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HC Leipzig verliert Big Points im Titelkampf und den zweiten Tabellenplatz an Buxtehude

HC Leipzig verliert Big Points im Titelkampf und den zweiten Tabellenplatz an Buxtehude

Leipzig. Diese Niederlage tut richtig weh: Der HC Leipzig hat seinen zweiten Platz verloren und die Chance auf die Meisterschaft so gut wie vergeben.

Die 20:24 (10:13)-Niederlage am Dienstag gegen den bis dato drittplatzierten Buxtehuder SV war einem Spitzenspiel nicht würdig. Vor 1981 Zuschauern zeigten nur die beiden HCL-Kapitäne Karolina Kudlacz und Katja Schülke Normalform. Mehr als 20 Jahre hatte Buxtehude in Leipzig nicht gewinnen können, diesmal riss die HCL-Serie.

 

Leipzig ließ zu Beginn gleich drei Möglichkeiten im Angriff aus, scheiterte an BSV-Torhüterin Antje Lentz oder warf am Kasten vorbei. Buxtehude, das in THC-roten Trikots spielte, führte dadurch 2:0 und 3:1. Leipzig wirkte nervös, fabrizierte viele Fehler. Nach dem Ausgleich zum 3:3 geriet der HCL, der immer wieder Konter kassierte, 3:6 in Rückstand. Trainer Norman Rentsch nahm die erste Auszeit. „Wir haben von Anfang an die Galligkeit vermissen lassen. Dann können wir nicht den Handball spielen, den wir schon öfter in dieser Saison gezeigt haben. Wir wissen, dass wir heute richtigen Bockmist gebaut haben“, sagte der HCL-Coach. 

 

Zu viele Fehler im Passspiel

Aber im Angriff fand seine Mannschaft keine Mittel gegen die BSV-Abwehr. Für die glücklose Saskia Lang kam beim 4:7 die junge Nele Reimer. Aber vor allem Kapitän Karolina Kudlacz brachte den Ball im Tor des Gegners unter, erzielte fünf der ersten sieben Leipziger Treffer. Von einem Spitzenspiel war wenig zu sehen. Nach 21 Minute lagen die Blau-Gelben 7:11 zurück. Es war eine der schwächsten ersten Halbzeiten, die der HCL in dieser Saison zu Hause zeigte. Aber auch Buxtehude blieb unter seinen Möglichkeiten. Zur Pause stand es 10:13. „Ich denke, dass wir eine desolate Angriffsleistung gezeigt haben. Da wird mir auch die Verantwortung zu viel auf Karolina Kudlacz geschoben. Es muss sich wirklich jeder hinterfragen, wieviel Druck er heute gemacht hat“, fand Torhüterin und Kapitänin Katja Schülke klare Worte.  

 

In Halbzeit zwei konnte es eigentlich nur besser werden. Aber Leipzig begann genauso schwach, wie es aufgehört hatte. Die Fehlerquote im Passspiel war erschreckend, ebenso die Effizienz im Abschluss. Ein 10:15-Rückstand war die Folge. In zehn Minuten erzielte der Gastgeber nur ein Tor und geriet mit 11:17 ins Hintertreffen. „Von der Meisterschaft müssen wir momentan nicht mehr reden, sondern schauen, dass wir oben dran bleiben. Das ist jetzt das Wichtigste“, sagte Anne Müller.  

 

Schülke verhindert Desaster

Ohne Schülke im Tor wäre das Bild auf der Anzeigetafel noch ernüchternder gewesen. Als die Messen in der 46. Minute beim 12:18 gelesen schienen, erwachte plötzlich das Leipziger Kämpferherz. Doch beim 17:20 kassierte Alexandra Mazzucco nach einer vergebenen Chance eine Zwei-Minuten-Strafe. Buxtehude erhöhte wieder auf einen Sechs-Tore-Vorsprung und verließ die Arena am Ende als klarer Sieger. Im Hinspiel unterlag der HCL beim BSV bereits 28:31.

 

„Das hatte mit attraktivem Handball wahrlich nichts zu tun. Andererseits muss uns das heute nicht stören, denn wir haben das Spiel über weite Strecken trotzdem dominiert“, sagte BSV-Trainer Dirk Leun. Der Buxtehude-Coach war in der Nationalmannschaft seit der Trennung von Heine Jensen als Kandidat für das Amt des Frauen-Bundestrainers gehandelt worden, sagte dem Deutschen Handballbund (DHB) am Wochenende aber ab. „Ich habe drei Wochen darüber nachgedacht. Aber ich habe einen guten Job, der auch mit meiner Familie zusammen passt. Vor allem aber bin ich Trainer einer tollen Mannschaft und das hat mich dazu bewogen, in Buxtehude zu bleiben“ so Leun zu seinen Beweggründen.

 

Statistik:

HCL:

Schülke, Roth, Mazzucco 1, Müller 1, Hertlein, Schulze 1, Kudlacz 11/2, Hubinger 3, Lang 2, Diehl, Reimer, Ioneac, Urbicht 1

BSV:

Lenz, Gronemann, Fischer 1, Bülau 5, Zelmel 1, Oldenburg 1, Bölk 5/1, Gubernatis 1, Melbeck 3, Deen 7,  Hayn

7-Meter:

HCL: 2/2 BSV: 3/1

Zuschauer:

1981

Anne Grimm

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