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Turbulente Präsidium-Wahl beim HC Leipzig – weiterhin keine Kassenprüfer

Insolventer Ex-Bundesligist Turbulente Präsidium-Wahl beim HC Leipzig – weiterhin keine Kassenprüfer

Gut fünf Stunden lang diskutierten die Mitglieder des HC Leipzig gestern über die Vergangenheit und Zukunft, befassten sich mit Satzungsänderungen. Donnerstagnacht stand das neue Präsidium jedoch noch immer nicht endgültig fest.

Leipzig. Sechs Stunden lang diskutierten die Mitglieder des HC Leipzig am Donnerstagabend über die Vergangenheit und Zukunft, befassten sich dabei auch mit Satzungsänderungen. Mitternacht stand das neue Präsidium noch immer nicht fest, das den Verein nach turbulenten Monaten in ruhiges Fahrwasser sowie nach dem Zwangsabstieg von der 3. Liga zurück in die Frauenhandball-Bundesliga führen soll.

Turbulent verlief auch die Wahl des Präsidiums. Nach mehreren Wahlgängen stand fest: Von den vier Vorstandsposten sind zunächst nur drei besetzt, weil bei zwei Kandidaten die Anzahl der Stimmen nicht ausreichte und der frühere Förderkreis-Chef Ulrich Franze die Wahl nicht annahm.

Das beste Wahl-Ergebnis erhielt mit 88 Prozent der Stimmen HCL-Trainer-Legende Jochen Holz. Der Förderkreis-Vorsitzende Rainer Hennig erhielt 76 Prozent, auch das dritte Vorstandsmitglied Ingo Porsche entstammt dem Förderkreis. Das Schlusswort sprach Rainer Hennig. Unklar blieb jedoch zunächst, wer von dem Trio den Verein als Vorsitzender führen wird und zu welchem Zeitpunkt ein viertes Vorstandsmitglied gewählt oder kooptiert wird.

Gläubiger verzichten auf Verbindlichkeiten - Vorstand entlastet

Während die hoch verschuldete HCL Bundesliga GmbH vor einigen Wochen Insolvenz anmelden musste, präsentierte Vorstandsmitglied Rainer Hennig den Mitgliedern einen schuldenfreien Stammverein HCL e.V., denn alle Gläubiger hätten auf Forderungen von insgesamt 155.000 Euro verzichtet. Der scheidende Vereinsvorstand wurde anschließen von der Mitgliederversammlung entlastet. Auch bei der Einführung von Kassenprüfern zeigten sich die Mitglieder des Vereins eher defensiv, ein entsprechender Antrag erhielt keine Stimmenmehrheit. Der HC Leipzig e.V. hat somit auch künftig keine Kassenprüfer.

Medienvertreter wurden von der Mitgliederversammlung ausgeschlossen, zu den Anwesenden gehörte auch der langjährige Manager und GmbH-Geschäftsführer Kay-Sven Hähner.

cdi/fs

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