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HC Leipzig vergibt Remis im Derby beim THC in letzter Sekunde

Meister gegen Pokalsieger HC Leipzig vergibt Remis im Derby beim THC in letzter Sekunde

Im Derby Thüringer HC gegen HC Leipzig behielten die Gastgeberinnen am Mittwochabend in Bad Langensalza die Oberhand. Ein Fehlwurf der sonst so sicheren HCL-Kapitänin Karolina Kudlacz-Gloc zehn Sekunden vor Schluss bescherte dem THC einen 24:23-Sieg (12:12).

HCL-Kapitän Karolina Kudlacz-Gloc

Quelle: Sebastian Brauner

Leipzig/ Bad Langensalza. Die Saison ist noch jung, und dennoch trafen sich der Serienmeister vom Thüringer HC und der Pokalsieger HC Leipzig nach dem Supercup bereits zum zweiten Derby der Spielzeit. Die Gastgeber legten am Mittwochabend in der Salzahalle durch Anika Niederwieser schnell los, doch noch in der ersten Spielminute konnte Hildigunnur Einarsdottir für den HC Leipzig ausgleichen. Nach einem zwischenzeitlichen Zwei-Tore-Vorsprung des Serienmeisters nahm HCL-Coach Norman Rentsch früh für eine Auszeit. Im Anschluss ließ es Anne Hubinger zwei Mal krachen. Nach zehn Minuten waren die Blau-Gelben wieder gleichauf.

Shenia Minevskaja traf in der 12. Minute zur ersten Führung. Hubinger hatte einen Sahnetag erwischt und brachte den HCL mit zwei weiteren Treffern in Front und auch Minevskaja ließ es immer wieder im Kasten der Thüringer klingeln. Der THC litt unter dem Ausfall von Kerstin Wohlbold mehr, als das Team von Norman Rentsch unter dem Weggang von Luisa Schulze und der verletzten Saskia Lang. Die Gäste zogen bis zur 20. Minute auf 7:10 davon.

Hochspannung bis zum Ende: In einem hart umkämpften Derby konnte sich der Thüringer HC knapp gegen den HC Leipzig durchsetzen. Fotos: Sebastian Brauner

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In der Schlussphase der ersten Halbzeit wurde das Spiel hektisch. Am Kreis blieben beide Mannschaften immer wieder ineinander hängen. Der erfahrene Kader von THC-Trainer Herbert Müller kam mit dem Druck besser zurecht. Zwei Minuten vor der Pause traf Iveta Luzumova zur Führung. Leipzigs Neuzugang Tamara Bösch besorgte aber den Ausgleich. Hubinger hätte nach der regulären Spielzeit noch mit einem Freiwurf punkten können, doch der landete in der Thüringer Mauer. Mit 12:12 ging es in die Pause.

Wechsel im Thüringer Tor bringt dem THC den Erfolg

Hubinger traf auch nach dem Wiederanpfiff weiter. Doch nachdem Shenia Minevskaja die erste Zwei-Minuten-Strafe des Spiels kassierte, glich der THC aus. Kurz darauf waren auch die Thüringer in Unterzahl – Crina Pintea hatte die Reißfestigkeit der Leipziger Trikots geprüft. Konzentriert gingen die Leipzigerinnen ein ums andere Mal in Führung. Doch mit gleicher Schlagzahl glichen die Thüringer immer wieder aus. Eine starke Dinah Eckerle im Kasten des THC vereitelte mehrere scharfe Würfe der Leipzigerinnen. Nachdem der THC auf 19:17 Tore davon war, rief Rentsch erneut zur Auszeit.

Mit sieben Feldspielern und leerem Gehäuse leistete sich HCL-Kapitän Karolina Kudlacz-Gloc kurz darauf einen seltenen Fehler: 20:17. Während Müllers Mannschaft mit Ruhe agierte, kamen die raschen Konter des HCL nicht durch. In der 47. Minute lagen die Rot-Schwarzen erstmals mit vier Treffern vorn, Kudlacz-Gloc glich aber umgehend aus. Zwölf Minuten vor Schluss parierte Dinah Eckerle stark, ein langer Pass ging auf Manon Houette, die mit ihrem Treffer den THC auf fünf Tore davonziehen ließ. Der HCL hatte den Faden verloren. Reihenweise Chancen blieben liegen.

Aufholjagd scheitert in der letzten Sekunde

Hubinger, Alex Mazzucco und Kudlacz-Gloc sowie Minevskaja setzten in den finalen sechs Minuten zu einem Schlussprint an. Mit vier Treffern in rascher Folge brachten sie die Leipziger Handballerinnen wieder in Schlagdistanz. Thüringens Maike Schmelzer scheiterte mit einem Siebenmeter an HCL-Schlussfrau Nele Kurzke. Auf der Gegenseite netzte Tamara Bösch ein. Beide Teams trennte zwei Minuten vor Schluss noch ein Tor. Der THC musste die letzte Spielminute in Unterzahl überstehen. Die Gastgeber in Ballbesitz spielten die Uhr runter. Zehn Sekunden vor Abpfiff kam der HCL an den Ball. Karolina Kudlacz-Gloc brach durch die Abwehrmauer des THC. Frei jagte sie den Ball jedoch rechts neben das Tor. Die Thüringer Fans feierten den nächsten Sieg ihres Teams.

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