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HC Leipzig verliert umkämpftes Spitzenspiel in Metzingen

Handball-Bundesliga HC Leipzig verliert umkämpftes Spitzenspiel in Metzingen

Es war eine spannende Partie, die in Halbzeit zwei mehrfach auf des Messers Schneide stand. Doch am Ende musste sich der HCL TuS Metzingen geschlagen geben, weil er in den entscheidenden Situationen die wichtigen Tore nicht erzielte und kein einziges Mal in Führung ging.

Quelle: Sebastian Brauner

Leipzig. Die Luft im Kampf um die Meisterschaft wird für den HC Leipzig dünner: Am Mittwochabend kassierte das Team von Trainer Norman Rentsch im Spitzenspiel bei TuS Metzingen die dritte Bundesliga-Niederlage. In der Tabelle steht der HCL zwar noch vor der Konkurrenz aus Thüringen und Metzingen, hat aber bereits mehr Minuspunkte auf dem Konto.

Bei der 23:26 (8:12)-Pleite rannten die Leipzigerinnen über die kompletten 60 Minuten einem Rückstand hinterher. "Diese Niederlage war so was von unnötig. Trotz der schlimmen ersten Halbzeit hatten wir es in der Hand, zu gewinnen. Aber in so einem Spiel musst du die Chancen halt nutzen, und wir hatten Chancen für zwei Siege", ärgerte sich HCL-Manager Kay-Sven Hähner.

Shenia Minevskaja war mit acht Treffern, darunter fünf Siebenmetern, an ihrer alten Wirkungsstätte am erfolgreichsten. Bereits am Freitag treffen beide Teams im Hinspiel des Europapokal-Viertelfinals erneut aufeinander, bevor am Sonntag in anderthalb Wochen das Rückspiel in der Anhalt-Arena Dessau steigt. "Wir haben wichtige Erkenntnisse aus dem Spiel gewonnen, wenn wir die nutzen, haben wir gute Chancen. Jetzt müssen wir aber erstmal die Köpfe frei bekommen", sagte HCL-Trainer Rentsch.

Metzingen überraschte mit einer genesenen Nationalspielerin: Marlene Zapf lief auf der Rechtsaußenposition erstmals nach ihrer Verletzung wieder auf. Es war von Beginn an eine wahre Abwehrschlacht, in der die „Tussies“ mit 2:0 den besseren Start erwischten. Weil der HCL nicht an Metzingens starker Torhüterin Sabine Stockhorst vorbei kam, hatten die Gäste nach zehn Minuten erst einen Treffer erzielt. Beim 1:4-Rückstand nahm Coach Norman Rentsch die erste Auszeit.

Am Mittwochabend war der HC Leipzig bei TuS Metzingen zu Gast.Fotos: Sebastian Brauner

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Leipzig versuchte es nun mit kurzer Deckung für die starke TuS-Spielmacherin und Handballerin des Jahres Anna Loerper. Das gleiche Schicksal ereilte HCL-Kapitän Karolina Kudlacz-Gloc auf der Gegenseite. Nach 20 Minuten war der Abstand sogar auf 5:9 angewachsen. Dabei parierte Katja Kramarczyk bis dahin zwei Siebenmeter des Gastgebers.

Doch während Metzingen immer wieder die Lücken in Leipzigs Defensive fand oder sich Siebenmeter erarbeitete, fiel dem HCL gegen die aggressive Deckung des Gastgebers nur wenig ein. Wenn die Blau-Gelben doch einmal zum Abschluss kamen, trafen sie das Tor einfach nicht. Auch zur Pause betrug der Abstand vier Treffer. "Wir sind schwer gestartet. Ich hatte trotzdem lange ein gutes Gefühl, dass wir gewinnen. Aber wir hatten einfach kein Tempo in der ersten Welle, haben kein Kontertor erzielt. Das hätte mal Entlastung gebracht", meinte Rentsch.

Der HCL kam hellwach aus der Kabine und verkürzte auf 11:13. Nach 40 Minuten waren die Leipzigerinnen bis auf 14:15 dran. Doch kurz darauf wurden Großchancen vergeben, Metzingen zog wieder auf 15:19 davon. Rentsch zog nun alle Register, brachte Franziska Mietzner. Zudem agierte Helena Hertlein als siebente Feldspielerin.

Leipzig kämpfte weiter, 20:21 hieß es nach 51 Minuten. Doch der Ausgleich wollte einfach nicht gelingen. "Der wäre wichtig gewesen, da wäre der Kopf explodiert. Aber das haben wir leider nicht geschafft. Und in der Schlussphase waren wir einfach zu hektisch", erklärte der HCL-Coach. Erneut bauten die „Tussies“ ihren Vorsprung auf drei Tore aus. Beim 23:24 erneut die Chance, die Partie noch zu drehen. Doch Metzingen setze den entscheidenden Nadelstich zum 23:25.

Anne Grimm/Uwe Köster

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