Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Vor dem Finale: HC Leipzig macht dem THC eine Kampfansage - Nadgornaja angeschlagen

Vor dem Finale: HC Leipzig macht dem THC eine Kampfansage - Nadgornaja angeschlagen

Für die Protagonisten ist es das Traumfinale - Leipzig kontra Thüringer HC. Der einstige Handball-Serienmeister aus Leipzig will den Titelverteidiger endlich vom Thron stoßen.

Voriger Artikel
HCL erweitert Arena Leipzig für Meisterschaftsfinale gegen den Thüringer HC
Nächster Artikel
„Wir lassen uns nicht blenden“ – Nora Reiche-Hupel hat mit THC eine Rechnung offen

Angeschlagen: Nadeshda Nadgornaja (M) vom THC.

Quelle: dpa

Leipzig. Favorit im letzten Playoff-Finale der Geschichte ist freilich der THC als Champion der vergangenen beiden Jahre. Allerdings bangt der Hauptrundengewinner und Pokalsieger vor dem Hinspiel am Sonntag in der Messestadt um den Einsatz von Top-Torjägerin Nadeshda Nadgornaja. Die Nationalspielerin plagt eine Leistenzerrung.

Nadgornaja mit Leistenzerrung

„Nadgornaja spielt eine überragende Saison und in unserem Team eine dominierende Rolle. Unser Spiel ist auf ihrer Stärke aufgebaut“, sagte THC-Coach Herbert Müller. „Ich hoffe, dass sie fit wird und spielen kann. Zumal unser Kader nicht so breit ist.“ Die schon vor dem Halbfinal-Rückspiel-Krimi gegen Leverkusen erlittene Zerrung sei schlimmer geworden, in dieser Woche könne sie nicht trainieren und sei täglich in Behandlung.

Der 21-fache Meister Leipzig (davon 15 Mal DDR-Meister) will sich nicht an Personalspekulationen beteiligen, sondern sich wie im Halbfinale gegen Buxtehude auf seine eigene Leistung konzentrieren. Und die war gegen den THC in den vergangenen beiden Partien ausgesprochen schlecht. In der Bundesliga gab es für den Meister von 2009 und 2010 Mitte Februar auswärts eine herbe 23:31-Pleite, im Finale des DHB-Pokals vor zwei Wochen eine weitere Lehrstunde (22:30). „Wenn wir unsere beste Leistung zeigen, dann haben wir eine gute Chance. Sonst nicht. Im Pokalfinale haben wir nicht unsere beste Leistung gezeigt“, sagte der erst im Saisonendspurt verpflichtete HCL-Coach Thomas Oerneburg.

Schülke: "Wir wollen uns revanchieren"

dpa71d8b64e2c1359750609.jpg

Katja Schülke.

Quelle: dpa

Auch HCL-Kapitän Katja Schülke schlägt in diese Kerbe. „Wir werden uns das Pokalendspiel noch einmal anschauen und unsere Schlüsse ziehen. Wir wollen uns revanchieren. Wir wissen, dass auch der THC Schwächen hat. Solche Schwächephasen müssen wir erzwingen“, sagte die Nationaltorhüterin: „Und wir selbst müssen unsere Topleistung auf dem Parkett bringen - in beiden Spielen.“

Für das Hinspiel in der Leipziger Arena am Sonntag plant der Hauptrunden-Zweite eine Erweiterung der Hallenkapazität von 4800 auf 6000 Plätze. „Es ist das Finale, das alle wollten. Die beiden besten Teams kämpfen um den Titel. Das ist perfekt“, meinte Schülke und geht von einer riesigen Unterstützung der Fans aus. Aber auch Müller rechnet mit rund 500 mitreisenden Anhängern aus Thüringen.

Für den THC wäre es das zweite Double nach 2011 und der dritte Meistertitel in Serie. „Das wäre ein Traum. Unglaublich, wenn mir das vor drei Jahren einer gesagt hätte“, meinte Müller. „Wir wollen den Titel. Wer im Finale steht, der redet nicht über die Vizemeisterschaft.“ Das trifft auch auf den HCL zu, der sich einen Titel in dieser Saison als Ziel auf die Fahne geschrieben hatte.

Letztes Playoff-Finale

„Die Situation ist schon etwas ganz Besonderes in diesem Jahr“, meint HCL-Manager Kay-Sven Hähner und erklärt: „Durch die Änderungen des Modus ab der kommenden Saison ist es das letzte Playoff-Finale überhaupt und das gegen den THC. Besser kann es doch für die Handball-Fans und alle Beteiligten gar nicht sein.“

Ab dem Spieljahr 2013/14 wird nach der Hauptrunde das Feld in eine Meister- und eine Abstiegsrunde mit jeweils sechs Mannschaften geteilt. „Das ist dann eine sportlich faire Lösung. Den jetzigen Modus habe ich immer kritisiert. Da kann eine Zerrung über das Ergebnis einer gesamten Saison entscheiden“, sagte Müller.

Möglicherweise wird die 24 Jahre alte Nationalspielerin Nadgornaja zunächst „geschont“ und dann nur im Rückspiel eine Woche später in der Salza-Halle eingesetzt. „Das ist eine Option“, meinte Müller, der zugleich einen anderen Kontrahenten als im Pokalfinale erwartet: „Der HCL wird hundertprozentig stärker sein.“

Torsten Teichert, dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News