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HC Leipzig kassiert erste Niederlage und büßt Tabellenführung ein

Schwache zweite Hälfte HC Leipzig kassiert erste Niederlage und büßt Tabellenführung ein

Gegen drei ehemalige Spielerinnen und Ex-Coach Martin Albertsen zeigte sich der HCL im Duell mit Bietigheim zunächst von seiner starken Seite, brach aber in der zweiten Halbzeit ein und musste die erste Pleite der Saison hinnehmen.

Quelle: Sebastian Brauner

Leipzig. Beim Wiedersehenstreffen feierten am Ende die Gäste: Im Duell mit der SG BBM Bietigheim und gegen die drei ehemaligen Spielerinnen Maura Visser, Susann Müller und Nina Wörz sowie Ex-Coach Martin Albertsen kassierte der HC Leipzig am Mittwochabend eine 27:30 (18:13)-Pleite. Vor 2391 Zuschauern war der Gastgeber in der ersten Halbzeit überlegen, brach aber nach der Pause ein und musste die erste Niederlage der Saison einstecken. „Eine Niederlage schmerzt immer. Aber vor allem gefällt mir nicht, dass wir so einen hohen Vorsprung noch aus der Hand geben. Da müssen wir in Zukunft mehr Killerinstinkt entwickeln“, sagte HCL-Coach Norman Rentsch.
 
Beide Teams liefen von Beginn an heiß: Hohes Tempo und viel Aggressivität prägten die Partie. Bis zum 4:2 erarbeitet sich der HCL den ersten kleinen Vorsprung. Leipzig nahm Linkshänderin und Rückraumass Müller in die kurze Deckung und damit aus dem Angriff der SG BBM. „Wir haben heute überragenden Tempohandball gesehen“, sagte Bietigheims Coach Albertsen.
 
Bereits in der elften Minute sah Angela Malestein nach einem Foul an Saskia Lang die Rote Karte. Die Nicklichkeiten auf dem Feld ließen nicht nach, vor allem Kudlacz-Gloc und Lang mussten viel einstecken. Doch der Gastgeber ließ sich nicht beeindrucken und agierte mit vier Rückraumkräften stets gefährlich: 12:6.

Nach einer starken ersten Halbzeit des HCL konnte sich Bietigheim im zweiten Durchgang nochmals rankämpfen und letztlich gewinnen. (Bilder Sebastian Brauner)

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Die sechs deutschen Nationalspielerinnen des HCL zeigten vor den Augen von Bundestrainer Jakob Vestergaard und fünf Wochen vor der WM eine starke Leistung. Bietigheim versuchte es mit verschiedensten Deckungsvarianten, aber Leipzig fand immer wieder die richtigen Lücken – 15:9. Ende der ersten Halbzeit gesellte sich auch RB-Coach Ralf Rangnick unters Publikum und sah, wie die Blau-Gelben ihr erstes, kleines Tief der Partie gut überstanden.
 
Doch Bietigheim kam wacher aus der Kabine und nutze eine doppelte Überzahl, um auf 18:17 heran zu kommen. Rentsch nahm nach nur dreieinhalb Minuten die Auszeit. Die Treffsicherheit war dem HCL abhandengekommen, während die Gäste Keeperin Katja Kramarczyk ein ums andere Mal überwinden konnten und zum 20:20 ausglichen. „Wir wussten was da für Qualität auf uns zukommt, aber haben in der zweiten Halbzeit alles falsch gemacht, was wir in der ersten Halbzeit richtig gemacht haben“, ärgerte sich Saskia Lang.
 
Nun wurde es spannend: Neun Minuten vor Schluss lag Leipzig mit zwei Treffern zurück. Doch dem HCL versagten mehrfach die Nerven. Es reichte nicht, um das Ruder noch herum zu reißen. „Wir haben die einfachen Tore nicht mehr gemacht“, kritisierte Rentsch. Maura Visser strahlte hingegen an ihrer alten Wirkungsstätte: „Wir haben einfach an uns geglaubt. Außerdem haben wir viel Erfahrung in der Mannschaft. Wieder hier zu sein, war schon komisch, aber in der Atmosphäre spiele ich immer gerne“, sagte die Niederländerin, die sich vergangenes Jahr im November nicht im Guten vom HCL getrennt hatte.
 
Die englische Woche endet am Samstag mit der Auswärtspartie beim starken Aufsteiger Borussia Dortmund. Dort gibt es mit Kreisläuferin Anne Müller bereits das nächste Wiedersehen für den HCL.
 
Statistik:

HCL: Kramarczyk, Kurzke, Roth, Mazzucco 2, Peter, Hertlein , Schulze 2, Kludlacz-Gloc 5, Hubinger 4, Lang 7, Reimer, Minevskaja 7, Reißberg, Urbicht

SG BBM: Roch, Wester, Diniz, Visser 4, Lauenroth 1, Wörz 9, Smeets 1, Baudouin 3, Baun Eriksen, Hundahl 3, Müller 8, Jurgutyte, Malestein 1

7-Meter: HCL: 8/6 SG BBM: 3/2
Zuschauer: 2391

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