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„Wir lassen uns nicht blenden“ – Nora Reiche-Hupel hat mit THC eine Rechnung offen

„Wir lassen uns nicht blenden“ – Nora Reiche-Hupel hat mit THC eine Rechnung offen

Nora Reiche-Hupel will in der Statistik gleich ziehen. Mit dem Thüringer HC hat sie in ihrer Karriere bereits zwei deutsche Meistertitel gewonnen, mit dem HC Leipzig hielt sie den Pokal einmal in den Händen.

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Hat mit dem THC noch eine Rechnung offen: Nora Reiche-Hupel.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Die beiden ostdeutschen Konkurenten stehen sich nun wieder im Endspiel gegenüber und Reiche-Hupel trägt als Rechtsaußen das Trikot des HCL.

Frage:

Am Sonntag spielt der HCL im Meisterschaftsfinale  gegen den Thüringer HC. Wie sehr belastet die 22:30-Niederlage im Pokalfinale noch die Mannschaft?

Nora Reiche-Hupel:

Die belastet uns gar nicht mehr, ganz im Gegenteil. Wir freuen uns, dass der THC im Finale steht. Wir haben schließlich noch eine Rechnung offen und die wollen wir jetzt begleichen.

Der THC hat sich im Halbfinale gegen Leverkusen schwer getan und erst durch ein Tor mit dem Abpfiff das Finale erreicht. Schwächelt der Deutsche Meister auf der Zielgerade?

Das Spiel gegen Leverkusen muss verrückt gewesen sein. Wir haben ja an dem Nachmittag auch gespielt und unsere Fans haben ständig die andere Partie im Liveticker verfolgt. Man sieht bei solchen Spielen, dass man auch gegen den THC gewinnen kann. Wir lassen uns von dem Halbfinale aber nicht blenden. Gegen uns werden die noch einmal besonders motiviert sein.

Sie haben in der vergangenen Saison selbst noch beim THC gespielt. Was ist in Leipzig anders als in Langensalza?

In Thüringen war alles kleiner und familiärer. Langensalza ist handballverrückt, da steht die ganze Stadt hinter der Mannschaft. Die Halle ist dort ist klein und eng – für die Gegner ist es die Hölle. Der HCL dagegen spielt seit Jahren auf einem Top-Niveau. Das merke ich auch im Umfeld. Alles ist viel professioneller. Beim THC wird viel im Ehrenamt erledigt.

Mit Thomas Ørneborg kamen auch die Erfolgserlebnisse zurück zum HCL. Wie stellt das der neue Coach an?

Der Trainerwechsel hat uns neuen Antrieb gegeben. Veränderungen motivieren immer. Thomas geht sehr ins Detail. Er bereitet uns taktisch sehr gut vor. Im Moment verständigen wir uns mit ihm noch auf Englisch, das ist aber kein Problem. Er spricht viel mit jeder Spielerin und gibt ganz klare Anweisungen.

Sie müssen im Finale zunächst zu Hause antreten. Ist das ein Nachteil?

Klar, es wäre schöner, wenn wir das Rückspiel zu Hause gehabt hätten. Jetzt müssen wir damit aber leben und das Beste daraus machen. Wichtig ist für uns, dass wir keine englischen Wochen mehr haben. Da können wir ausreichend regenerieren.

Das Interesse in Leipzig  ist riesig, der Erwartungsdruck auch. Die Arena wird auf 6.000 Plätze erweitert. Haben Sie ein besonderes Ritual, bevor die Mannschaft in die Halle einläuft?

Ich bin nicht so der Typ für eigene Rituale. Mit der Mannschaft schwöre ich mich in der Kabine vor jedem Spiel lautstark ein. Einige Mannschaftskolleginnen schreien ihre Anspannungen auf dem Gang auch noch einmal richtig raus. Dann geht es hinaus in die Halle zu den Fans.

Interview: Matthias Roth

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