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HC Leipzig holt nach hartem Kampf 28:28 gegen Bietigheim

Handball-Frauen HC Leipzig holt nach hartem Kampf 28:28 gegen Bietigheim

Was für eine spannende Partie: In einem hochumkämpften Spiel haben sich der HC Leipzig und die SG BBM Bietigheim am Samstagabend 28:28 unentschieden getrennt.

Quelle: Sebastian Brauner

Leipzig. Die Gastgeberinnen eröffneten die Partie mit dem ersten Treffer in der ersten Minute. Luisa Schulze glich für den HCL nach einem Anspiel an den Kreis direkt wieder aus. Beide Teams reagierten nun mit harter Abwehr. Zunächst kam wieder Bietigheim in Führung, doch Leipzig glich erneut aus. Bis zur 8. Minute stand es 3:3.

Nach einer Zeitstrafe gegen Shania Minevskaja stand der HCL zwar in Unterzahl auf der Platte, ließ sich den Nachteil aber keineswegs anmerken. Trainer Norman Rentsch schickte Karolina Kudlacz-Gloc in den Angriff. Aus dem Rückraum erzielte Saskia Lang in der 9. die kurzzeitige 4:3 Führung.

Die Partie blieb hitzig: Beim 6:6 in der 14. Minute bekam Schulze einen Schlag auf die Hand und musste behandelt werden, konnte allerdings weiterspielen und glich nach einem weiteren Treffer der SG BBM zum 7:7 aus.

Minute 21, die erste Hälfte war zu zwei Dritteln rum, als die Ex-Leipzigerin Maura Visser eine Zeitstrafe provozieren wollte, der Schiedsrichter aber nur auf Freiwurf entschied. Timeout Bietigheim. Der HCL im Anschluss wieder ein Tick stärker, Kapitänin Kudlacz-Gloc warf ihr Team mit dem 10:9 und 11:10 zwei Mal in Führung.

Die trickreichen Bietigheimerinnen ließen sich aber nicht abschütteln und waren in der 29. Minute zwei Tore vorn. Nach einem Anschlusstreffer von Anne Hubinger ging es 13:14 aus Leipziger Sicht in die Pause. Ärgerlich: Paule Baudouin traf Leipzigs Torhüterin Katja Kramarczyk mit dem Ball im Gesicht.

In der zweiten Halbzeit zunächst das gleiche Bild: Eine äußerst kämpferische Begegnung zweier ebenbürtiger Teams. Der HCL spielte riskant. Nach dem 15:15 in der 33. Minute kassierte zunächst Luisa Schule eine Zeitstrafe. Als dann rund eineinhalb Minuten später auch Hubinger von der Platte musste, standen nur noch vier Leipzigerinnen sechs Bietigheimerinnen gegenüber. Die nutzten ihre Überzahl und setzten sich auf 18:15 ab.

Die Gastgeberinnen spielten weiter robust, erhielten für einen Schlag gegen Kudlacz-Gloc dann auch eine Zeitstrafe. Nach kurzer Behandlung spielte die Kapitänin weiter, traf zunächst zum 16:18. Wieder wurde sie unfair angegangen und musste nochmal behandelt werden. Die Unparteiischen verhängten weitere zwei Minuten gegen Bietigheim, die nun der HCL nutzte. In der 42. folgte der erneute Ausgleich durch Saskia Lang, es stand 19:19.

Bietigheim blieb gefährlich: Zunächst setzte sich Jaqueline Anastacio mit Schwung gegen die Leipziger Abwehr durch, dann war Baudouin bei einem Siebenmeter erfolgreich und die Gastgeberinnen in der 45. Minute wieder mit 22:20 vorn. Das Spiel ging weiter hin und her, fünf Minuten später stand es 23:23.

Rentsch nahm erneut eine Auszeit. Die Atmosphäre wurde zunehmend giftig in der Halle, auch weil Visser aus Sicht des HCLs weiter unsportlich gegen ihre früheren Teamkolleginnen vorging, was zunächst aber nicht von den Schiedsrichtern bemerkt wurde. Fünf Minuten vor Schluss waren die Gastgeberinnen erneut zwei Tore vorn. Wieder kämpfte Kudlacz-Gloc ihr Team heran. Nach einem Fehlwurf auf Bietigheimer Seite erzielte Helena Hertlein in der 58. Minute die 28:27 Führung für Leipzig. Dann ließ sie sich allerdings zu einem Foul hinreißen. Baudouin verwandelte den anschließenden Strafwurf zum 28:28 Endstand.

Mit dem Remis rutscht der HCL auf den dritten Tabellenplatz und steht sechs Spieltage vor Saisonende zwei Punkte hinter dem Spitzenreiter TuS Metzingen. Für die Leipzigerinnen war Kapitän Karolina Kudlacz-Gloc mit sieben Treffern erfolgreichste Torschützin. Beim Gastgeber traf Paule Baudouin zehnmal.

chg (mit dpa)

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