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HC Leipzig erst mit Mühe dann mit Jugend-Power zum Sieg gegen Koblenz

HC Leipzig erst mit Mühe dann mit Jugend-Power zum Sieg gegen Koblenz

Leipzig. Der HC Leipzig hat sich mit einem Erfolgserlebnis in die WM-Pause verabschiedet. Im elften Bundesligaspiel feierte die Mannschaft von Trainer Thomas Örneborg gegen die Vulkan-Ladies Koblenz Weibern den zehnten Sieg.

Nach einer schwachen ersten Halbzeit fiel das Ergebnis am Ende mit 33:27 (14:13) noch deutlich aus.

Schon vor der Partie gab es etwas zu feiern: Karl Wilsdorf, ältester HCL-Fan, ist am Mittwoch 92 Jahre alt geworden. Mannschaft und Zuschauer trällerten ihm ein Geburtstags-Ständchen, übergaben ihrem treusten Anhänger gelbe Rosen. „Ich kenne Karl jetzt schon sechseinhalb Jahre und freue mich sehr für ihn, dass er in dem Alter noch alle Heimspiele von uns miterleben kann“, sagte Natalie Augsburg und fügte hinzu: „Wir haben uns heute für ihn extra angestrengt.“

   

Zum Spiel: Nach zehn Minuten war der HCL erstmals auf drei Tore enteilt und führte 6:3. Dabei klappten die Anspiele an den Kreis besonders gut, sodass die junge Isa-Sophia Rösike in der ersten Viertelstunde schon viermal erfolgreich war. Doch die Vulkan-Ladies ließen nicht locker und fanden immer wieder Lücken in der Leipziger Abwehr. Bis auf 11:9 kamen die Gäste nach 20 Minuten heran. Kurz darauf stand es sogar 13:12. Doch zur Führung reichte es für Koblenz/Weibern nie. „Ich hatte heute immer das Gefühl, dass es gut ausgeht. Aber besonders zufrieden bin ich mit der Leistung meiner Mannschaft nicht. Wir haben zu viele Fehler gemacht“, sagte Örneborg.

In Halbzeit zwei kam die Zeit von Nachwuchstorhüterin Nicole Roth: Die 17-Jährige glänzte mit tollen Reaktionen – dadurch konnte der HCL auf 16:13 und 18:14 davonziehen. Leipzig wurde nun seiner Favoritenrolle trotz sechs verletzter Stammkräfte gerecht. Vor allem die jungen Talente überzeugten, wie schon im vergangenen Bundesliga-Heimspiel gegen Metzingen. Nicole Lederer traf gleich zweimal in Folge aus dem Rückraum und erhöhte in der 46. Minute auf 23:17.

 

Die Leipzigerinnen ließen nichts mehr anbrennen und festigten mit dem Sieg ihren zweiten Tabellenplatz hinter Spitzenreiter und Erzrivale Thüringer HC. „Wir haben trotz unserer vielen Ausfälle zumindest in der Bundesliga Schadensbegrenzung betrieben und sind einen Punkt hinter dem THC“, sagte Örneborg mit Blick auf die abgeschlossene Hinrunde. Er sei vor allem froh, wenn im Januar alle Verletzten wieder zurück sind. Um den Kopf frei zu bekommen, fährt der Däne nun fünf Tage zum Kurzurlaub in die Heimat. Während sechs Leipziger Nationalspielerinnen vom 7. bis 22. Dezember  die WM in Serbien bestreiten, trainiert Örneborg mit den verbliebenen fünf bis sechs Spielerinnen und den Nachwuchstalenten für eine erfolgreiche Rückrunde.    

 

Statistik:

 

HCL:

Herrmann, Roth, Mazzucco 3, Bont 1, Kudlacz 4, Lang 3, Szwed Örneborg 4/1, Urbicht , Sturm 3, Rösike 5, Reimer , Majer, Augsburg 8, Lederer 2

 

Koblenz:

Grob, Zec, Atanasoska 2, Klingenberg 1, Varga, Thomas 2, Thorgeirsdottir 4, Kinlend 3, Prak 5, Schenk 1, Frank 2, Huber 6, Vollebregt 1, Jaszczuk

Siebenmeter:

HCL: 4/6 Koblenz: 3/4

 

 

Zuschauer:

1588

Anne Grimm

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