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HCL kommt im Finale um den DHB-Pokal 2013 unter die Räder – Thüringer HC holt Titel

HCL kommt im Finale um den DHB-Pokal 2013 unter die Räder – Thüringer HC holt Titel

Im Pokalduell der derzeit besten beiden deutschen Handball-Mannschaften haben die Spielerinnen des HC Leipzig eine herbe Niederlage einstecken müssen. Am Sonntagnachmittag unterlag das Team von Trainer Thomas Ørneborg dem Thüringer HC mit 22:30 (11:15).

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Karolina Kudlacz vom HCL bei der Niederlage gegen den Thüringer HC im DHB-Pokalfinale.

Quelle: Sebastian Brauner

Leipzig/Göppingen. Damit sicherten sich die Erfurterinnen den DHB-Pokal 2013. Die Leipzigerinnen vergaben dagegen die Chance auf den ersten großen Titel seit drei Jahren. Vor 3500 Zuschauern in Göppingen – darunter 150 mitgereiste Fans aus der Messestadt – offenbarte sich zwischen beiden Teams ein unerwartet großer Leistungsunterschied.

Gleich in der 4. Minute gab es für den HCL einen Siebenmeter, der möglicherweise entscheidend war für den Verlauf der ersten Halbzeit. Karolina Kudlaczs Wurf traf beim Stand von 1:2 nur die Latte, im Gegenzug erhöhten die Erfurterinnen auf 1:3. In der ersten Viertelstunde blieb es im Wesentlichen bei einem Zwei-Tore-Abstand, während sich ein kampfbetontes Spiel entwickelte. Beide Mannschaften gingen hart zur Sache, die Schiedsrichter verhängten zahlreiche Zeitstrafen.

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Leipzig. Am Sonntag kämpft der HCL in Leipzig gegen den Thüringer HC um die Deutsche Meisterschaft. Wegen der hohen Nachfrage – zum Derby werden viele Gäste-Fans erwartet – überlegen Verein und Hallenbetreiber ZSL Kapazität der Spielstätte von 4800 auf 6000 Plätze zu erweitern. „Aufgrund einer Konzertveranstaltung am Samstag wird das nicht ganz so einfach“, gibt HCL-Manager Kay-Sven Hähner zu bedenken.

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In einer kurzen Schwächephase der Leipzigerinnen konnte der THC sogar auf 10:6 enteilen (18.) – ein Rückstand, den der HCL nur mit Mühe verkürzen oder halten konnte. Bis zum Halbzeitpfiff standen die Thüringerinnen deutlich sicherer in der Defensive, gleichzeitig machte sich Leipzig das Leben mit mangelnder Chancenverwertung selbst schwer.

„Das war eine Handball-Demonstration, eine Demontage“

In der zweiten Halbzeit kamen die Messestädterinnen regelrecht unter die Räder. Bis zur 45. Minute lagen sie mit 17:25 zurück. Während der THC konsequent verteidigte und die Räume eng macht, offenbarten sich in der Leipzig-Abwehr zu große Lücken, die insbesondere Nationalspielerin Nadja Nadgornaja aus dem Rückraum zu nutzen wusste. Der amtierende Meister kam zu ganz einfachen Toren, der HCL dagegen fand im Angriff kein wirksames Mittel. Auch eine schnelle Auszeit von Trainer Ørneborg in der 36. Minute, nach der Julia Plöger für Katja Schülke kam, hatte keine Wende gebracht. In der 50. Minute stand sogar ein Elf-Tore-Rückstand zu Buche (17:28). Mit diesem Polster im Rücken konnten die Thüringerinnen die Partie in Ruhe herunterspielen, Leipzig war lediglich noch um Ergebniskosmetik bemüht.

THC-Trainer Herbert Müller war im Anschluss begeistert von der Leistung seines Teams: „Die Mannschaft hat 60 Minuten lang sensationell gespielt. Das war eine Handball-Demonstration, eine Demontage. Ich bin einfach nur stolz auf die Mädels.“ Leipzigs Manager Kay-Sven Hähner dagegen stellte nur fest: „In einem Finale muss man eine Topleistung bringen. Bei uns hat keine Leistungsträgerin überzeugen können.“

Am Sonnabend hatte der HCL einen 28:25-Sieg gegen Buxtehude geholt und war damit dem Thüringer HC ins Pokalfinale gefolgt. Der amtierende Meister hatte zuvor gegen Gastgeber Frisch Auf Göppingen mit 28:22 gewonnen. Im Spiel um Platz 3 setzte sich der Buxtehuder SV am Sonntagnachmittag mit 30:25 (15:13) gegen Göppingen durch.

HCL:

Schülke, Plöger – Visser (5), Augsburg (2), Müller (2), Reiche, Kramer, Bont, Schulze (2), Kudlacz (2), Lang (3), Hubinger (6), Urbicht

THC:

Eckerle, März – Tomasevic, Nadgornaja (8), Frey (5), Gros, Minevskaja, Snelder (8), Popluharova, Augustensen, Engel (3), Althaus, Jakubisova (2), Wohlbold (4)

maf

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