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Geglückter Auftakt in der Handball-Bundesliga: HC Leipzig siegt über Bayer Leverkusen

Geglückter Auftakt in der Handball-Bundesliga: HC Leipzig siegt über Bayer Leverkusen

Leipzig. Der Druck war hoch. Wie präsentiert sich der mehrfache deutsche Meister, der nach einer Durststrecke von zwei titellosen Jahren endlich wieder Erfolge feiern will, im ersten Punktspiel der Saison? Am Ende zeigte sich: Der HC Leipzig behielt auch bei einem Rückstand kurz vor Schluss die Nerven und setzte sich am Samstag gegen Bayer Leverkusen mit 29:27 (13:13) durch.

Allerdings blieb der HCL im Angriff hinter seinen Erwartungen zurück, leistete sich zu viele Fehlwürfe. Vor 2369 Zuschauern war Karolina Kudlacz mit (8/3) Treffern beste Werferin für den HCL. Auf Seiten der Gäste zeigte sich Marlene Zapf (8/3) am treffsichersten.

„Wir haben heute gezeigt, dass wir gut gespielt und uns sehr viele Chancen erspielt haben“, sagt Trainer Stefan Madsen. „Allerdings haben wir sie effektiv nicht so genutzt wie erwünscht. Da haben wir noch Luft nach oben“, kritisiert der Däne.

Heike Ahlgrimm war zwar mit dem Ergebnis nicht zufrieden – mit dem spielerischen Auftritt ihrer Mannschaft umso mehr: „Ich muss meinen Spielerinnen ein riesiges Kompliment machen. Sie haben 56 Minuten lang mitgehalten.“ Am Ende hätten ihr dann allerdings die Auswechselmöglichkeiten gefehlt, nachdem Ruta Latakaite-Willig verletzt ausfiel. „Es fehlte die Kraft und zum Schluss hat der Kopf entschieden.“ Denn vier Minuten vor Schluss hätten ihre Spielerinnen zu überhastet aufs Tor geworfen. „Dadurch haben wir die ganzen Gegenstöße bekommen. Wenn man vorne die Fehler macht, nimmt man sie mit nach hinten“, erklärt Ahlgrimm.

Beide Teams starteten zunächst nervös in die Partie. Erst in der vierten Minute gelang Karolina Kudlacz der erste Treffer der Begegnung zum 1:0. Die Führung baute der HCL auf 3:0 (7.) aus. Die Abwehr agierte kompakt, so dass Leipzig immer wieder zu Ballgewinnen kam. Auch spielerisch war der mehrfache deutsche Meister den Gästen überlegen. Katja Schülke im Tor zeigte sich gut aufgelegt. Genau wie Karolina Kudlacz, die nach ihrer Achillessehnenverletzung in der vergangenen Saison wieder zu alter Stärke gefunden hat. Immer wieder kam sie in Eins-gegen-Eins-Situationen zum Torerfolg.

Jedoch schlichen sich im Angriff der Leipzigerinnen vermehrt Konzentrationsschwächen ein. „Die Aufregung war heute deutlich zu spüren. Wir haben lange Zeit nicht um Punkte gespielt. Bereits unter der Woche war die Anspannung im Training spürbar“, nimmt Kudlacz die Mannschaft in Schutz. Diese vergab gleich mehrere Großchancen und verpasste es so, den Vorsprung weiter auszubauen. Hingegen fing sich Bayer Leverkusen. Das Team um Neu-Trainerin Heike Ahlgrimm nutzte die Schwächephase und glich zum 4:4 (10.) aus und ging fünf Minuten später erstmals mit 6:5 in Führung.

In der Folge entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der es keine der Mannschaften schaffte sich abzusetzen. Erst unmittelbar vor der Halbzeit gelang Leipzig eine 13:11-Führung (29.). Diese musste der Gastgeber jedoch wieder abgeben.

Denn auch in der zweiten Halbzeit schafften es die Messestädterinnen nicht, ihre Konzentrationsschwächen abzulegen. Vielmehr ließen sie erneut Großchancen ungenutzt. Allein vier vergebene Strafwürfe standen zu Buche. Dementsprechend konnte Leverkusen die Partie ausgeglichen gestalten. Dabei schafften es die Gäste sogar, sich in der 42. Minute erstmals auf zwei Tore (19:17) abzusetzen. In einem Schlussspurt kämpfte sich der HCL jedoch zurück. "Das ist unsere Stärke, dass wir in schweren Phasen beißen. Die Leute die drauf kommen, sind genauso gut, wie die Anfangsaufstellung. Das ist gut zu wissen, was in uns steckt“, zeigte sich Kudlacz erleichtert.

Aufstellung HC Leipzig - Bayer Leverkusen:

HCL:

Schülke, Plöger – Visser (5/4), Augsburg (2), Müller (3), Reiche (2), Kramer (1), Bont, Schulze (2), Kudlacz (8/2), Lang (3), Hubinger (2), Mazzucco (1), Windisch

Bayer:

Hagel, Salamakha – Zapf (8/3), Egger, Latakaite-Willig, Glankovicova (3), Hilster (3), Naidzinavicius (7), Steinbach (6), Jörgens, Comans

Anne Kunze

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