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HCL enttäuscht im ersten Finalspiel – Thüringer HC steht vor drittem Meistertitel in Folge

HCL enttäuscht im ersten Finalspiel – Thüringer HC steht vor drittem Meistertitel in Folge

Leipzig. Vor einer Rekordkulisse von fast 5000 Zuschauern hat der HC Leipzig das Hinspiel um die Deutsche Meisterschaft mit 21:27 (11:14) verloren.

Bereits in den ersten Minuten beeindruckte der Thüringer HC die Gastgeber mit einer deutlichen Führung und gab diese bis zum Schluss nicht mehr aus der Hand. Bei den Leipzigerinnen versagten hingegen immer wieder die Nerven.       Die mentale Schwäche des HCL bemängelte auch Karolina Kudlacz. Sie hatte vor dem Finale gefordert, dass ihre Mannschaft unbedingt im Kopf fitter sein muss, als zum Endspiel im Pokal. Doch das war nicht der Fall. „Jetzt haben wir wirklich nichts mehr zu verlieren, müssen im Rückspiel einfach mal alles rauslassen“, sagte die polnische Nationalspielerin.

 

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Leipzig. Vor einer Rekordkulisse von fast 5000 Zuschauern hat der HC Leipzig das Hinspiel um die Deutsche Meisterschaft mit 21:27 (11:14) verloren. Bereits in den ersten Minuten beeindruckte der Thüringer HC die Gastgeber mit einer deutlichen Führung und gab diese bis zum Schluss nicht mehr aus der Hand. Bei den Leipzigerinnen versagten hingegen immer wieder die Nerven.

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Aufgeheizte Stimmung und aggressive Zweikämpfe bestimmten am Sonntag von Beginn an das Geschehen auf dem Parkett. In der vierten Minute kassierte der THC eine Zeitstrafe, die Natalie Augsburg zum ersten HCL-Treffer nutzte. Doch Maura Visser vergab kurz darauf einen Siebenmeter und die Möglichkeit zum Ausgleich. Die Minuten des amtierenden Deutschen Meisters waren gekommen, der THC zog auf 5:1 davon. Was war mit den Gastgeberinnen los?  „Wir haben vorne zu viele Fehler gemacht. Außerdem haben wir nie die schnellen Gegenstöße in den Griff bekommen. Wenn man kein einziges Mal im Spiel führt ist es schwierig, auch für die Moral“, sagte Anne Müller deprimiert.   Die Leipziger Abwehr war zunächst nicht das Problem. Die Oerneborg-Schützlinge agierten im Angriff zu harmlos, ließen ihre Chancen immer wieder liegen. Von der mitreißenden Atmosphäre in der Halle war kurze Zeit nichts mehr zu spüren, die 350 mitgereisten THC-Anhänger in Rot taten es ihrer Mannschaft gleich und übernahmen das Kommando. Als das Team von Herbert Müller zum 8:3 traf, befürchteten einige Zuschauer ein ähnliches Debakel wie im Pokalfinale vor zwei Wochen.  

Doch Kapitän Schülke stärkte ihrem Team mit mehreren beherzten Rettungstaten im Tor den Rücken. Die Nervosität schien sich langsam zu legen. Allerdings verpasste es der HCL in den entscheidenden Momenten, den Vorsprung der Gäste auf weniger als drei Tore zu verkürzen. Vor allem Thüringens Lydia Jakubisova setzte immer wieder Nadelstiche mit ihren Treffern von der rechten Seite. „Die Tür zum Titel ist nun sperrangelweit offen. Unsere Verteidigung war sensationell, wir haben immer wieder Antworten gefunden und verdient so hoch gewonnen“, sagte ein sichtlich euphorischer THC-Coach Herbert Müller.

Zwischendurch keimt nochmal Hoffnung auf

Aus der Kabine kam der Deutsche Rekordmeister mit neuem Mut, Anne Hubinger verkürzte erstmals seit der siebenten Minute auf zwei Tore. Thüringen nutzte im Anschluss jedoch sofort die Unaufmerksamkeiten in der Leipziger Abwehr, verwandelte einen Siebenmeter und war beim 20:14 in der 40. Minute schon wieder außer Reichweite. Hoffnung keimte auf, als Karolina Kudlacz zweimal in Folge traf, THC-Trainer Müller seinem Team beim 21:18 eine Pause gönnte. Doch diese wurde im Keim erstickt, als der amtierende Meister gnadenlos zum 23:18 verwandelte. Doch Herbert Müller warnt: „Dieser Play-off-Modus ist gefährlich. Wir müssen aufpassen, bescheiden bleiben und auch das Rückspiel gewinnen.“ Die Thüringer Anhänger sangen laut: „Hier regiert der THC.“   Daran änderte sich bis zum Schlusspfiff nur noch wenig. Ein Polster von sechs Toren haben die Damen von Herbert Müller beim Rückspiel am kommenden Sonntag. Der dritte Meistertitel in Folge ist für den THC zum Greifen nah. Maura Visser und Co. benötigen nun ein kleines Wunder.  

Statistik:

 

HCL:

Schülke, Plöger; Visser 5, Augsburg 2, Müller, Reiche 1, Kramer, Bont, Schulze 2, Kudlacz 6, Lang, Hubinger 5, Urbicht

 

THC:

Eckerle, März – Tomasevic, Nadgornaja 7, Frey 2, Gros 1, Minevskaja, Snelder 3, Popluharova, Augustensen, Engel 5, Althaus, Jakubisova 4, Wohlbold 5  

Siebenmeter:

HCL: 4/2, THC: 4/2  

Zuschauer:

4843

Anne Grimm

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