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HC Leipzig feiert ersten Bundesligasieg: Vier-Tore-Vorsprung gegen Blomberg

Heimspiel HC Leipzig feiert ersten Bundesligasieg: Vier-Tore-Vorsprung gegen Blomberg

Die Handballerinnen des HC Leipzig haben nach dem verpatzten Bundesliga-Auftakt beim Aufsteiger Neckarsulm für Wiedergutmachung vor den eigenen Fans gesorgt. Mit vier Toren Vorsprung gewannen die Damen von Trainer Norman Rentsch gegen die HSG Blomberg-Lippe.

HCL-Neuzugang Hildigunnur Einarsdóttir jubelt nach einem Treffer. Die Leipziger gewannen in der heimischen Arena gegen die HSG Blomberg-Lippe.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Knapp vier Monate nach dem Pokalsieg in der Arena war es endlich soweit: Der HC Leipzig trat am Sonntag erstmals wieder vor heimischem Publikum an. Das Team von Trainer Norman Rentsch holte gegen die HSG Blomberg-Lippe einen 38:34 (23:18)-Sieg, mit dem allerdings niemand so richtig zufrieden war. „Wir können froh sein, die zwei Punkte zu haben“, sagte Saskia Lang, die mit 13 Treffern zur besten Torschützin avancierte. Die Nationalspielerin kritisierte: „Wir müssen an unserer Einstellung und Aggressivität in der Abwehr trainieren. Bald kommt die Champions League, da kassieren wir sonst 50 Tore.“ Zum dritten Mal in Folge, inklusive dem Finale in der Qualifikation für die Königsklasse, musste der HCL mehr als 30 Gegentreffer hinnehmen. Immerhin zeigte Leipzig im Angriff viel Flexibilität.

Im Heimspiel gegen die HSG Blomberg-Lippe hat der HC Leipzig am Sonntag den Sieg davon getragen. Nachdem die Gäste zunächst besser ins Spiel kamen, drehte der Pokalsieger die Partie noch und ließ die Blau-Weißen nicht mehr herankommen. (Bilder: Christian Modla)

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Die Fans mussten keine 30 Sekunden warten, da versenkte Luisa Schulze vom Kreis die 1:0-Führung. Doch dann fing es an, wie es in Neckarsulm aufgehört hatte. Die Gastgeberinnen scheiterten dreimal in Folge an Blombergs Torhüterin Anna Monz und kassierten postwendend drei Treffer zum 1:3. Beim 5:4 war der HCL dank einem Doppelpack von Lang zurück in der Spur – Blombergs Coach Andre Fuhr reagierte mit der ersten Auszeit. Die Leipziger Abwehr blieb löchrig und ließ Nationalkeeperin Katja Kramarczyk zu oft im Stich. Beim 7:10-Rückstand bat Rentsch sein Team zur Aussprache.

Kudlacz-Gloc und Lang drehen auf 

Der HCL-Coach brachte nun fast durchgängig eine siebente Feldspielerin im Angriff zum Einsatz. „Damit hatten wir richtig Probleme“, gab HSG-Coach Andre Fuhr zu Protokoll. Auch die zwei Neuzugänge, Hildigunnur Einarsdottir und Tamara Bösch bekamen jede Menge Spielanteile. Die Umstellungen halfen. Bis zum 15:15 blieb es eng, dann drehte vor allem Kudlacz-Gloc so richtig auf, erzielte innerhalb von fünf Minuten vier Tore. Der Halbzeitstand wäre in anderen Partien ein Endstand gewesen – die Abwehrleistung ließ auf beiden Seiten zu wünschen übrig.
 
Mit einem Doppelpack der Kapitänin begann auch der zweite Durchgang. Zudem glänzte Nele Kurzke im HCL-Kasten mit einigen schönen Paraden – das 26:19 war der verdiente Lohn. Doch die Gäste steckten nicht auf und kämpften sich nach einer Dreiviertelstunde wieder auf 29:26 heran.
 
Es blieb bis zur 56. Minute und dem 36:33 spannend. Dann hatte Kämpfernatur Lang die Nase voll und sorgte mit drei Treffern in Folge für den ersten Bundesligasieg. „Ich bin zufrieden damit, dass wir unseren Zuschauern ein temporeiches Spiel zeigen konnten“, sagte Coach Rentsch, der aber noch jede Menge Luft nach oben bei der Defensivarbeit sah.
 Statistik

HCL: Kramarczyk, Kurzke 1, Mazzucco 1, Einarsdottir 1, Schulze 4/1, Kudlacz-Gloc 10/1, Bösch 2, Hubinger 3, Lang 13, Reimer, Minevskaja 3, Sturm, Rode, Weise
HSG: Monz, Veith, da Silva Vieira 10/4, Rüffieux 4, Klaunig 3, Pavlovic 3, Pichlmeier, Gera 2, Großheim 4, Mitrovic 1, Stolle 7, Huber, Cardoso de Castro

2-Minuten: HCL: 6 HSG: 2
7-Meter: HCL: 4/2 HSG: 4/4

Zuschauer: 1779

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