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EC-Viertelfinale: HCL verliert in Metzingen 24:25 und ist fürs Rückspiel hoffnungsfroh

Nur einmal im Rückstand EC-Viertelfinale: HCL verliert in Metzingen 24:25 und ist fürs Rückspiel hoffnungsfroh

Die Handballerinnen des HC Leipzig haben nach der Niederlage in der Bundesliga auch das Hinspiel im Viertelfinale des Europapokals gegen TuS Metzingen verloren. In der fünften Runde des europäischen Wettbewerbs gab das Team von Trainer Norman Rentsch am Freitagabend in der Schlussphase den Auswärtssieg noch aus der Hand.

HCL unterliegt erneut gegen Metzingen: HCL-Kreisläuferin Luisa "Schmu" Schulze hebt ab.

Quelle: Sebastian Brauner

Tübingen. Echte Europapokal-Atmosphäre gestern in der so seltsam in pink-rosa gehaltenen Tübinger Paul Horn-Arena: 2000 Leute (darunter 50 Leipziger) machen ordentlich Krach, sehen ein packendes und hochklassiges Handballspiel zwischen TuS Metzingen und dem HC Leipzig und dürfen am Ende auch jubeln. Mit 25:24 (9:13) gewinnen die Schwäbinnen das Hinspiel im EHF-Cup-Viertelfinale. „So ein Tag, so wunderschön wie heute“, spielt die Musik nach dem Abpfiff. Findet Norman Rentsch gar nicht. „Wir hatten das Spiel im Griff und den Sieg in der Hand. Das wir noch verlieren, war nicht notwendig“, sagt der HCL-Coach. Manager Kay-Sven Hähner meint: „Wir haben uns gegenüber Mittwoch klar gesteigert, minus eins zur Halbzeit ist eine gute Ausgangsposition fürs Rückspiel.“

An Mutmachern hat es nicht gefehlt. Nach der 23:26-Niederlage gegen den gleichen Gegner am Mittwoch mit den vielen vergebenen Chancen bekam Hähner eine SMS von Ralf Rangnick: „Wir kennen das aus St. Pauli“, tröstete der RB-Coach. Gestern gehen die RB-Kicker in Vorleistung, führen bei Beginn des HCL-Spiels 3:0. „Ein gutes Omen“, sagt Hähner, und verkündet noch ein weiteres positives Signal. Der Manager hat beim Trainer „eine gewisse Nervosität“ beobachtet, „das ist immer ein gutes Zeichen“.

Mit so vielen Glückssignalen kann nichts schiefgehen, denken sich da die HCL-Mädels und gehen im Schwäbischen mit „höckschter Konzentration“ und selbstbewusst zur Sache. Nein, es sind keine Psycho-Dellen als Folge des Mittwochs erkennbar.

Das Match beginnt wie erwartet: Hoch intensiv, wieder starke Abwehrreihen, wieder gute Torhüterinnen. Kleiner, aber feiner Unterschied: Der HCL ist im Angriff konzentrierter, nutzt die Torchancen trotz einiger Aussetzer (vergeigte Konter) besser als zuletzt, hat die erste Halbzeit im Griff.

Kleiner Schock in der 25. Minute. Die bis dahin überragende Katja Kramarczyk muss nach einer starken Parade behandelt werden. Doch Entwarnung, „Schülki“, wie der HCL-Kapitän nach ihrem Mädchennamen immer noch gerufen wird, kann weitermachen.

Der HC Leipzig hat am Freitagabend im EHF-Cup gegen TuS Metzingen gespielt. Fotos: Sebastian Brauner

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Dass es trotz der sicheren 13:9-Halbzeitführung kein Schützenfest für den HCL wird, ist klar, dafür sind die „Tussies“ zu kampfstark. Metzingen fightet sich also in den zweiten Durchgang.

Doch Leipzig fightet zurück und kassiert Zeitstrafen. „Gefühlt haben wir die ganze zweite Hälfte in Unterzahl gespielt und ständig Siebenmeter gekriegt“, sagt Katja Kramarczyk vieldeutig, „da war es natürlich schwierig, unser Tempospiel aufzuziehen“. Als Metzingen fünf Minuten vor Schluss den erstmaligen Ausgleich (23:23) schafft, herrscht Alarmstufe rot. Das Match steht auf Messers Schneide, es brodelt, es geht hoch her, um jeden Zentimeter wird gefightet. Anna Loerper erzielt 20 Sekunden vor Schluss das 25:24. Es ist die einzige Führung Metzingens – und der Endstand. „In mir herrschen zwei Gefühle“, sagt Katja Kramarczyk. „Das Herz sagt: Mein Gott, wir hatteh die im Griff und haben den Big Point nicht gemacht. Aber der Kopf weiß, dass das Ergebnis eine sehr gute Ausgangsposition fürs Rückspiel ist.“ Am 28. Februar erfolgt der Showdown in Dessau.

HCL: Kramarczyk, Kurzke (ein 7-m); Mazzucco 3, Mietzner, Hertlein, Schulze 3, Kudlacz-Gloc 3/1, Hubinger 5, Lang 5, Minevskaja 5/4. Erfolgr. TuS-Werferinnen: Temes 7/6, Behnke 6, Loseth 5. Zuschauer: 2000. Siebenmeter: TuS 4/3, HCL 5/5. Strafen: 2:12 Minuten. Stationen: 1:3/7., 4:8/18., 7:11/24., 9:13/30., 14:16/40., 19:23/50., 23:23/56.,

Uwe Köster

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