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HC Leipzig beendet Niederlagenserie mit Kantersieg

Handball-Bundesliga HC Leipzig beendet Niederlagenserie mit Kantersieg

Nach wettbewerbsübergreifenden vier Pleiten in Folge ist dem HC Leipzig am Mittwoch in der Bundesliga ein kleiner Befreiungsschlag gelungen. Celle musste zum Frustabbau erhalten.

Die Leipziger Handballerinnen rund um Anne Hubinger konnten sich gegen Celle etwas Selbstvertrauen zurückholen.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Der Sieg war wichtig fürs Gemüt. Denn vier Wochen war nicht nur das letzte Heimspiel des HC Leipzig her, sondern auch der letzte Erfolg. Dementsprechend erleichtert zeigten sich die Handballerinnen um Trainer Norman Rentsch nach dem 33:19 (19:8) am Mittwochabend gegen den SVG Celle. Auch wenn es ein Pflichtsieg war, gegen den Tabellenzehnten, der in den vergangenen Jahren stets zu den Teams im Abstiegskampf zählte. „Das hat heute auf uns befreiend gewirkt“, sagte Coach Rentsch. Seine erfolgreichsten Schützlinge waren Karolina Kudlacz-Gloc und Alexandra Mazzucco mit je acht Treffern.
 
Fünf Minuten dauerte es, bis der HCL das erste Mal das Tor traf. Doch weil Celle immer wieder an Leipzigs Keeperin Nele Kurzke scheiterte, stand es zu diesem Zeitpunkt erst 1:1. Es blieb zunächst ein zähes Match, den Gästen fehlte es an der Qualität, dem Gastgeber am Willen. Beim 4:1 nahm Celles Trainer Martin Kahle die erste Auszeit.
 
Dann wurde es zumindest auf Seiten des HCL deutlich besser. Hildigunnur Einarsdottir, die genauso wie Luisa Sturm wieder fit geworden war und Karolina Kudlacz-Gloc, trafen nach Belieben. Der Vorsprung wuchs auf 9:3 an. Die Fans freute es, auch wenn so wenige da waren, wie wohl seit Ewigkeiten nicht. Deutlich unter 1000 saßen auf den Rängen, offiziell wurde eine Zuschauerzahl von 1183 verkündet.
 
Nele Reimers schöner Dreher von Rechtsaußen brachte beim 15:5 die erste zweistellige Führung. Coach Rentsch wechselte bereits in der ersten Halbzeit so gut es bei dem derzeit kleinen Kader geht, durch.
 
Celle warf zwar nicht besonders präzise und hart, aber HCL-Keeperin Kurzke hatte auch einen guten Tag erwischt und zog den Gästen damit weiter den Zahn. So baute Leipzig das Polster auch im zweiten Durchgang kontinuierlich aus – 23:10 und 28:15 hießen die Stationen zum vierten Saisonsieg.
„Die Situation, dass ständig so viele verletzt sind ist bei der hohen Belastung nicht einfach“, sagte Kapitänin Kudlacz-Gloc nach der Partie und wirkte noch erschöpft, von den vergangenen Wochen. Der nächsten Herausforderung am Samstag in der Champions League sieht sie trotzdem positiv entgegen: „Wir müssen einfach Spaß haben, sind fort sicher nicht der Favorit.“
 
Die Zeit bis zum nächsten Pflichtspiel fällt erneut kurz aus. Bereits am Donnerstagmorgen beginnt die Reise per Bus gen Budapest. Dort bestreitet der HCL am Sonnabend um 17 Uhr das dritte Spiel in der Gruppenphase der Königsklasse gegen den FTC Budapest. „Wir wollen einen Tag mehr Regenerationszeit vor Ort haben, deswegen fahren wir schon eher. Die Müdigkeit durch die Reisestrapazen haben wir in den letzten Spielen deutlich gespürt, deswegen verändern wir das“, erklärte Rentsch.

Anne Grimm

Statistik
HCL: Kramarczyk, Kurzke, Roth, Mazzucco 8, Einarsdottir 3, Kudlacz-Gloc 8/3, Bösch 1, Hubinger 2, Reimer 5, Minevskaja 4/1, Rode 2/1, Sturm, Reißberg
Celle: Pagel, Morf, Wahle, Verschuren 3, Kewitz 1, Laszlo 8/6, Heldmann 1, Ahrens 2, Wagenlader 1, Gräser, Lamp, Loest 3, Meijer
7-Meter: HCL: 5/5 Celle: 6/6
2-Minuten: HCL: 2 Celle: 5
Zuschauer: 1183

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