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HC Leipzig stimmt sich mit hohem Sieg auf schweren Januar ein

Handball-Bundesliga HC Leipzig stimmt sich mit hohem Sieg auf schweren Januar ein

Warmwerfen für den Marathon-Januar: Der HC Leipzig hat am Mittwoch in der Handball-Bundesliga gegen Aufsteiger SGH Rosengarten-Buchholz einen ungefährdeten 34:19 (16:9)-Sieg eingefahren. Beste Leipziger Werferin war Luisa Schulze mit sieben Treffern.

Luisa Schulze zeigte sich gegen die SGH Rosengarten-Buchholz in Wurflaune.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Wo steht der HCL nach der WM-Pause? Mehr als eine Standortbestimmung war diese Partie gegen den Aufsteiger aus Niedersachsen vor 2697 Zuschauer nicht. Die Gäste konnten dem Team von Trainer Norman Rentsch in keiner Phase des Spiels gefährlich werden und bleiben damit weiter ohne Saisonsieg. "Wir haben uns nicht speziell auf Rosengarten vorbereitet, wollten vor allem rotieren und gut durchstarten", sagte der Trainer. Ein Trainingsspiel sei es für ihn aber nicht gewesen.

Der HCL dominierte von Beginn an. Vor allem Luisa Schulze und Michelle Urbicht zeigten sich in Wurflaune und erzielten sieben der ersten elf Leipziger Tore. Bereits beim 9:3 in der 13. Minute drohte die Partie, für Rosengarten zu einem Debakel zu kippen. Die SGH behielt aber die Nerven und kämpfte sich noch einmal auf 9:6 heran. Mehr war aber nicht drin. Rosengarten fand wenig Lösungen gegen die HCL-Abwehr oder scheiterte immer wieder an Katja Kramarczyk.

Zum Abschluss des Jahres hatte der HC Leipzig am Mittwoch (30.12.2015) die SGH Rosengarten/Buchholz zu Gast. Das Team von Trainer Norman Rentsch ging als klarer Sieger vom Parkett. Fotos: Christian Modla

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Einziges Manko bei den Leipzigerinnen, die auf Franziska Mietzner wegen einer Angina verzichten mussten, war allerdings die Chancenverwertung. Allein in der ersten Halbzeit landeten fünf Bälle an Pfosten oder Latte. Im Überzahlspiel blieb der Favorit in dieser Phase zudem ohne Torerfolg. "Wir wollten unsere Kräfte verteilen, gewinnen und keine Verletzungen einstecken", sagte HCL-Manager Kay-Sven Hähner. Ein Tor mehr oder weniger sei nicht entscheidend gewesen.

Zweite Hälfte, gleiches Spiel. Rentsch gab nun Nele Kurzke im Tor eine Chance und die 20-Jährige knüpfte mit gleich drei Paraden infolge nahtlos an die Leistung von Kapitän Kramarczyk an. Später durfte auch noch Nicole Roth in den Kasten. Der HCL nutzte seinen Gelegenheiten jetzt konsequenter und setzte sich Treffer für Treffer ab. Der Coach hatte mit einer sicheren Zehn-Tore-Führung im Rücken auch Gelegenheit für taktische Experimente. So nahm Rentsch mehrfach Kurzke aus dem Kasten und brachte Saskia Lang, die mit einem Nasenbeinbruch ohne einen beim Handball verbotenen Gesichtsschutz spielen musste, als siebente Feldspielerin aus Parkett. "Es darf keiner an meine Nase kommen, dann geht es", so Lang.

In der Schlussphase ergaben sich die Gäste und der HCL besserte sein Torkonto weiter auf. Trotz ihrer Quote war Luisa Schulze nicht ganz zufrieden. "Wir hätten heute 40 Tore werfen müssen", sagte sie. Das hätte ihr Team auch näher an den Tabellenführer Thüringer HC herangebracht, dessen Tordifferenz aktuell um 23 Zähler besser ausfällt als die der punktgleichen Leipzigerinnen auf Rang zwei.

Jetzt bleiben der Mannschaft nur zwei Tage zur Erholung. Am 2. Januar geht es auswärts bei Blomberg-Lippe weiter, das erste von acht Spielen in einem Monat. Der nächste Gegner gewann am Mittwoch überraschend mit 32:29 in Buxtehude. "Die werden gegen uns auch nicht die Tür aufmachen und sagen: Nehmt den Sieg mit", richtet sich Hähner schon auf ein heißes Duell am Sonnabend ein.

Von Matthias Roth

Statistik

HC Leipzig: Kramarczyk, Kurzke, Roth - Mazzucco 3, Hertlein 6, Schulze 7, Kudlac-Gloc 3/2, Hubinger 1, Lang 4, Diehl 2, Reimer, Minevskaja 5/3, Reißberg, Urbicht 3

SGH Rosengarten-Buchholz: Vogel, Louwers, Knust - Limberg, Naleschinski, Lamp 3, Meijer 1, Schult 4, Kaiser 6, Prior 5, Despodovska, Winter, Nentwich

Siebenmeter: HCL 6/5, SGH: 2/0

Zeitstrafen: beide je 6 Minuten

Zuschauer: 2697

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