Startseite LVZ
Volltextsuche über das Angebot:

HC Leipzig
Google+ Instagram YouTube
HCL verabschiedet sich beim THC mit "erhobenem Haupt" aus der Champions League

HCL verabschiedet sich beim THC mit "erhobenem Haupt" aus der Champions League

Eine dreiviertel Stunde lang wurde den Fans ein echter Handball-Krimi geboten, am Ende war es jedoch eine relativ klare Angelegenheit. Mit einer 23:27 (11:11)-Niederlage hat sich der HC Leipzig am Sonntag aus der Handball-Champions-League verabschiedet.

Voriger Artikel
Klare Niederlage gegen Podgorica: HC Leipzig der in Champions League ausgeschieden
Nächster Artikel
Immer dem Rückstand hinterher: HC Leipzig muss sich Spreefüxxen geschlagen geben

Luisa Schulze im Angriff: Die Leipzigerinnen vom HCL mussten sich beim THC mit 23:27 geschlagen geben.

Quelle: Sebastian Brauner

Nordhausen/Leipzig. "Wir können erhobenen Hauptes aus der Halle gehen", meinte HCL-Manager Kay-Sven Hähner nach Abpfiff gegenüber LVZ-Online. Der THC trifft nun im Viertelfinale der Königsklasse auf das norwegische Team Larvik HK.

Die bereits ausgeschiedenen Leipzigerinnen boten dem deutschen Meister im letzten Spiel der Gruppenphase bis weit in die zweite Halbzeit hinein Paroli. Erst kurz vor Schluss machte das erfahrene Team von Trainer Herbert Müller den Sack zu. "Irgendwann fehlt dann auch die Kraft. Da hat der THC einfach mehr Reserven", analysierte der HCL-Manager, der vom Spiel und der Atmosphäre in der Halle begeistert war. "Das war Werbung für den Handball", so Hähner.

HCL hält Partie lange offen

Vor der mit gut 2000 Zuschauern ausverkauften Arena in Nordhausen – rund 100 Leipziger Fans waren mit nach Thüringen gereist – erwischte der THC mit 2:0 den besseren Start. Der HCL, der mit Schülke, Müller, Hubinger, Schulze, Mazzucco, Kudlacz und Urbicht startete, konnte aber immer wieder ausgleichen (2:2, 4:4, 6:6, 9:9). Mit einem 11:11-Unentschieden ging es auch in die Halbzeitpause.

Die durch Ausfälle dezimierten Gäste – neben Saskia Lang und Anna Atladottir fiel Helena Hertlein kurzfristig wegen einer Grippe aus – machten dem THC auch in der zweiten Hälfte das Leben schwer. Der Ausgang der Partie schien deshalb lange offen. Erst nach gut 40 Spielminuten setzten sich die Gastgeberinnen mit 19:16 erstmals mit drei Toren entscheidend ab.

Rote Karte für Anne Müller

Bis zum Schluss konnte das Team von Gästetrainer Norman Rentsch den Rückstand nicht mehr aufholen. Wegen einer roten Karte nach ihrer dritten Zeitstrafe musste HCL-Kreisläuferin Anne Müller in der 57. Minute von der Platte. Ein THC-Treffer mit dem Schlusspfiff besiegelte schließlich die 23:27-Niederlage. Erfolgreichste Torschützinnen waren Anne Hubinger bei den Gästen und Katrin Engel beim THC mit jeweils acht Treffern. Die kämpferische Abschiedsvorstellung in der Königsklasse wurde von den mitgereisten HCL-Fans nach dem Abpfiff mit Applaus honoriert.

Aufgrund der Länderspielpause muss der HCL erst in zehn Tagen wieder in der Liga ran. Am 25. März geht es zu den Spreefüxxen Berlin. "Wir haben keine Zeit zum Luftholen", sagt Hähner, der neben Kapitänin Karolina Kudlacz sechs Nationalspielerinnen abstellt. Ziel für den aktuellen Bundesliga-Dritten bleibt ein internationaler Startplatz. "Wir sind gut beraten, unsere nächsten Spiele zu gewinnen", so Hähner. "Wenn die Mannschaften vorne patzen, müssen wir zur Stelle sein."

Robert Nößler

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Spielberichte