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HC Leipzig
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Gegen Metzingen verpasst der HCL den Sprung an die Spitze

Topspiel Gegen Metzingen verpasst der HCL den Sprung an die Spitze

Das Topspiel hielt, was es versprach: Spannung bis zuletzt und mitreißenden Handball vor mehr als 2000 Zuschauern. Einen Sieger gab es am Ende jedoch nicht. Leipzig steht damit weiter auf dem zweiten Tabellenplatz.

Anne Hubinger (l., HCL) stoppt Anna Loerper.

Quelle: Chrsitian Modla

Leipzig. Spannend bis zur letzten Minute: Im Topspiel teilte sich der HC Leipzig am Sonntagabend mit Tabellenführer TuS Metzingen beim 27:27 (12:12) die Punkte und bleibt damit Bundesliga-Zweiter. Gegen ihren Ex-Verein traf Shenia Minevskaja sechsmal, genauso wie Nationalspielerin Saskia Lang. «Sicher hätten wir heute gerne gewonnen. Aber die Fans haben ein sehr spannendes Spiel gesehen, das Werbung für den Frauenhandball war», sagte HCL-Coach Norman Rentsch.
 
Auch Kapitän Karolina Kudlacz-Gloc war zunächst enttäuscht: „Wir haben heute einen Punkt verloren, aber noch jede Menge Potenzial und Luft nach oben. Die Woche mit der Nationalmannschaft hat uns ein wenig aus dem Rhythmus gebracht.“ Nur einmal trainierte der HCL als komplettes Team vor dem Topduell.
 

Gegen den Titelaspiranten TuS Metzingen konnte der Meisterschaftskandidat HC Leipzig nur ein Unentschieden herausholen. (Bilder: Christian Modla)

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Mit einer Parade von Katja Kramarczyk und einem schönen Tor von Alexandra Mazzucco startete Leipzig schwungvoll vor 2283 Fans in die Partie. Zeichnete sich der HCL vor einer Woche gegen Buxtehude noch durch seine starke Abwehr aus, fiel es dem Gastgeber zunächst schwer, die rasanten Metzinger Angriffe zu verteidigen. Nach acht Minuten hieß es 3:5.
 
Die Wechsel zwischen Saskia Lang und Luisa Schulze in Abwehr und Angriff fruchteten und der HCL schaffte es immer häufiger, die Tussies mit seinen Kombinationen zu überraschen. Eine 8:5-Führung war der verdiente Lohn. Die Gäste benötigten eine Überzahl-Situation, um nach acht Minuten wieder einen Treffer gegen die sich steigernde Leipziger Defensive zu erzielen.
 
„Mehrere Gesichter gezeigt“
 
Immer wieder holte der HCL Siebenmeter heraus, die Minevskaja allesamt eiskalt verwandelte. Metzingen ließ sich aber nie so ganz abschütteln und stand dem HCL in Tempo und Spielfreude kaum nach. Kurz vor der Pause kamen die Gäste dann doch noch zum Ausgleich. „Wir haben heute mehrere Gesicht gezeigt“, meinte Minevskaja nach der Partie.
 
Metzingen kam wacher aus der Kabine, das Rentsch-Team geriet 14:16 in Rückstand. Doch zwei sehenswerte Treffer von Saskia Lang sowie zwei Paraden von Nele Kurzke im Leipziger Kasten brachten die Blau-Gelben wieder auf Kurs. Die Partie war völlig offen.
 
Zwischen der 40. und 45. Minute vergab der HCL jedoch jede Menge hochkarätige Chancen vor dem Tor. Ob sich das noch rächen würde? Metzingen war mehrfach mit zwei Treffern vorn. Doch zehn Minuten vor dem Ende Leipzig wieder gleich auf. Es deutete sich eine dramatische Schlussphase an. Als Leipzig wieder 26:24 in Front ging, nahm Gäste-Coach Csaba Konkoly eine Auszeit. Die Gäste kamen bis zur 58. Minute auf 26:26 heran.
 
Die beiden Kapitäne behielten die Nerven: Karolina Kudlacz-Gloc traf zum 27:26, Katja Kramarczyk hielt den Metzinger Angriff. Die Tussies nahmen 45 Sekunden vor Schluss erneut eine Auszeit und schafften anschließend den Ausgleich. Nun nahm auch Rentsch noch ein Time-Out. Doch es blieb beim Remis. „Wir haben an uns große Erwartungen und müssen uns noch weiter steigern“, meinte Kudlacz-Gloc.

Statistik

HCL: Kramarczyk, Kurzke, Roth, Mazzucco 5, Peter, Hertlein 1, Schulze 2, Kludlacz-Gloc 4, Hubinger 3, Lang 6, Reimer, Minevskaja 6, Reißberg, Urbicht

TuS: Stockhorst, Jankovic, Zapf 5, Kubasta, Stefani, Loerper 3, Loseth 2, Dinkel, Großmann 5, Weigel, Vollebregt, Michielsen, Temes 6, Behnke 6

Siebenmeter: HCL: 5/5 TuS: 6/5

Zuschauer: 2283

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