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Wunderheilung: Rangnick und eine Therapeutin verhelfen dem HCL zum Pokalsieg

Geheimrezept vor Final-4-Triumph Wunderheilung: Rangnick und eine Therapeutin verhelfen dem HCL zum Pokalsieg

Der Tipp von RB-Trainer Ralf Rangnick und eine schwäbische Wunderheilerin haben dem HC Leipzig den Weg zum siebten DHB-Pokalsieg geebnet und das Trauma gegen den Thüringer HC endlich besiegt.

Saskia Lang (links) und Karolina Kudlacz-Gloc durften am Samstagabend mit dem HCL feiern - zu verdanken hatten sie es auch RB-Coach Ralf Rangnick.

Quelle: dpa / Brauner

Leipzig. Die Last war von Jahr zu Jahr, von Niederlage zu Niederlage, größer geworden. Jede Pleite gegen den Thüringer HC drückte stärker auf das Gemüt des HC Leipzig und verstärkte das Trauma gegen den schier übermächtigen Gegner. Obwohl die sportliche Leistungskurve in vielen anderen Spielen in dieser Handball-Bundesliga-Saison nach oben zeigte, half gegen den sechsfachen Serienmeister wieder kein taktisches oder psychologisches Mittel. Zwei Tage vor der Pokalendrunde in eigener Halle löste eine „Yogasolan-Lehrerin“ die HCL-Blockade im Kopf und vollbrachte damit auch ein sportliches Wunder – den lang ersehnten Erfolg gegen den Erzrivalen THC.
 
Karolina Kudlacz-Gloc trug beim Final-Four in der Arena Leipzig auf ihren beiden Handrücken gestrichelte Kreise aus grüner Farbe, in deren Mitte ein Herz prangte. Die zur besten Spielerin des Turniers gekürte und mit 24 Treffern überragende HCL-Kapitänin sagte nur wenige Minuten nach dem Pokaltriumph: „Ich bedanke mich bei einer sehr wichtigen Person in Leipzig. Ich sage nur: Danke, Ralf.“ Das Geheimnis um die Zeichnungen wollte sie selbst aber nicht lüften.

Freudentränen beim HC Leipzig, Enttäuschung bei Borussia Dortmund: Mit einem 29:28 im Finalspiel haben die Leipzigerinnen am Samstag den DHB-Pokal gewonnen.

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Isolde Heller-Bayer half mit fernöstlicher Lehre

Nach LVZ-Informationen ist mit „Ralf“ der Trainer und Sportdirektor von RB Leipzig gemeint. Ralf Rangnick hat nach dem Bundesliga-Aufstieg von RB nun auch einen großen Anteil am Pokalsieg des HCL. Als die Handballerinnen nach dem vergeigten Meisterschaftsfinale (20:31) beim Thüringer HC vor einer Woche mental am Boden lagen, fragten die Verantwortlichen des Vereins den Fußball-Professor nach Hilfe. Der 57-Jährige organisierte ein Treffen mit Isolde Heller-Bayer in seiner schwäbischen Heimat Backnang. Rangnick selbst hält große Stücke auf ihre Fähigkeiten. Er ließ sich von ihr behandeln, als er vor fünf Jahren am Burn-Out-Syndrom erkrankt war.
 
Die beiden emotionalen Leader des HC Leipzig, die studierte Psychologin Kudlacz-Gloc und Saskia Lang, statteten der „Yogasolan-Lehrerin“ am Mittwoch, nur zwei Tage vor dem wichtigen Halbfinale im Pokal gegen den THC, einen Besuch ab. Die Aura der Frau soll magisch sein. Bereits beim ersten Händedruck sei die Energie spürbar gewesen. Heller-Bayer praktiziert die fernöstliche Lehre seit mehr als 30 Jahren. „Letztendlich ist Yogasolan die gesamtwissenschaftliche Betrachtung unseres Seins, unserer Zusammenhänge des Lebens und dessen optimaler Gestaltung“, steht auf der Homepage der erfolgreichen Therapeutin. Die Wissenschaft wurde bereits vor 6000 Jahren auf Palmblättern niedergeschrieben. Diese liegen in den bekannten Palmblattbibliotheken im Süden Indiens.

Die Bilder einer langen Partynacht: So feierte der HCL den DHB-Pokalsieg in Leipzig. Fotos: Sebasdtian Brauner

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HCL mit beeindruckendem Selbstbewusstsein 

Die Wunderheilung im Schwabenland funktionierte auch innerhalb weniger Stunden bei den beiden HCL-Anführerinnen. Mit breiter Brust und noch nie da gewesenem Selbstbewusstsein fegten die Leipzigerinnen am Freitag den THC mit 30:23 aus der Halle. Dass es am Samstag im Finale gegen den BVB beim 29:28 am Ende etwas knapper wurde, störte dann keinen mehr. Auch während der langen Partynacht im Club L1 in der Leipziger Innenstadt sagte Nationalspielerin Lang noch überwältigt vom Titel und mit der Goldmedaille um den Hals: „Wir sind mit dem Pokalsieg und einem guten Gefühl aus der Saison gegangen. Der THC nicht.“ Nun ist der Kopf wieder frei und die Negativserie nach 13 Partien und dreieinhalb Jahren endlich beendet.

Von Anne Grimm

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