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Vorzeichen wie im vergangenen Jahr – Geschwächter HCL muss gegen Toulon antreten

Vorzeichen wie im vergangenen Jahr – Geschwächter HCL muss gegen Toulon antreten

HCL-Trainer Stefan Madsen kennt diese Situation und weiß mit ihr umzugehen: Wenn der Gegner im Europapokal Toulon heißt, droht ihm die halbe Mannschaft auszufallen.

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HCL-Torfrau Katja Schülke wird gegen Toulon ihr Team nur von der Bank aus anfeuern.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Vor einem Jahr spielten die Leipzigerinnen schon einmal gegen die Französinnen. Nach einer 27:31-Niederlage im Hinspiel bedurfte es im Rückspiel einer Aufholjagd. Vor diesem Spiel fehlten dem Coach gleich acht Spielerinnen.

Am kommenden Sonntag heißt der Kontrahent wieder Toulon und Mannschaftsarzt Gotthard Knoll hatte erneut alle Hände voll zu tun. Die Krankenliste: Torhüterin Katja Schülke leidet an einer Muskelzerrung im Oberschenkel, Nathalie Augsburg plagt eine Schleimbeutelentzündung in der Schulter, bei Jessy Kramer schmerzt das Knie und Maura Visser hat ein Virus die Kraft geraubt.

„Die Reihen lichten sich gerade wieder, das ist gar nicht gut“, sagte Madsen vor wenigen Tagen besorgt. Inzwischen gibt es leichte Entwarnung. „Bei Maura sind die Blutwerte wieder in Ordnung“, berichtete HCL-Manager Kay-Sven Hähner. Auch Kramers Knie habe sich wieder stabilisiert und Augsburg werde trotz Schmerzen wohl auf die Zähne beißen.

Katja Schülke wird am Freitag mit nach Südfrankreich reisen, beim Spiel zunächst aber nur auf der Bank sitzen. „Sie konnte in dieser Woche nicht trainieren“, so Hähner.  Mit anderen Worten: Die Mannschaft muss sich auf Julia Plöger verlassen, die sonst oft im Schatten von Schülke steht, wenn es darauf ankommt aber überzeugte. Eine dritte Torhüterin aus dem Juniorteam will der HCL nicht nominieren.

Psychologisch ist es wichtig, dass Schülke dabei ist und Visser am Sonntag aufläuft. Diese beiden Spielerinnen waren die überragenden Akteurinnen, als der HCL im vergangen Jahr im Heimspiel gegen Toulon den Vergleich mit 26:21 nach einer dramatischen Schlussphase noch zu seinen Gunsten entschied und in die nächste Runde einzog. Schülke trumpfte damals vor allem in der zweiten Halbzeit mit ihren Paraden groß auf. Visser führte klug Regie und war mit acht Treffern auch beste Torschützin. Die Französinnen haben das nicht vergessen.

Toulon, der französische Meister von 2010 und Pokalgewinner in den beiden folgenden Jahren, hinkt derzeit in der nationalen Liga etwas hinterher. Platz sieben bei zehn Teams heißt derzeit die Platzierung. Hähner lässt sich von diesem Tabellenstand nicht blenden.

Issy Paris, jüngst HCL-Gegner in der Qualifikation zur Champions League, hat den Leipzigern Videomaterial über den Gegner geschickt. Nicht nur, dass sich die Mannschaft im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert hat, Hähner warnt auch: „Die bereiten sich auf den Punkt genau vor.“ Ähnlich wie Frankfurt/Oder in der Bundesliga, schaffe es Toulon immer wieder in Spielen, in denen es um alles oder nichts gehe, besonders starke Leistungen abzurufen.

Einen Namen dürfte Madsen auf der Taktiktafel besonders unterstrichen haben: Christiane Mwasesa. Die Spielerin aus der Republik Kongo warf in den beiden Partien im Vorjahr 18 Bälle ins Tor der Leipzigerinnen. Anpfiff in Toulon ist um 17 Uhr. LVZ-Online berichtet im Live-Ticker von der Partie.

Matthias Roth

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