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HC Leipzig gratuliert Thüringer HC zum fünften Meistertitel

Handball-Frauen HC Leipzig gratuliert Thüringer HC zum fünften Meistertitel

Obwohl durch zahlreiche Verletzungen geschwächt, zeigte der seit Wochen zwangsweise verjüngte HC Leipzig am Samstag ein überraschend starkes Spiel in Erfurt. Kurz schien sogar die Meisterschaft des Thürnger HC’s zu wackeln.

Mit einer kämpferischen Leistung hat sich der HC Leipzig gegen den Thüringer HC aus der Saison verabschiedet.

Quelle: Sebastian Brauner

Leipzig. Die Handballerinnen vom HC Leipzig haben ihr letztes Saisonspiel beim Erzrivalen Thüringer HC mit 25:35 (13:14) verloren. Trotz ihres durch die vielen Verletzungen stark ausgedünnten Kaders zeigten die Leipzigerinnen besonders in der ersten Hälfte eine überraschend starke Leistung. Beinahe zehn Minuten lang rückte die fünfte Meisterschaft der Thüringerinnen in die Ferne.

Ohne richtige ernsthafte Aussichten auf den Sieg waren die durch das Verletzungspech dezimierten Leipzigerinnen zum letzten Spiel der Saison nach Bad Langensalza gereist. Zuletzt hatte sich noch Rückraum-Juniorin Anna-Lena Plate im Training einen Bänderriss zugezogen.

Doch nach dem Anwurf in der mit 1100 Zuschauern ausverkaufte Salza-Halle ging dann plötzlich alles ganz schnell. In der zweiten Minute wurde Luisa Schulze am Kreis angespielt, kämpfte sich stark durch und brachte Leipzig 1:0 in Führung. Dann fielen die Tore im Sekundentakt, nach fünf Minuten stand es 3:3.

Kurz darauf setzte sich Michelle Urbicht auf Rechtsaußen durch und erzielt die 4:3 Führung. Der Gegenangriff endete am Pfosten. Bis zur 10. Spielminute hatten sie die Gäste auch durch eine überragende Nationaltorhüterin Katja Schülke auf 7:3 abgesetzt. Der Thüringerinnen agierten nervös. Trainer Herbert Müller nahm die erste Auszeit, um sein Team taktisch und spielerisch neu auszurichten.

Die Ansprache zeigte Wirkung: Bis zur 14. Minute kämpften sie sich wieder heran, machten Tempo, um Lücken zu erzwingen. Dann traf Svenja Huber von Rechtsaußen. Sechs Minuten später traf Franziska Mietzner zum 9:9 Ausgleich.

Letztes Saisonspiel des HC Leipzig gegen Thüringer HC

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Wenig später erhöhte Lydia Jakubisova zum 10:9, der ersten Führung für den THC. Doch die Leipzigerinnen blieben dran. Kurz vor der Pause hatte Anne Hubinger durch einen Freiwurf noch die Chance zum Ausgleich, warf jedoch knapp über das Tor. 13:14 hieß aus Leipziger Sicht der Halbzeitstand.

Nach dem erneuten Anwurf ließen die Thüringerinnen dann aber nichts mehr anbrennen. Innerhalb von vier Minuten hatten sie sich mit dem 18:13 einen komfortablen Vorsprung erarbeitet, den sie nicht mehr aus der Hand gaben. Die Stationen lauteten 20:14, 22:16, 23:18, und 25:20. Der Titel war sicher. „Ein gutes Gefühl, die fünfte Meisterschaft fühlt sich so gut an wie die der erste Titel. Wir sind überglücklich. Nach dem Rückschlag im DHB-Pokal haben wir den wichtigsten Titel der Saison geholt. Die Meisterschaft spiegelt die Arbeit eines ganzen Jahres wieder“, sagte der 53-jährige THC Erfolgscoach Müller.

In der Schlussphase erhöhten die Gastgeberinnen noch einmal das Tempo und zogen bis zum Ende schließlich auf zehn Tore davon. „Es gibt sicher schönere Situationen, als zur Meisterschaft zu gratulieren, über die lange Saison hinweg ist es aber verdient“, gratulierte HCL-Manager Kay-Sven Hähner, der dem THC in der Vorwoche noch dankbar war. Denn dank des THC-Sieges im DHB-Pokal-Spiel um Platz drei spielen die Leipzigerinnen auch kommende Saison auf internationaler Bühne.

Abschiedstränen gab es auch reichlich: Nationalspielerin Nadja Nadgornaja, die in den letzten Minuten bitterlich weinte, Franziska Mietzner, Julia Snopowa und Martine Smeets verlasen den THC. Zudem wurde Petra Popluharova verabschiedet.

Die Lebensgefährtin von Cheftrainer Müller beendet wegen der Betreuung des gemeinsamen Kindes ihre sportliche Laufbahn.

chg/agri (mit dpa)

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