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HC Leipzig spielt Celle an die Wand – Maura Visser muss verletzt von der Platte

HC Leipzig spielt Celle an die Wand – Maura Visser muss verletzt von der Platte

Im Auswärtsspiel gegen die SVG Celle haben die Handballerinnen des HC Leipzig die Gastgeber regelrecht vorgeführt. Die Partie am Mittwochabend endete mit 18:27 (8:12).

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Helena Hertlein (rechts) vom HC Leipzig setzt zum Wurf gegen SVG Celle an.

Quelle: Sebastian Brauner

Leipzig. Damit scheint das Team um Trainer Norman Rentsch die empfindliche Niederlage vom Samstag in Wolgograd gut verarbeitet zu haben. „Es war ein erwarteter Sieg“, relativierte HCL-Manager Kay-Sven Hähner nach dem Spiel. „Aber die Antwort auf die Niederlage vom vergangenen Wochenende, die muss am Sonntag kommen.“

Zwar erzielten die Gastgeber aus Niedersachsen nach 36 Sekunden den ersten Treffer, doch Helena Hertlein konnte rasch ausgleichen. Die Linksaußen-Spielerin legte gleich nach und erzielte auch den zweiten Ausgleich. Maura Visser machte dann in der 6. Minute die erste Führung für den HCL klar. Noch einmal konnte die SVG gleichziehen, doch nach Treffern durch Alexandra Mazzucco und Luisa Schulze gaben die Leipzigerinnen in der Folge die Führung nicht mehr her.

Trotzdem lief es für den HCL nicht ganz rund. Einige der Spielerinnen rutschten in der schnell geführten Partie auf dem sehr glatten Boden gefährlich weg. Auch beim Abschluss fehlte bisweilen die nötige Präzision, das nötige Glück: Pfosten und Querlatte standen immer wieder zwischen Ball und Netz. In der mit 1000 Plätzen ausverkauften Halle war das Tor den Gästen nicht wohl gesonnen (insgesamt sechs Mal stellte sich das Tor dazwischen). In der 17. Minute musste dann noch Maura Visser nach einem Schlag auf den Solarplexus (am Übergang vom Brustkorb zur Magengrube) ausgewechselt werden. Das Trainer-Team nutzte die Chance, Visser, die auch leichte Knieprobleme hat, für die kommenden Wochen zu schonen.

Auf der Platte konnte unterdessen eine aufmerksame HCL-Abwehr in den letzten Minuten des ersten Durchgangs immer wieder den Ball erobern. Auch vorn ging immer mehr zusammen. Die Leipziger Mädels hatten sich auf den glatten Boden eingestellt. Zwar konnte Celle zwischenzeitlich verkürzen, aber mit einem Zwischenstand von 8:12 Toren ging es in die Pause.

Karolina Kudlacz ganz stark

Nach dem Wiederanpfiff traf zwar erneut Celle zum ersten Tor, doch Karolina Kudlacz und Luisa Schulze hielten die Hausherren auf Distanz. Näher als vier Treffer kamen die Spielerinnen der SVG nicht heran.

Eine Viertelstunde vor Schluss bat HCL-Chefcoach Rentsch zur Auszeit. Was auch immer er im Detail gesagt hat, mit noch mehr Schwung als zuvor ging sein Team zu Werke. Lang, Kudlacz und zwei Mal Schulze bauten in kurzer Folge den Vorsprung auf sieben Tore aus. Da fiel auch ein verworfener Siebenmeter (Kudlacz) in der 52. Minute nicht mehr deutlich ins Gewicht. Die Kapitänin revanchierte sich kurz darauf mit ihrem sechsten Treffer des Tages. Celle gelang es unterdessen nur noch, hinhaltenden Widerstand zu leisten. Kudlacz verwandelte noch einen Siebenmeter zu ihrem siebenten Treffer. Kurz vor Abpfiff fing sie sich sogar noch eine Zeitstrafe ein. Doch der Sieg war dem HCL nicht mehr zu nehmen: 18:27 für die Leipzigerinnen.

Für die Spielerinnen des HCL geht es ohne Schonung weiter: Schon am Sonntag steht das nächste Spiel an. In der Arena Leipzig steht ab 14.30 Uhr die Championsleague-Partie gegen RK Krim Mercator an. Am darauffolgenden Freitag steht der Sieben von Norman Rentsch Hypo Niederösterreich zum nächsten CL-Spiel ins Haus (14.30 Uhr). Und am Sonntag reisen die Liga-Konkurentinnen aus Bad Wildungen nach Leipzig: Angepfiffen wird um 15 Uhr. Doch noch stehen die Leipzigerinnen ganz zu Beginn von fünf Englischen Wochen hintereinander. „Das ist für uns nichts Neues. Wir kennen das; da fangen wir nicht an zu jammern“, so Manager Hähner. "Aber fragen Sie mich in vier Wochen nochmal."

Johannes Angermann

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