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Zwischenstopp in Istanbul: HC Leipzig muss am Donnerstagin die Türkei

Europapokal Zwischenstopp in Istanbul: HC Leipzig muss am Donnerstagin die Türkei

Handball-Bundesligist HC Leipzig beobachtet besorgt die Entwicklungen nach dem Anschlag in der Türkei. Die Mannschaft muss am kommenden Wochenende in Antalya antreten. Auf der Reise ist ein Zwischenstopp in Istanbul geplant.

Karolina Kudlac-Gloc (links) und Anne Hubinger beim Hinspiel am vergangenen Wochenende.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Der Terroranschlag in Istanbul sorgt auch beim Handball-Bundesligisten HC Leipzig für Nachfragen. Die Mannschaft muss am kommenden Wochenende im Europapokal gegen den türkischen Vertreter Muratpasa Belediyesi antreten. „Wir versuchen das noch auszublenden und wollen uns zunächst auf unserer Spiel am Mittwoch gegen Leverkusen konzentrieren“, sagte HCL-Manager Kay-Sven Hähner. Es habe aber schon am Dienstag Anfragen aus dem Vereinsumfeld gegeben. Völlig ausblenden ließen sich die Ereignisse aber nicht. Laut Hähner werde das Spiel nach jetzigem Stand ausgetragen. „Wir haben von der EHF keine andere Information“, so der Manager. Der HCL hatte am vergangenen Wochenende die erste Partie mit 33:26 gewonnen.

Der Mannschaft werde am Donnerstaggemeinsam mit Sponsoren und rund 20 Fans mit dem Flugzeug anreisen. Die Route führe über Istanbul. „Dort müssen wir umsteigen, werden den Transitbereich aber nicht verlassen“, erklärte Hähner. Anschließend gehe es ins rund 700 Kilometer entfernte Antalya weiter. Auch wenn der Anschlag selbst in Instanbul verübt wurde, war die Mittelmeerstadt am Mittwoch der Schauplatz eines Polizeieinsatzes.

"Wenn das normale Leben nach solchen schlimmen und fatalen Ereignissen nicht mehr weiter geht, dann ist das gar keine Lösung des Problems, im Gegenteil. Man kann nicht jeden Ort auf der Welt meiden, wo jemals ein Anschlag dieser Art geschehen ist. Es gibt keine garantierte Sicherheit, nirgendwo auf der Welt, das ist die Realität und in dieser leben wir einfach", so Hähner weiter.

 Drei verdächtige russische Staatsbürger seien festgenommen worden, meldete die Nachrichtenagentur DHA am Mittwoch. Sicherheitskräfte hätten bei einer Durchsuchung Dokumente und Datenträger beschlagnahmt. Ob die Festnahmen in direktem Zusammenhang mit dem Anschlag von Istanbul standen, blieb unklar.

Matthias Roth

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