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Erneut mehr als 30 Tore: HC Leipzig lässt Aufsteiger Bad Wildungen keine Chance

Erneut mehr als 30 Tore: HC Leipzig lässt Aufsteiger Bad Wildungen keine Chance

Leipzig. Nach der Kür in der Champions League ist der HC Leipzig am Sonntag auch seiner Pflicht in der Bundesliga nachgekommen. Gegen den Aufsteiger und Tabellenneunten Bad Wildungen Vipers fuhr das Team von Trainer Norman Rentsch einen nie gefährdeten 34:26 (16:10)-Sieg ein.

Erfolgreichste Torschützin beim HC Leipzig war erneut Alexandra Mazzucco mit acht Treffern.

Nach den zwei mitreißenden Heimsiegen in der Champions League galt es, den Fokus wieder auf die Bundesliga zu richten. Zwischen der Partie gegen Hypo am Freitag und den Vipers am Sonntag absolvierte der HCL kein Training mehr, stand am Samstag Regeneration auf dem Programm.

Im Tor begann diesmal Nicole Roth für Katja Schülke, die in der vierten Minute gleich einen Siebenmeter vereitelte und am Ende des Tages sogar zur besten Spielerin gekürt wurde. Leipzig legten enorme Freude am Handball an den Tag. Vor allem über die Außenpositionen trafen Helena Hertlein und Alexandra Mazzucco zum Auftakt nach Belieben. „Die Mädels haben ab der ersten Minute Vollgas gegeben und schnell einen Vorsprung herausgeworfen“, lobte Trainer Rentsch. 7:2 bereits die Führung nach acht Minuten.

Es folgte die erste Auszeit für die Gäste. Bei Bad Wildungen sitzt mit Tessa Bremmer eine ehemalige Spielerin inzwischen als Trainerin auf der Bank. Das Besondere an der Konstellation: Die Niederländerin ist im neunten Monat schwanger und hat am 17. November Entbindungstermin. „Im Spiel schaltet man ab und legt den Fokus auf Handball. Außerdem habe ich noch nie von einer Geburt gehört, die innerhalb einer Stunde passiert. Deshalb wird das Kind schon nicht während des Spiels kommen“, sagte Bremmer entspannt.

HCL dominiert das Geschehen auf der Platte

Beim HCL ließ kurz die Konzentration nach und die Vipers kamen auf 7:5 heran. Kapitän Karolina Kudlacz erhielt einen Schlag zwischen Brustkorb und Magengrube, musste wegen Übelkeit auf der Bank Platz nehmen. Doch ihre Team-Kolleginnen bauten den Abstand wieder aus. 12:6 und 14:9 die Führungen vor der Halbzeit.

Gleich nach der Pause setzte Leipzig die nächsten Nadelstiche und erhöhte erstmals auf einen zweistelligen Vorsprung – 20:10. Auf Linksaußen kam Michelle Urbicht für Helena Hertlein zum Einsatz. Anne Hubinger sowie Roxana-Alina Ioneac durften abwechselnd im Rückraum ran.

 

Auch wenn sich der HCL nun einige Fehler leistete und Chancen liegen ließ, behielt die Mannschaft beide Punkte ohne Probleme in eigener Halle. „Hinten raus haben wir unseren Vorsprung verwaltet. Zum Schluss waren wir mit den Kräften am Ende, aber das ist nach drei Wochen mit sechs Spielen verständlich“, sagte Rentsch. Dessen Team steht nach dem fünften Sieg im sechsten Spiel, mit einer Partie weniger als die drei ersten der Bundesliga-Tabelle, auf dem vierten Platz.

Die Belastung wird nicht weniger. Im November hat der HCL insgesamt sieben Partien in 15 Tagen vor der Brust. Beim Tanz auf drei Hochzeiten folgt am Freitag das Achtelfinale im DHB-Pokal gegen den SV Allensbach, bevor es nächsten Sonntag bei Hypo Niederösterreich um Punkte in der Champions League geht.

 

Statistik:

HCL: Kudlacz , Müller 2, Hertlein 2, Mazzucco 8, Visser 2/1, Schulze 5, Lang 6, Reimer, Hubinger 3, Ioneac 2, Roth, Schülke, Urbicht 4

Vipers: Brütsch, van Beurden, Stockschläder 3, Busch 4, Pollmer 2, Cipaian, Bolze 4, Nagy 3, Vasilescu 2, van Gulik 8/4

Siebenmeter: HCL: 3/1  Vipers: 5/4

Zeitstrafen: HCL: 2  Vipers: 3

Zuschauer: 881

Anne Grimm

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