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Championsleague: HC Leipzig unterliegt FTC Budapest knapp mit 22:26 (11:12)

Handball-Frauen Championsleague: HC Leipzig unterliegt FTC Budapest knapp mit 22:26 (11:12)

Vom Verletzungspech gebeutelt fuhren Leipzigerinnen am Samstag als deutliche Außenseiter nach Ungarn. Dort aber lehrte das Team von Trainer Norman Rentsch die Budapesterinnen das Fürchten. Lange Zeit sahen die Gastgeberinnen nicht wie Gewinner aus.

Durch kämpferische Leistung hielten die Leipzigerinnen gegen Budapest über weite Strecken der Partie nahezu ebenbürtig mit.

Quelle: Sebastian Brauner

Leipzig. Die Vorzeichen standen nicht gut: Als krasser Außenseiter startete der HC Leipzig in sein drittes Championsleague-Spiel in dieser Saison. Die beiden vorangegangenen Begegnungen hatte das Team von Trainer Norman Rentsch verloren, zunächst mit 24:27 gegen die russischen Meister aus Astrachan, dann sogar mit 24:41 gegen die Titelanwärterinnen aus Skopje. Im nunmehr dritten Spiel der Gruppe B musste Rentsch zudem auf die verletzten Spielerinnen Saskia Lang, Michelle Urbicht, Tamara Bösch und Karolina Kudlacz-Gloc verzichten. Umso beeindruckender war also die kämpferische Leistung, die die Leipzigerinnen von Beginn an zeigten.

Durch Treffer von Anne Hubinger, Shenia Minevskaja und Nele Reimer ging der HC Leipzig zu Beginn zunächst in Führung. Kepperin Kramarczyk zeigte zwei glänzende Paraden und hielt die Gastgeberinnen damit erstmal auf Abstand. Budapest brauchte eine reichliche Viertelstunde, bis es erstmals mit 6:5 das Zepter übernahm.

Doch die Gäste aus der Messestadt leisteten Widerstand und blieben bissig am Ball. Dafür nahmen sie bis zur Pause insgesamt vier Strafzeiten in Kauf und hatten drei verwandelte Siebenmeter zu verdauen. Der Lohn dafür war allerdings ebenfalls deutlich sichtbar: In der 29. Minute stand es nach dem Ausgleichstreffer von Hubinger 11:11. Der FTC sah schließlich mit dem Halbzeitstand von 12:11 nicht mehr wie der klare Favorit aus.

Auch nach dem erneuten Anwurf machten die Leipzigerinnen weiter, wo sie aufgehört hatten, mussten aber auch empfindliche Sanktionen dafür hinnehmen. Nach 45. Minuten erhielt Anne Hubinger beim Stand 17:15 ihre dritte Zwei-Minuten-Strafe und verfolgte damit den Rest der Partie vom Rand aus.

Nun nutzte Budapest seine reichlich vorhandenen Ersatzspielerinnen und setzte sich bis zur 52. Minute schließlich mit 23:19 auf insgesamt vier Tore Vorsprung ab. Dennoch trafen unter anderem Rode und Reimer weiter. In der letzten Minute nahm Rentsch beim 25:21 noch einmal Auszeit. Das Budapester Plus holten die Leipzigerinnen aber nicht mehr ein, die Partie ging mit einem 26:22 für den FTC zu Ende. Insgesamt waren die serbischen Schiedsrichterinnen beim Verteilen der Zeitstrafen sehr einseitig: Leipzig kassierte 14 Strafminuten, Budapest gerade mal zwei. Trotz der Niederlage feierten die HCL-Spielerinnen nach der Schlusssirene ihre sehr starke Leistung in dieser Partie.

Clemens Haug (mit dpa)

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