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HCL kann im Bundesliga-Spitzenspiel nicht mithalten und unterliegt Thüringer HC deutlich

HCL kann im Bundesliga-Spitzenspiel nicht mithalten und unterliegt Thüringer HC deutlich

Leipzig. Die Handballerinnen des HC Leipzig haben im mitteldeutschen Derby gegen den deutschen Meister Thüringer HC klar mit 19:28 (8:16) verloren.

In der vorgezogenen Partie vom neunten Spieltag fand das Team von Trainer Stefan Madsen am Mittwochabend zu keiner Zeit ins Spiel. Beste Werferin für den HCL war Maura Visser mit sechs Toren. Für den THC trafen vor 2571 Zuschauern in der Arena Leipzig Nadja Nadgornaja und Idalin Borges Mesquita jeweils sechs Mal.

„Verlieren kann man gegen einen THC. Aber wir müssen uns über die Art und Weise unterhalten“, kritisiert HCL-Kapitänin Katja Schülke. Denn obwohl wichtige Spielerinnen bei dem mehrfachen deutschen Meister verletzt sind, hatte Coach Stefan Madsen zeitweise sechs Nationalspielerinnen auf dem Feld. „Die vielen Verletzungen können wir nicht als Ausrede für unsere Leistung nehmen“, erklärt Schülke.

Dagegen freute sich Gäste-Coach Herbert Müller über das Spiel seiner Mannschaft: „Das war eine runde Sache. Wir haben in der Abwehr dicht gestanden und gut mitgeschoben.“ Auch im Angriff habe sein Team schnell und effektiv gespielt, so dass ein verdienter Erfolg herausgesprungen sei.

Während es in dem Spitzenspiel für den Thüringer HC darum ging, den ersten Platz zu verteidigen, wollte der HC Leipzig weiterhin das einzige Team der Bundesliga bleiben, das noch ungeschlagen ist. Doch die vom Verletzungspech verfolgten Messestädterinnen begannen extrem nervös. Das Team scheiterte mehrmals an THC-Torhüterin Maike März. Entweder schloss der HCL zu überhastet ab. Oder aber die Spielerinnen warfen zu ungenau. Darüber hinaus leistete sich der mehrfache deutsche Meister zu viele technische Fehler, so dass sich der THC bis zur 13. Minute auf 7:2 absetzte. „Der Unterschied war, wie wir uns in den ersten 15 Minuten präsentiert haben“, resümiert Schülke. „Ich kann nicht sagen woran es gelegen hat. Aber wir haben uns kaum vernünftige Würfe erspielt.“ Umso mehr ärgert es die Nationaltorhüterin, dass „nichts kam, was uns jetzt groß überrascht hat“.

Dabei verhinderte Schülke mit guten Paraden, dass ihre Mannschaft noch weiter in Rückstand geriet. Denn der HCL haderte nicht nur in der Offensive. Der Angriff wirkte über weite Strecken hilflos. Auch in der Defensive traten ungewohnte Probleme auf. „Wir waren nicht aggressiv genug, haben die Gegenspielerinnen überhaupt nicht angefasst“, sagte Saskia Lang, die sich selbst in die Kritik nahm: „Ich habe heute meinen schlechtesten Tag seit langem gehabt.“

Zudem schaffte es die wiedergenesene Spielmacherin Maura Visser in der ersten Halbzeit nicht, Akzente zu setzen. Man merkte der niederländischen Nationalspielerin die fehlende Spielpraxis nach vierwöchiger Pause an. Nach ihrer Knieverletzung stand sie am Mittwoch von Beginn an auf dem Feld.

Coach Madsen reagierte und brachte in der 22. Minute die von Viborg HK ausgeliehene Caroline Müller auf der Spielmacherposition. Die 18-Jährige stand bei ihrem Bundesliga-Debüt keine zehn Sekunden auf dem Feld und markierte bereits ihren ersten Treffer. Dennoch fand Leipzig bis zur Halbzeitpause nicht in die Partie – was unter anderem auch an der starken Deckungsarbeit der Gäste lag.

Auch nach der Pause offenbarte Leipzig zu viele Schwächen. Der Klassenunterschied zwischen den beiden Spitzenteams war deutlich zu sehen. Während sich der Thüringer HC bis auf neun Tore absetzte (27:18), agierte Leipzig weiterhin ohne Druck.

HCL: Schülke, Plöger – Haugen, Visser (6/5), Lyksborg (1), Augsburg (1), A. Müller (1), Hellriegel (1), C. Müller (1), Schulze, Lang (2), Hubinger (3), Mazzucco, Windisch.

THC: Gava, März – Nadgornaja (6/4), Schröder (1), Reiche (1), Karsten (1), Snelder (4), Popluharova (4), Engel (3/1), Stuparicova, Borges Mesquita (6), Wohlbold (2).

Anne Kunze

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