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HC Leipzig dominiert in der Champions League: 20 Tore Unterschied gegen Niederösterreich

HC Leipzig dominiert in der Champions League: 20 Tore Unterschied gegen Niederösterreich

Leipzig. Der HC Leipzig lässt auf heimischem Parkett derzeit nichts anbrennen. Am Freitag fertigte das Team von Trainer Norman Rentsch in der Königsklasse den schwachen Gegner Hypo Niederösterreich mit 42:22 (20:11) ab.

Der zweite Heimsieg innerhalb von fünf Tagen steigert die Chancen auf die nächste Runde in der Champions League enorm. Der HCL klettert über Nacht sogar auf den ersten Tabellenplatz der Gruppe A.

 

Saskia Lang und Alexandra Mazzucco waren mit jeweils neun Toren die besten Werferinnen. „Wir sind froh, dass wir die Heimspiele bisher gewinnen konnten. Das war auch unser Ziel. Aber es wäre falsch, nun schon nach der Hälfte der Gruppenphase eine Rechnung aufzustellen“, sagte Nationalspielerin Lang. Die zweite Topscorerin Mazzucco ergänzte: „Wir werden einfach weiter alles geben, um am Ende bestmöglich da zu stehen.“

 

Die Partie begann vor 2211 Zuschauern mit Nervosität und einigen technische Fehlern auf beiden Seiten, aber Leipzig bestrafte die des Gegners konsequenter: 3:0 die Führung. Gut, dass Saskia Lang trotz eines ausgekugelten Fingers am Mittwoch nur zwei Tage später auf die Zähne biss. Die Nationalspielerin sorgte mit zwei mutigen Aktionen für die Tore vier und fünf des HCL. „Es tut zwar weh, aber es ist nichts kaputt. Deshalb gab es auch keinen Grund, nicht zu spielen. Das es natürlich so gut lief, freut mich“, sagte die 27-Jährige.

 

Beim 7:2 nahm Hypo die erste Auszeit. Der Kader besitzt nicht mehr ganz den Glanz der vergangenen Jahre. In Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft 2013 stand ein Großteil der brasilianischen Nationalmannschaft samt Coach in Niederösterreich unter Vertrag. Das Konzept funktionierte: Brasilien holte den WM-Titel. Doch im Anschluss verließen sechs brasilianische Nationalspielerinnen sowie der Trainer das Team. Der neue Coach Ferenc Kovacs sagte: „Unser Gegner war heute hoch motiviert und sehr gut vorbereitet. Das Tempo außerdem enorm.“

 

Auch die HCL-Abwehr stand, wie schon im ersten Champions-League-Heimspiel gegen Krim, stabil. Darauf aufbauend erzielte Leipzig mit seinen Kontern die einfachen Tore. 15:6 der verdiente Lohn nach 20 Minuten. Gleich darauf folgte der erste zweistellige Vorsprung. Ausdruck des Leipziger Selbstbewusstseins waren die Art und Weise der Treffer. Drehwürfe, Zauberpässe, tolle Kombinationen. Hypo hatte an diesem Tag aber auch nicht die Klasse eines Teams in der Champions League.

 

Nach der Pause kassierte der HCL in Unterzahl zunächst drei Treffer am Stück. Doch viel mehr Gegenwehr kam von Hypo nicht. Karolina Kudlacz und Co. zogen das Tempo wieder an und agierten nach Belieben. Die weiteren Stationen des nie gefährdeten Erfolgs: 30:15 und 34:18. Rentsch wechselte in den letzten zehn Minuten noch fleißig durch. Trotzdem wurde die 40-Tore-Marke geknackt.

 

Nach drei von sechs Spielen in der Champions-League-Gruppenphase zieht Manager Kay-Sven Hähner folgendes Fazit: „Die Niederlage in Wolgograd war ein bisschen hoch. Aber was die Mädels heute und letzte Woche gegen Ljubljana gezeigt haben, war schon große Klasse.“  

 

Viel Zeit zum Erholen bleibt nicht. Bereits am Sonntag ist Bundesliga-Konkurrent Bad Wildungen in der Arena Leipzig zu Gast. Anpfiff gegen Bad Wildungen am Sonntag ist 15 Uhr. LVZ-Online überträgt die Partie per Livestream und im Liveticker.

 

HCL:

Kudlacz 6, Müller 6, Hertlein, Mazzucco 9, Visser 4, Schulze 4, Lang 9, Reimer, Hubinger 1, Ioneac 2, Roth, Schülke, Urbicht 1

Hypo:

Hajgato, Sanko - Belik, Dedic 1, Lerant, Goricanec, Budecevic, Musalem Araos 1, Wess 1, Mauler, Kaiser 3, Rotis-Nagy 2, Acimovic 8, Costa 2, Gomes da Rocha 4

Siebenmeter:

HCL: 6/6  Hypo: 3/2

Zeitstrafen:

HCL 2, Hypo 3

Zuschauer:

2211

Schiedsrichter:

Opava/Valek (CZE)

Anne Grimm

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