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HC Leipzig zieht trotz Heimniederlage gegen Gdynia in die nächste Europacup-Runde ein

HC Leipzig zieht trotz Heimniederlage gegen Gdynia in die nächste Europacup-Runde ein

Leipzig. Im Europapokal-Rückspiel unterliegen die Handballerinnen des HC Leipzig Laczpol Gdynia mit 24:26 (16:15). Auf Grund des Polsters von drei Toren resultierend aus dem 28:25-Hinspiel-Erfolg zieht die Mannschaft dennoch in die dritte Runde ein.

Die Leipzigerinnen erwischten einen Start nach Maß. Bereits nach sechs Minuten hatte sich der mehrfache deutsche Meister einen kleinen 5:3-Vorsprung erspielt. Vor allem aus dem Rückraum agierte die Mannschaft von Trainer Stefan Madsen druckvoll. Aufbauspielerin Ania Rösler strahlte mit ihren Schlagwürfen Torgefährlichkeit aus. Obendrein konnte Leipzig Kreisläuferin Luisa Schulze immer wieder in Szene setzen.

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Leipzig. Der HC Leipzig bekommt im Sommer einen neuen Cheftrainer. Der amtierende Coach Stefan Madsen werde aus privaten Gründen seinen Vertrag vorzeitig auflösen und mit seiner Familie zurück in seine Heimat Dänemark ziehen, teilte der Verein am Sonntag mit. Nachfolger wird sein Landsmann Thomas Ørneborg. Der 37-Jährige arbeitet derzeit für den dänischen Erstligisten HC Odense.

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Allerdings kam von den Gästen aus Polen kaum Gegenwehr. Denn die Deckung von Gdynia trat nur selten auf die Leipzigerinnen raus, sodass der mehrfache deutsche Meister oft zu unbedrängten Würfen aus dem Rückraum kam. Bis zur 17. Minute hatte sich Leipzig so einen 12:7-Vorsprung erspielt.

Doch in der Folge schmolz der komfortable Vorsprung von sechs Toren wieder. Auf Grund von überhasteten Abschlüssen im Angriff kam der Gegner aus Polen bis zur Halbzeit auf 15:16 heran. „Gdynia hatte sich besser auf uns eingestellt", erklärte Rösler. Sie bemängelte, dass „wir es nicht geschafft haben, cleverer zu spielen. Wir standen viel zu nah an der Deckung." Dabei nahm sich Rösler, die in der ersten Halbzeit eine gute Partie zeigte, sich selbst in die Kritik: „Speziell ich habe immer wieder Stürmerfoul abgepfiffen bekommen".

Für HCL-Coach Madsen war es jedoch nicht verwunderlich, dass seine Mannschaft eingebrochen ist. Er nahm seine Spielerinnen in Schutz. „Es war gerade für die Jungen schwer, zurück in ihren Rhythmus zu finden. Bei so vielen Verletzungen war es keine leichte Aufgabe für uns."

Denn nachdem bereits Karolina Kudlacz, Anne Ulbricht, Mette Ommundsen und Maura Visser ausgefallen waren, hatte sich am Freitag zudem Linksaußen Marlene Windisch im Training am Rücken verletzt. Deshalb kam die erst 17-jährige Michelle Schombel in der 19. Minute zu ihrem ersten Europapokal-Einsatz. „Es ist ein unbeschreibliches Gefühl hier einzulaufen. Bei den ganzen Fans. Das muss man erst einmal alles auf sich wirken lassen", sagte die Jugendnationalspielerin, die bei ihrem ersten Einsatz für die Erste Mannschaft des HCL zwar kein Tor warf. „Aber dabei sein ist doch alles", sagte sie lächelnd.

Auch nach dem Seitenwechsel fand Leipzig nicht zu seiner Form zurück. Wie bereits im Hinspiel unterliefen der Mannschaft von Madsen zu viele Abspielfehler. In der Folge entwickelte sich ein zerfahrenes Spiel, bei dem sich der HCL am Ende in die nächste Runde zitterte.

HC Leipzig:

Schülke, Plöger - Haugen, Lyksborg, Augsburg (3), Müller, Hellriegel, Schulze (5), Rösler (6), Lang (6), Hubinger (4), Mazzucco, Schombel.

Gdynia:

Vlasenko, Mikszto - Sulzycka (1), Glowinska (7), Jedrzejczyk, Krolikowska, Bialek (1), Siodmiak (2), Brzezinska, Kobzar, Lipska, Szwed (5), Mateescu (4), Duran (2), Koniuszaniec (3), Kulwinska (1).

Anne Kunze

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