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Vom Gejagten zum Jäger: Trainingsauftakt beim HC Leipzig mit Madsen als neuem Coach

Vom Gejagten zum Jäger: Trainingsauftakt beim HC Leipzig mit Madsen als neuem Coach

Leipzig. Mit neuem Coach, fünf neuen Spielerinnen und jeder Menge Selbstvertrauen ist der HC Leipzig am Mittwoch in die neue Bundesliga-Saison gestartet.

Unter den Augen hunderter Fans bat Trainer Stefan Madsen die Handballerinnen zum Auftakttraining in der kleinen Arena aufs Parkett. „Alle Spielerinnen sind gesund, das hat es zum Trainingsauftakt noch nicht gegeben“, freute sich HCL-Manager Kay-Sven Hähner. Mit dabei war auch der holländische Top-Neuzugang Maura Visser – nur zwei Tage nach ihrem Umzug nach Leipzig.

„Gestern war ich noch mit Katja Schülke zum Möbel-Einkauf bei Ikea. Heute freue ich mich, dass es endlich losgeht“, sagte die 110-fache Nationalspielerin. Zusammen mit der HCL-Keeperin und ihren 14 anderen Teamkolleginnen nahm Visser die neue Mannschaftskleidung in Besitz. An ihren Zielen mit dem HCL ließ die 26-Jährige keinen Zweifel: „Ich will Titel holen, die Deutsche Meisterschaft und den Europacup“.

Schon einmal stand die 1,78 Meter große Rückraumspielerin im Finale des europäischen Pokalsieger-Wettbewerbs. Mit dem dänischen Club KIF Vejen musste sie sich 2009 aber ZRK Podgorica aus Montenegro geschlagen geben. „Ein zweites Mal wird das nicht passieren, in diesem Jahr will ich gewinnen“, so Visser.

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Leipzig. Mit neuem Coach, fünf neuen Spielerinnen und jeder Menge Selbstvertrauen ist der HC Leipzig am Mittwoch in die neue Bundesliga-Saison gestartet. Unter den Augen hunderter Fans bat Trainer Stefan Madsen die Handballerinnen zum Auftakttraining in der kleinen Arena aufs Parkett. Mit dabei war auch der holländische Top-Neuzugang Maura Visser – nur zwei Tage nach ihrem Umzug nach Leipzig.

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Madsen will mit „Emotion und Aggressivität“ Titel holen

Mit Fußball – fast schon traditionell beim HCL-Saisonauftakt – und leichtem Handball-Spieltraining stimmte Stefan Madsen seine Spielerinnen am Nachmittag auf die neue Saison ein. Der Däne, der die Mannschaft von seinem Landsmann Heine Jensen übernommen hat, will den HCL nach dem durchwachsenen Abschneiden im Vorjahr wieder in die Erfolgsspur führen. Der deutsche Rekordmeister wird nach dem Double-Gewinn des Thüringer HC im Vorjahr dabei vom Gejagten zum Jäger.

„Emotion und Aggressivität“ seien seine Philosophie, erklärte der Coach. „Wir haben eine starke Mannschaft, aber um ganz vorne mitzuspielen, müssen wir hart an uns arbeiten“, so Madsen. Zum Trainingsbeginn stand jedoch erst einmal der Spaß im Vordergrund. „Wichtig ist, dass das neue Team schnell zusammenwächst.“

Neben Maura Visser verstärkt auch Saskia Lang (zuvor HSG Blomberg-Lippe) künftig den Rückraum der Leipzigerinnen. Die Nationalspielerin hatte schon etwas Zeit, sich in Leipzig einzuleben. „Gestern bin ich im Rosental gejoggt, ich denke, da wird es mich öfter hinziehen.“ Die meisten der neuen Mannschaftskolleginnen lernte sie erst am Mittwoch kennen, darunter auch die beiden Rückraum-Neuverpflichtungen Anne Hubinger (HSC 2000 Magdeburg) und Alexandra Mazzucco (ESV Regensburg) sowie die neue Linksaußen Marlene Windisch (eigener Nachwuchs).

„Den Druck hat der Thüringer HC“

Die mögliche Konkurrenz innerhalb des Teams sieht Lang für sich als Chance. „Der HCL ist auf allen Positionen doppelt besetzt. Für mich ist das ein großer Reiz, jeder muss sich im Training aufs Neue beweisen“, so die 24-Jährige. Wenig Gedanken macht sich die ihre Mitspielerin Anne Ulbricht über die wie in jedem Jahr hohen Erwartungen an das Team. „Den Druck hat der THC, wir wollen angreifen“, so die Leipzigerin.

Nach Platz drei im DHB-Pokal qualifizierte sich der HCL in diesem Jahr nicht wieder für die Champions League, sondern für den Europapokal der Pokalsieger. Keinesfalls eine leichtere Aufgabe, meinte Hähner. „Auch dort sind ausschließlich Top-Mannschaften dabei. Alle wollen den Pokal, eine davon sind wir“, so der Manager. Ziel sei es, erfolgreichen und attraktiven Handball zu präsentieren. „Wenn wir das beherzigen, können wir in allen Wettbewerben um den Titel mitspielen.“

Der erste Härtetest kommt am Wochenende vom 5. bis 7. August auf die HCL-Handballerinnen zu. Dann treffen sie beim Stelioplast-Cup in Wittlich auf Larvik HK aus Norwegen, den FC Midtjylland aus Dänemark, die Bundesliga-Konkurrenten Bayer Leverkusen und DJK/MJC Trier sowie die Nationalmannschaft aus Großbritannien. Das erste Bundesliga-Spiel bestreitet der HCL am 4. September. Zum Saisonauftakt reist das Team von Trainer Madsen zum VfL Oldenburg, eine Woche später ist der VfL Sindelfingen in der Arena zu Gast.

Robert Nößler

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