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Thronwechsel statt Torejagd: Niederländische HCL-Stars fiebern bei Krönung mit

Thronwechsel statt Torejagd: Niederländische HCL-Stars fiebern bei Krönung mit

Der Trainingsplan am Dienstag ist perfekt gelegt für die niederländischen HCL-Spielerinnen Maura Visser und Jessy Kramer. Coach Thomas  Ørneborg bittet sein Team erst um 18 Uhr zur Übungseinheit.

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Verfolgen die Krönung von Willem-Alexander vor dem heimischen Fernsehgerät: Maura Visser (inks), Jessy Kramer und Hund Chicho.

Quelle: Regina Katzer

Leipzig. Für Visser und Kramer ist das Tagesprogramm klar: Fernseher an und Krönung von Prinz Willem-Alexander in Amsterdam anschauen.

„Alle Niederländer lieben die Königsfamilie“, sagt Maura Visser. Sie hat es sich auf der Coach in ihrer Dachgeschosswohnung in der Gustav-Adolf-Straße bequem gemacht, trägt ein orangefarbenes T-Shirt und hat auch ihrem Chihuahua „Chico“ ein Dress in den Landesfarben übergezogen. Neben ihr sitzt Kollegin Kramer. Debbie Bont, die dritte HCL-Niederländerin fehlt in der Runde, sie hat einen Massagetermin.

„Hätten wir trainingsfrei, dann wäre ich nach Amsterdam gefahren und hätte mir alles live angeschaut“, verrät Visser. Ihre Landsleute seien heute alle im Krönungsfieber. Wer es einrichten kann, ist in der Hauptstadt oder bei den vielen Freiluftübertragungen, landauf, landab, dabei. Der Rest verfolge den Wechsel auf dem Thron im Fernsehen.

Visser bleibt gut 600 Kilometer vom Königspalast entfernt zumindest das TV-Programm in ihrer Heimatsprache. Auf dem Dach des Hauses im Waldstraßenviertel hat der Vermieter extra eine Satelittenschüssel für Visser und Kramer, die vier Etagen tiefer wohnt, montiert.

Für die HCL-Oranjes könnte es eine perfekte Woche werden. Sie begann am Sonntag mit dem Sieg gegen Buxtehude und dem Einzug ins Finale um die Deutsche Handballmeisterschaft. Am Dienstag folgte der Thronwechsel in der Heimat mit stundenlanger Übertragung. Am Sonntag darauf: das erste Endspiel gegen den Thüringer HC in eigener Halle und die Möglichkeit ein Polster herauszuwerfen.

Beim Gedanken an dieses Spiel lässt Visser das Königshaus, Königshaus sein. „Wir wollen unbedingt gewinnen, so etwas wie im Pokalendspiel passiert uns nicht noch einmal“, versichert die 27-Jährige. Das Finale hatte der HCL deutlich mit 22:30 verloren. Dass der THC selbst erst mit einem Tor in der letzten Sekunde das Meisterschafts-Finale erreichte, sieht sie nicht als Schwäche an. „Das ist egal, gegen uns sind die doch immer besonders motiviert“, so die Nationalspielerin. Weiter lässt sie sich aber nicht ablenken. Die nächsten Stunden gehören ganz allein Beatrix, Willem-Alexander und Maxima.

Matthias Roth

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