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HC Leipzig zahlt wieder Lehrgeld: vierte Niederlage in der Königsklasse

Champions League gegen Budapest HC Leipzig zahlt wieder Lehrgeld: vierte Niederlage in der Königsklasse

Das Duell mit dem ungarischen Vizemeister FTC Budapest geriet zum Trauerspiel. Auch vor heimischem Publikum wurde deutlich, dass der HC Leipzig in der Königsklasse nichts zu suchen hat.

Saskia Lang vom HC Leipzig hebt gegen FTC Budapest ab.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Die Champions League ist für den HC Leipzig in dieser Saison eine Nummer zu groß. Auch im vierten Spiel der Gruppenphase konnte das Team von Trainer Norman Rentsch nichts Zählbares mitnehmen. Gegen den ungarischen Vizemeister FTC Budapest blieb der HCL in eigener Halle chancenlos und verlor mit 17:30 (8:14).
 
Auch die Rückkehr der beiden Leistungsträgerinnen Saskia Lang und Karolina Kudlacz-Gloc, die vergangenes Wochenende bei der 22:26-Hinspielniederlage noch gefehlt hatten, konnte die Pleite nicht verhindern. Zumal die Kapitänin nur eine Halbzeit spielte und später erklärte: „Ich habe seit drei Wochen wegen Rückenproblemen kaum trainiert. Natürlich haben wir uns heute mehr erhofft.“

In der Königsklasse des Damenhandballs läuft es für den HCL derzeit nicht. Die Heimpartie gegen Budapest musste das Team um Trainer Norman Rentsch am Sonntag verloren geben. (Bilder: Dirk Knofe)

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Die polnische Nationalspielerin sieht die Teilnahme an der Königsklasse derzeit mit gemischten Gefühlen: „Wir haben uns diesen Wettbewerb hart erkämpft und wollten es einfach probieren“, sagt der Routinier, der aber auch meint, dass die Niederlagen aufs Gemüt schlagen. Rentsch erklärte: „Natürlich haben wir jetzt schon ein paar Klatschen kassiert, aber auch tolle Spiele in der Qualifikation und in Budapest abgeliefert. Wir müssen einfach in Ruhe weiter arbeiten.“
 
Doch auch die finanzielle Schieflage des Vereins und das über Monate verspätet gezahlte Gehalt bereitet den Spielerinnen große Bauchschmerzen. Kudlacz-Gloc sagte: „Es ist keine einfache Situation.“ Deutlicher wurde am Sonntag Trainer Norman Rentsch: „Wir haben uns ausgemacht, dass wir uns in der Halle und im Training aufs Sportliche konzentrieren und nicht von Nebengeräuschen stören lassen.“ Mit Blick auf die Leistung gegen Budapest gab der Coach allerdings zu: „Heute gibt es nicht so viel positives zu berichten.“

HCL tut sich gegen gute Abwehr schwer 

Leipzig fiel es schwer, sich gegen die aggressive Abwehr der Gäste durchzusetzen. Nach elf Minuten lagen die Blau-Gelben 2:6 zurück. Rentsch nahm seine erste Auszeit. Immer wieder versuchten es die Gastgeber nun mit einer siebenten Feldspielerin. Bis auf 6:8 kämpfte sich der HCL heran. Doch weil die Abwehr zu einfache Gegentreffer kassierte und im Angriff auch in Überzahl zu viele Chancen liegen blieben, war die Hypothek bis zur Pause wieder auf sechs Treffer angewachsen.
 
Die knapp 100 Fans aus Budapest brachten die Stimmung aus dem RB-Stadion mit herüber in die Leipziger Arena. Während das Interesse des Leipziger Publikums trotz Ticket-Aktion mit dem Fußball-Bundesligisten erneut überschaubar blieb.
 
Der nächste Rückschlag für den HCL dann in der 38. Minute, als Nele Reimer nach einem Foul, das kaum zu sehen war, die Rote Karte bekam. „Lächerlich war die Entscheidung“, sagte Rentsch, der ab diesem Zeitpunkt nur noch eine Feldspielerin zum Wechseln auf der Bank hatte. Der anschließende Siebenmeter und ein Gegentreffer ins leere Tor ließ beim 12:20 schon schlimmes befürchten. Weil auch noch das Spiel mit der siebenten Feldspielerin mehrfach bestraft wurde, hieß es nach 50 Minuten 14:25. Der Zug war da längst abgefahren.
 
Ein Funken Hoffnung auf die Hauptrunde besteht trotzdem noch. Am kommenden Sonntag trifft der HCL im Rückspiel auf Astrachan, die bisher auch nur gegen Leipzig Punkte verbuchen konnten. Ob die nächste Runde für den HCL sportlich und finanziell in dieser Situation ein Gewinn wäre, steht auf einem anderen Blatt geschrieben.
 
Statistik:

HCL: Mazzucco 1, Einarsdottir, Kramarczyk, Kudlacz-Gloc, Hubinger 7, Lang 5, Reimer, Kurzke, Roth, Minevskaja 2, Sturm 2, Rode

7-Meter: HCL: 2/2 Budapest: 4/3

Zuschauer: 1869

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