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"Wer, wenn nicht sie" - Susann Müller zur Handballerin des Jahres gewählt

"Wer, wenn nicht sie" - Susann Müller zur Handballerin des Jahres gewählt

Nach der derben 23:33-Niederlage der Frauen des HC Leipzig am Sonntag im Bundesliga-Match in Oldenburg gab es gestern wieder eine gute Nachricht: Rückraumspielerin Susann Müller wurde von den Lesern der Zeitschrift Handballwoche zur Spielerin des Jahres gewählt.

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Susann Müller ist Handballerin des Jahres.

Quelle: Sebastian Brauner

Leipzig. Bei den Männern erhielt Nationalmannschafts-Linksaußen Uwe Gensheimer (Rhein-Neckar Löwen) zum dritten Mal hintereinander die meisten Stimmen.

"Ich bin total überrascht. Ich wusste gar nicht, dass in den vergangenen Wochen diese Abstimmung war. Es ist natürlich eine große Ehre für mich. Super cool, dass so viele Menschen mir ihre Stimme gaben", sagte die 68-fache Nationalspielerin gestern Nachmittag, kurz nachdem sie vom Wahlergebnis erfuhr.

Susann Müller hatte eine klasse WM gespielt, war in Serbien mit 62 Treffern Torschützenkönigin dieser Titelkämpfe und wurde ins Allstar-Team gewählt. Allerdings schied sie mit Deutschland im Viertelfinale gegen Dänemark trotz ihrer zwölf Tore nach der 28:31-Niederlage aus. Die Ehrung der Handballwoche sei indes kein Trost für die verpasste WM-Medaille. "Das kann man damit nicht aufwiegen. Dafür spiele ich nicht Handball. Ich will mit der Mannschaft gewinnen und etwas erreichen", meinte die 25-Jährige.

Olaf Bruchmann freut sich riesig über die vielen Stimmen. "Es ist eine reine Publikumswahl. Die meisten Leute haben ihre Wahl per Internet geschickt, einige auch noch, wie früher üblich, mit einer normalen Postkarte. Wir sind froh über den Rekord von 15000 Teilnehmern", erklärte der Redaktionsleiter der Handballwoche.

Wie Susann Müller wurde gestern Nachmittag auch Kay-Sven Hähner bei einer Tagung in Hamburg vom klaren Umfrage-Sieg der Torjägerin überrascht. "Das ist für uns als Klub eine große Ehre. Im Vorjahr war es bereits unsere Torhüterin Katja Schülke", freute sich der HCL-Manager. "Susann hat es verdient. Sie hat eine überragende WM gespielt, war dort mit zwei Spielen weniger als einige Konkurrentinnen beste Torschützin."

Wieland Schmidt, der mit Max Berthold den HCL trainiert, kommentierte den Erfolg seiner Rückraumspielerin ganz knapp: "War klar. Wer, wenn nicht sie. Super." Nur Sekunden später richtete der 60-Jährige eine Kampfansage an die Konkurrenz: "Die hohe Niederlage in Oldenburg war beschissen. Aber wir halten an unseren Zielen fest, wollen Meister werden und im Pokal mitmischen. Susanns Sieg gibt uns dafür zusätzliche Motivation", sagte der Olympiasieger von 1980, der in DDR-Zeiten dreimal Handballer des Jahres war.

Norbert Töpfer

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