Startseite LVZ
Volltextsuche über das Angebot:

HC Leipzig
Google+ Instagram YouTube
HC Leipzig schlägt Sindelfingen knapp und zieht ins Meisterschafts-Halbfinale ein

HC Leipzig schlägt Sindelfingen knapp und zieht ins Meisterschafts-Halbfinale ein

Leipzig. Die Handballerinnen des HC Leipzig haben am Sonntag in einem packenden Endspurt das Meisterschafts-Halbfinale erreicht. Ohne die verletzte Rückraumspielerin Karolina Kudlacz, die immer noch mit Achillessehnenproblemen zu kämpfen hat, holte der Titelverteidiger in der zweiten Halbzeit einen Rückstand von sechs Toren auf und gewann im Viertelfinal-Rückspiel gegen den VfL Sindelfingen mit 30:28 (13:14).

Vor 2329 Zuschauern in der Arena Leipzig war Ania Rösler mit elf Toren maßgebend am Erfolg des HCL beteiligt. Aufseiten der Gäste war erneut Marielle Bohm die beste Werferin. „Es war genauso schwierig wie ich es vor dem Spiel erwartet habe. Sindelfingen ist eine sehr erfahrene Mannschaft, die verdient geführt hat", analysiert HCL-Trainer Heine Jensen, der aber trotz des Rückstandes von sechs Toren immer an ein Weiterkommen geglaubt hat: „Ich wusste, dass wir in der Situation den Schalter umlegen müssen - was die Mannschaft auch geschafft hat. Wir haben das Tempo hoch gehalten und besser gedeckt als zuvor." Besonders gefreut habe es ihn, dass „wir immer eine Antwort parat hatten, sobald Sindelfingen offensiver gedeckt hat". Sindelfingens Trainer Dago Leukefeld war ob der vergebenen Chance, den Titelverteidiger aus den Play-Offs zu verdrängen, keineswegs enttäuscht: „Es ist alles so gelaufen wie geplant. Ich mache meiner Mannschaft keinen Vorwurf, dass es nicht geklappt hat." Besonders in der ersten Halbzeit spielten beide Teams in einer temporeichen Partie auf Augenhöhe. Deshalb gelang es auch keiner Mannschaft, sich entscheidend abzusetzen, was allerdings auch an den Abwehrreihen lag. Denn im Gegensatz zum Hinspiel, in dem die Abwehrreihen die Begegnung dominierten, kamen am Sonntag die Spielerinnen zu häufig zu leichten Toren. Gerade zu Beginn der Partie war das Rückzugsverhalten der Leipziger nur ungenügend, sodass Sindelfingen verworfenen Bälle sofort mit Kontertoren bestrafte. Im Gegenzug waren es Ania Rösler und Maike Daniels, die den HCL mit ihren Toren im Spiel hielten. Erst in der 16. Minute schaffte es Sindelfingen erstmals einen Vorsprung von zwei Toren (9:7) herauszuspielen - bedingt durch unkonzentrierte Abschlüsse der Leipziger. Darüber hinaus schaffte es die Mannschaft von Trainer Heine Jensen nicht, Marielle Bohm in den Griff zu bekommen. Bereits in Sindelfingen war die Rückraumschützin mit neun Toren beste Werferin der Gäste. Lediglich der stark haltenden Katja Schülke im Tor war es zu verdanken, dass Leipzig nicht weiter in Rückstand geriet. Unter anderem hielt die 27-Jährige in der 25. Minute beim Stand von 8:10 gleich zwei Konter. Allerdings glänzte auch ihr Pendant auf der gegnerischen Seite, Ronja Gabrowski, mit zahlreichen Paraden. Beide Keeper kamen allein in den ersten 30 Minuten auf über 40 Prozent. Nach dem Seitenwechsel fanden die Gäste schneller in die Partie, bauten ihren Vorsprung bis zur 38. Minute auf 21:15 aus. Schaffte es Leipzig den Ausfall von Kudlacz in der ersten Halbzeit noch zu kompensieren, wirkten die Spielerinnen in der zweiten Hälfte im Angriff über weite Strecken druck- und ideenlos. Angriffe wurden zu überhastet abgeschlossen und auch in der Defensive fand der HCL nicht zu gewohnter Stärke. „Wir haben nicht auf dem Niveau gespielt was wir leisten können", kritisiert Jensen. Und auch Anne Ulbricht bestätigt: „Wir sind teilweise immer einen Schritt zu spät rausgetreten. Wenn sie unbedrängt werfen konnten, waren die Würfe drin." Dagegen hätte die Mannschaft besonders in der kritischen Phase „diszipliniert gespielt und das Konzept gut eingehalten. Deswegen konnten wir Ania Rösler gut in Position bringen." Denn die stark auftrumpfende Rückraumspielerin brachte die Leipzigerinnen bis zur 50. Minute mit ihren bis dahin sieben Toren in Halbzeit zwei zurück in die Erfolgsspur, weshalb die Gastgeberinnen kurz vor Schluss auf 28:28 ausgleichen konnten und sich dann mit zwei Toren in Folge den Sieg sicherten. Ania Rösler war sich in der Phase ob ihrer wichtigen Position im Team bewusst: „Wenn ich als erfahrene Spielerin in Hektik verfalle, ist das nicht gut. Deshalb habe ich versucht das auszuschalten", sagt sie.

HCL:

Schülke, Plöger - Lyksborg (4), Augsburg (2), Daniels (3), Hellriegel, Eriksson (3), Schulze, Rösler (11/2), Müller (4), Kiedrowski, Haugen, Ulbricht (3).

VfL:

Kuhlmann, Grabowski - Härdter (1), Fischer, Engel, Bohm (9/1), Breidert, Deen (5), Kuhlmann, Gabrowksi, Meier (4/1), Baumbach (4), Rösler (2), Großmann (3), Cartarius, Ackermann.

Zuschauer:

2329

Anne Kunze

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Spielberichte