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Der HC Leipzig ist Tabellenführer - Oldenburg geht unter

Topspiel der Bundesliga Der HC Leipzig ist Tabellenführer - Oldenburg geht unter

Spitzenreiter und als einziges Team der Bundesliga noch ungeschlagen: Für den HC Leipzig gab es nach dem souveränen Erfolg gegen den bisherigen Tabellenführer Oldenburg mehrere Gründe zum Feiern.

Grund zum Jubeln! Luisa "Schmu" Schulze feiert den Triumph gegen den VfL Oldenburg.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Der HC Leipzig ist neuer Tabellenführer der Handball-Bundesliga. Mit einer starken Vorstellung führte das Team von Trainer Norman Rentsch den bisherigen Spitzenreiter VfL Oldenburg regelrecht vor.  Dementsprechend deutlich fiel am Ende auch der verdiente 36:27 (18:13)-Erfolg aus. Die 3184 Zuschauer in der Arena Leipzig dankten es am Ende mit stehenden Ovationen. In größter Torlaune waren Kapitänin Karolina Kudlacz-Gloc und Nationalspielerin Saskia Lang mit je neun Treffern.

Es war das Topspiel der Bundesliga. Doch ein starker HC Leipzig ließ Oldenburg keine Chance.

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„Wir sind im Trainerteam stolz auf die Leistung der Mannschaft. Vor allem die Abwehr und die Torhüterinnen haben sich in der zweiten Halbzeit noch einmal gesteigert“, sagte Coach Rentsch zufrieden. „Ich weiß nicht, wann wir das letzte Mal Tabellenführer waren. Aber es ist auf jeden Fall auch ganz schön, von oben herunter zu schauen“, sagte Kreisläuferin Luisa Schulze. Lang ergänzte: „Das ist eine Momentaufnahme und völlig Wurst. Wichtig ist, dass wir weiter so dominant auftreten.“


 
Oldenburg nahm HCL-Spielmacherin Kudlacz-Gloc sofort in die kurze Deckung und damit aus dem Leipziger Angriffsspiel. Trotz toller Paraden der zweiten Kapitänin Katja Kramarczyk, legte der VfL rasch mit 3:1 vor. Nach fünf Minuten war der HCL dank zwei Treffern von Saskia Lang wieder gleich auf.
 
„Aus Fehlern gelernt“
 
Die Gäste waren vor allem vom Kreis gefährlich. Leipzig variierte hingegen viel im Angriff, agierte zwischenzeitlich mit vier Rückraumspielerinnen. Trotz zahlreicher Chancen, verpasste es das Rentsch-Team, sich Mitte der ersten Halbzeit bereits abzusetzen. Der HCL hatte aber die Führung ab der siebenten Minute übernommen und gab sie auch nicht wieder aus der Hand.  „Wir haben aus den Fehlern der vergangenen Jahre gelernt und wollen solche Vorsprünge nicht mehr so leicht weggeben“, sagte die erfolgreiche Rückraumspielerin Lang.
 
Nationalkeeperin Kramarczyk ließ Oldenburg ein ums andere Mal verzweifeln und kaum noch einen Ball an sich vorbei. Die Ränge in der Arena waren zudem so gut gefüllt wie lange nicht. Das Publikum peitschte  den HCL weiter nach vorn. Eine 13:9-Führung der verdiente Lohn nach 22 Minuten.
 
Als VfL-Spielmacherin Caroline Müller nach 26 Minuten verletzt vom Parkett getragen werden musste, kippte die Partie endgültig in Richtung des HCL. „Wir wissen um die Stärken von ihr und sehen das Ergebnis durch die Verletzung natürlich auch mit Demut und Respekt“, sagte Rentsch. Kreuzbandriss war die erste, bittere Diagnose bei der Oldenburger Nationalspielerin. Das Tor zum 18:13-Halbzeitstand erzielte Schulze auf unnachahmliche Art und Weise: Beim Freiwurf warf die 1,90 Meter große Kreisläuferin einfach über die Oldenburger Mauer.
 
Nächstes Schlagerspiel bereits am Mittwoch
 
Gleich nach der Pause zog der HCL vorentscheidend auf 21:13 davon und spielte sich in einen wahren Rausch. Beim 23:14 nahm Oldenburgs Trainer Leszek Krowicki eine Auszeit: Doch Leipzig ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Eine kurze Konzentrationsschwäche nach dem 26:16 hielt nicht lange an. Am Ende gab Rentsch auch den jungen Spielerinnen ihre Einsatzzeiten.
 
Bereits am Mittwoch steigt der nächste Bundesliga-Kracher gegen Bietigheim in der Arena. Mit Trainer Martin Albertsen, sowie Maura Visser, Susann Müller und Nina Wörz erwartet der HCL gleich vier ehemalige Akteure. „Die haben einen breiteren Kader und sind ein anderes Kaliber. Das wird sicher nicht so einfach wie heute“, schätzt Lang den nächsten Gegner ein. Schulze ist zuversichtlich: „Man nimmt das positive Gefühl auf jeden Fall mit. Und mannschaftlich sind wir stärker, als Bietigheim mit seinen Individualisten.“
 
Statistik:

HCL: Kramarczyk, Kurzke, Roth, Mazzucco 2, Peter, Hertlein 3, Schulze 6, Kludlacz-Gloc 9, Hubinger 3, Lang 9, Reimer, Minevskaja 2, Reißberg, Urbicht 2
VfL: Renner, Egestorp, Schnack 1, Meyer 4, Prante 2, Müller 4, Smits 5, Dulfer 1, Schirmer 1, Behrend 1, Geschke 6, Hartstock 2

7-Meter: HCL: 3/1 VfL: 6/4

Zuschauer: 3184

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