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Zeichen vor Champions-League-Kracher: Hubinger verlängert beim HC Leipzig bis 2017

Zeichen vor Champions-League-Kracher: Hubinger verlängert beim HC Leipzig bis 2017

Trotz Offerten des deutschen Meisters Thüringer HC bleibt Anne Hubinger dem HC Leipzig erhalten. Die Linkshänderin unterschrieb am Donnerstag einen Vertrag bis 2017. „Leipzig stand für mich an erster Stelle.

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Anne Hubinger im Duell mit Shenia Minevskaja - nächste Saison spielen beide beim HCL.

Quelle: Alexander Bley

Leipzig. Aber natürlich fühlt man sich auch geehrt, wenn der THC anruft“, sagte die 21-jährige Handballerin, bevor der Erzrivale am Samstag in der Arena Leipzig gastiert.

Kay-Sven Hähner freut sich, den THC erneut im Transfer-Poker ausgestochen zu haben: „Sie ist nach Shenia Minevskaja, Luisa Schulze und Saskia Lang die Vierte, die trotz Anfrage nicht nach Thüringen geht.“ Der Manager sagte aber auch: „Es war für uns keine Selbstverständlichkeit, den Vertrag zu verlängern, denn wir erwarten viel mehr von Anne und das haben wir ihr auch klar so vermittelt."

Ein Faktor für den Verbleib in der Messestadt sei für Hubinger auch ihr Freund Philipp Weber gewesen, der beim Zweitliga-Spitzenreiter SC DHfK unter Vertrag steht. „Aber jeder entscheidet für sich selber. Wir sind beide noch jung und man weiß ja nie, wo es noch hin geht“, erklärte die Rückraumspielerin.

Ende Dezember bat Trainer Norman Rentsch seine Spielerin Hubinger zum Gespräch: „Ich habe ihr gesagt, dass sie auf ihre Karriere achten und nicht nach rechts und links schauen soll. In den vergangenen Wochen habe ich dann bei ihr eine Entwicklung gesehen“ sagt der 35-Jährige und ergänzt „gegen den THC hat sie ihr bestes Spiel gemacht.“ Im Januar knöpfte der HCL den Thüringerinnen zu Hause erstmals seit drei Jahren wieder einen Punkt ab. Ein gutes Zeichen für die Partie in der Königsklasse am Samstag?

„THC hat mehr Druck“

„Wir haben Heimvorteil und das Unentschieden damals tat schon gut“, zeigt sich Hubinger optimistisch. Erstmals gibt es das Duell der beiden Bundesliga-Kontrahenten in der Königsklasse, in dem der HCL die Tür zum Viertelfinale ganz weit aufstoßen kann. Mit einem Sieg hätten die Messestädterinnen in der Tabelle vier Punkte Vorsprung auf den THC, bei noch drei verbleibenden Partien. „Es ist das wichtigste Spiel und die größte Chance“, sagt Hubinger.

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Hinter dem Einsatz von Saskia Lang steht ein großes Fragezeichen.

Quelle: Sebastian Brauner

Trainer Rentsch will mit voller Kapelle antreten. Alexandra Mazzucco und Luisa Schulze sollen nach ihrer Grippe am Freitag wieder ins Training einsteigen. Bei Saskia Lang hofft der Coach nach ihrem Muskelfaserriss im Oberschenkel „auf eine Wunderheilung“. Zudem glaubt Rentsch, „dass der THC mehr Druck hat, weil er hinter uns liegt. Einen kleinen Vorteil erhoffe ich mir für uns auch im athletischen Bereich.“

300 Fans aus Thüringen werden in der umgebauten Arena Leipzig, die nach der Hockey-WM und vor Leichtathletik-Wettkämpfen andere Zuschauerränge und ein verändertes Spielfeld mit sich bringt, erwartet. Insgesamt hofft Hähner auf mehr als 2000 Fans. Auch wenn der Manager unbedingt den THC schlagen will, gibt er zu: „Es wäre schon ein Idealfall, wenn beide deutsche Mannschaften das Viertelfinale in der Champions League erreichen.“

Weil der HCL-Kader in dieser Saison für die Doppelbelastung mit Bundesliga und internationalem Wettbewerb sehr dünn besetzt ist, kündigte Hähner unvermittelt an: „Wir wollen mit zwei Spielerinnen mehr in die nächste Saison gehen“. Nachfragen zur Herkunft und Position der Neulinge ließ der Manager allerdings unbeantwortet.

Anpfiff im Champions-League-Hauptrunden-Spiel zwischen dem HCL und dem THC ist am Samstag um 14 Uhr in der Arena Leipzig. LVZ-Online überträgt die Partie im Liveticker.

Anne Grimm

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