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HCL-Mädels bleiben auch im letzten Champions-League-Spiel ohne Punkte

HCL-Mädels bleiben auch im letzten Champions-League-Spiel ohne Punkte

Ohne den erhofften Punktgewinn hat sich der HC Leipzig am Sonnabend aus der aktuellen Champions League Saison verabschiedet. „Wir wollen die Punkte“, hatte Trainer Heine Jensen vor dem Spiel gegen Dinamo Wolgograd angekündigt.

Leipzig. „Die Mädels haben das einfach verdient.“

Das zeigten die Gastgeberinnen vor den 2128 Zuschauern in der Arena Leipzig leider nur in der ersten Spielhälfte. Am Ende gewannen die Russinnen mit 23:26 (13:12). Beste Werferin auf Leipziger Seite war Karolina Kudlacz mit neun Treffern, für Wolgograd war Anna Kochetova mit acht Toren am erfolgreichsten.

Nach einer Schweigeminute für die Opfer der Katastrophe in Japan begann das Spiel. Natalie Ausburg markierte schon nach wenigen Sekunden einen Treffer für die Gastgeberinnen und läutete damit eine spannende erste Hälfte ein, die der HCL lange Zeit dominierte.

„Wir haben die ersten 23 Minuten super gespielt“, analysierte Jensen nach der Partie. Durch schöne Kombinationen erarbeiteten sich die HCL-Mädels viele gute Chancen. Die Gäste aus Russland scheiterten in dieser Phase oft an der sicher stehenden Leipziger Abwehr und - falls sich doch eine Lücke auftat - an Katja Schülke im Tor. Fünf Minuten vor der Pause stand es 12:7 für Leipzig.

Nun folgte ein kleiner "Großer Auftritt" für Anne Ulbricht. Die Halle tobte, als sie nach mehrmonatiger Verletzungspause erstmals wieder für den amtierenden Deutschen Meister auf dem Parkett stand – auch wenn es vorerst nur im Angriff war.

„Bei dem Extraapplaus haben mir schon die Knie gezittert“, verriet die 25-Jährige nach Spielende gerührt. Etwas unsicher habe sie sich zwar noch gefühlt, aber bald solle wieder alles intuitiv laufen. „Spätestens zu den Playoffs im Mai will ich wieder die Form vom November haben“, versprach sie.

Doch zurück zum Spiel: Trotz des respektablen Vorsprungs schlichen sich nun jede Menge Fehler ins Spiel der Gastgeberinnen ein. „Wolgograd hat nach dem 12:7 auf zwei Kreisläufer umgestellt“, erklärte Ulbricht. „Damit hatte unserer Abwehr Probleme.“

Diese Probleme schienen erheblich zu sein, denn Tor um Tor kämpften sich die Russinnen heran, sodass der HCL nur noch mit einem statt mit fünf Toren Führung in die Kabine ging. „Wir waren in der entscheidenden Phase nicht clever genug“, so Jensen nach dem Spiel.

Das machte den Gastgeberinnen anscheinend auch in der zweiten Hälfte zu schaffen. Von Beginn an ließen sie Wolgograd zu viel Raum, was die Gäste direkt nutzten. Danach folgten zwanzig spannende Minuten mit wechselseitiger Führung, bevor sich die Russinnen endgültig absetzten.

„Wir haben das Tempo nicht wie geplant hochgehalten“, zeigte sich HCL-Trainer Jensen nach dem Spiel ein wenig enttäuscht. „Man kann auf diesem Niveau einfach nicht mithalten, wenn man nur 80 Prozent gibt“, so der Däne weiter. Im Prinzip hätten sich seine Mädels heute selbst geschlagen. "Allerdings ist es schon ein Riesenerfolg gewesen, überhaupt unter die besten acht europäischen Teams zu kommen", relativierte der 34-Jährige angesichts der punktlosen Hauptrunde in der Königsklasse.

Fürs nächste Bundesligaspiel will Jensen vor allem die positiven Sachen aus der Partie mitnehmen. „Wenn wir die Spielweise der ersten 25 Minuten am Donnerstag wiederholen und diesmal über zwei Halbzeiten halten können, dann sieht es gut aus.“ Um 19.30 Uhr empfangen seine Schützlinge den Buxtehuder EV in der heimischen Arena Leipzig.

HCL:

Schülke, Plöger – Ulbricht 2, Lyksborg 5, Augsburg 1, Daniels 1, Hellriegel, Eriksson, Kudlacz 9, Rösler 3, Müller 1, Kiedrowski 1, Hummel

Wolgograd:

Sedoykina, Tymoshenkova – Khmyrova 3, Milova, Kochetova 8, Goncharova 1, Avdekova 4, Levina 6, Stepanova 2, Makeeva 1, Divak, Iatsenko 1, Grebenkina, Borshchenko

Siebenmeter:

HCL 5/9, Wolgograd 5/6

Zeitstrafen:

HCL 1, Wolgograd 3

Schiedsrichter:

Vasile Pavel / Eugen-Marian State (Rumänien)

Zuschauer:

2128

Stefan Banitz

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