.30 Uhr in der kleinen Arena, der Eintritt ist frei.

Tobias Ossyra

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