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Gutes Gefühl und 45 Tore – HC Leipzig besiegt Altlandsberg

Erstes Pokalspiel Gutes Gefühl und 45 Tore – HC Leipzig besiegt Altlandsberg

Im ersten Pokalspiel der Saison lieferte der HC Leipzig gegen den MTV Altlandsberg ein wahres Torfestival ab. Gegen die tapferen Spitzenreiter der dritten Liga erzielten die Messestädterinnen einen 45:19 (23:6)-Erfolg. Doch auch die Gastgeber hatten starke Szenen, setzten den Blau-Gelben zeitweise im Minutentakt zu.

Alex Mazzucco stellte gegen Altlandsberg erneut ihre Sprintschnelligkeit entlang der Linie unter Beweis.

Quelle: Sebastian Brauner

Leipzig. Da Kapitän Katja Kramarczyk wegen eines Infekts fehlte, begann Nele Kurzke im Tor. Auch Helena Hertlein und einige Langzeitverletzte mussten zu Hause bleiben, dennoch führte der HCL keineswegs einen B-Kader gegen den Drittligisten ins Feld. Alexandra Mazzucco, die regelmäßig die ersten Tore für den HC Leipzig markiert, legte auch am Sonntagnachmittag umgehend los. Die sprintstarke Rechtsaußen verwandelte einen Konter zur frühen Führung und besorgte auch das 2:1. Altlandsberg verkaufte sich gut und blieb in den ersten Minuten immer in Schlagdistanz.

Nachdem eine Spielerin der Hausherren unsanft zu Boden ging, unterbrachen die Unparteiischen das Spiel. Im Anschluss geriet die Ordnung bei Altlandsberg ins Wanken, die Leipzigerinnen machten ein Tor nach dem anderen. Auch eine Zwei-Minuten-Strafe gegen Mazzucco hielt die Blau-Gelben nicht auf. Nach einer Viertelstunde stand es 11:3 für den HCL. MTV-Trainer Fabian Lüdke bat seine Damen zur zweiten Auszeit.

Mit 45 Toren siegt der HCL im Pokal gegen den Drittligisten Altlandsberg. (Bilder: Sebastian Brauner)

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Doch Altlandsberg fand gegen das engagierte Defensiv-Spiel der Leipzigerinnen keine Lösung. Zwischen den Pfosten sorgte Nele Kurzke unterdessen mit starken Paraden für Sicherheit. Und auch im Angriff dominierte das Team von Trainer Norman Rentsch nach Belieben. Die Fans in der Halle bekamen Handball auf Top-Niveau geboten, wie zum Beispiel einen erstklassigen No-Look-Pass von Michelle Urbicht auf Anne Hubinger der umgehend zum Erfolg führte. Hubi war es auch, die in der 22. Minute den 15-Tore-Vorsprung im Alleingang herausspielte.

Coach Rentsch gab Junioren-Spielerin Nina Reißberg eine erste Chance im Bundesligateam. Nach dem Ausfall von Luisa Sturm musste Luisa Schulze die Position als Kreisläuferin bislang allein ausfüllen. Kaum auf der Platte gelang der Nachrückerin schon das erste Tor in den Reihen des Bundesliga-Kaders. Die Leipzigerinnen, trotz des enormen Vorsprungs, agierten weiter konzentriert. Zur Pause stand es 6:23. „Bei einem unterklassigen Gegner ist es wichtig, die Konzentration hoch zu halten“, betonte HCL-Manager Kay-Sven Hähner. „Im ersten Durchgang haben wir nur sechs Tore zugelassen, das haben wir gut gemacht.“

Tapfere Gastgeber stemmen sich gegen den HCL

Im zweiten Durchgang schonte der Trainer einen großen Teil seiner Stammkräfte und ließ die jungen Spielerinnen auf die Platte. Die 20-Tore-Führung besorgte aber Karolina Kudlacz-Gloc mit ihrem ersten Treffer der Partie (36. Minute). Altlandsberg hatte gegen die engagierte Rentsch-Sieben keine Chance, spielte aber weiter mit. Dass Jungspund Reißberg das nötige Selbstbewusstsein zum Pokalspiel mitgebracht hatte, bewies eine Szene in der 42. Minute. Sie schnappte sich den Ball zum Sieben-Meter-Wurf und verlud routiniert die Keeperin der Hausherren. „Nina Reißberg spielt als Ergänzung für die verletzte Luisa Sturm“, so Hähner. „Sie soll da erstmal reinwachsen. Heute hat sie das gut gemacht.“

Doch der MTV kam nochmal in Fahrt: Im Minutenrhythmus erzielte der Drittligist Tor um Tor. Mancher Bundesliga-Konkurrent des HCL kann mit dieser Frequenz nicht mithalten. Allerdings hatten die Leipzigerinnen nach 45 Minuten bereits einen komfortablen 27-Tore-Vorsprung herausgearbeitet. Und das Tor-Festival der Gäste ging weiter: Zehn Minuten vor dem Abpfiff besorgte Saskia Lang mit einem Doppelschlag die Tore 40 und 41. Altlandsberg kämpfte verbissen und ließ keinen 30-Tore-Vorsprung zu. Am Ende stand es 45:19 für die Leipzigerinnen. Damit zieht der HCL in die dritte Runde des DHB-Pokals ein. „Vor der 14-tägigen Länderspielpause, war es wichtig, dass wir mit einem guten Gefühl aus dieser Partie gehen. Das haben wir heute geschafft“, so Hähner.

Zuvor steht aber eine Länderspielpause an. Direkt nach der Partie am Sonntag geht es für die Nationalspielerinnen in Diensten des HCL zu ihren jeweiligen Auswahlmannschaften. Im Zuge der EM-Qualifikation führt Karolina Kudlacz-Gloc das polnische Team als Kapitän auf die Platte. Für Deutschland laufen Katja Kramarczyk, Anne Hubinger, Saskia Lang, Luisa Schulze, Shenia Minevskaja sowie Debütantin Alexandra Mazzucco auf. Die erste Partie gegen die Schweiz findet bereits am Mittwoch, den 7. Oktober, statt. Für die Daheimgebliebenen gibt es aber keineswegs frei: Trainer Rentsch hat ein hartes Trainingsprogramm aufgelegt.

Johannes Angermann

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