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HCL zieht mit dem Deutschen Meister gleich – Kudlacz erzielt erstes Punktspiel-Tor

HCL zieht mit dem Deutschen Meister gleich – Kudlacz erzielt erstes Punktspiel-Tor

Leipzig. Trainer Stefan Madsen hat es angekündigt: „ Wir wollen den Thüringer HC noch abfangen“.

Den ersten Schritt dahin hat er mit seinem HC Leipzig am Mittwoch in der Handball-Bundesliga mit einem 28:25-Sieg gegen den VfL Oldenburg zurückgelegt. Der HCL zog damit nach Punkten mit dem deutschen Titelträger gleich, hat aber das schlechtere Torverhältnis. „Unsere Körpersprache und Einstellung war heute eine ganz andere“, sagte HCL-Trainer Stefan Madsen und hakte damit die beiden schwachen Spiele zuvor gegen Blomberg und Leverkusen endgültig ab.

Es dauert genau zwölfeinhalb Minuten, dann war Karolina Kudlacz endgültig zurück in der Bundesliga. Die polnische Nationalspielerin erzielte nach ihrer Achillessehnenverletzung ihren ersten Punktspieltreffer in dieser Spielzeit zum 4:4. „Das Tor war mir eigentlich egal, ich wollte mich gut präsentieren“, sagte Kudlacz. Im Training hänge sie sich wieder voll rein. „Ich denke immer seltener an meine Verletzung, so etwas bekommt man aber nicht in zwei Wochen ganz aus dem Kopf“, meinte sie nach ihrer halbjährigen Pause.

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Leipzig. Trainer Stefan Madsen hat es angekündigt: „Wir wollen den Thüringer HC noch abfangen“. Den ersten Schritt dahin hat er mit seinem HC Leipzig am Mittwoch in der Handball-Bundesliga mit einem 28:25-Sieg gegen den VfL Oldenburg zurückgelegt. Der HCL zog damit nach Punkten mit dem deutschen Titelträger gleich, hat aber das schlechtere Torverhältnis.

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Bejubelt wurde Kudlacz nicht nur von den 2049 Zuschauern in der Arena, sondern auch von Tetsuhisa Usui. Der Japaner aus der 50 Kilometer von Tokio entfernten Stadt Kamakura hat die längste Anreise an diesem Abend für seine Lieblingsmannschaft zurückgelegt. Gut 9000 Kilometer war er vor dem Anpfiff im Flugzeug unterwegs. Seine Liebe zu den Leipziger Spielerinnen wurde 1997 während eines Trainingslagers entfacht. Für seinen einwöchigen Aufenthalt in Deutschland hat sich Usui ein straffes Handballprogramm ausgedacht. 

Am Freitag besucht er das Drittligaspiel zwischen Ahlen und Gummersbach II, am Sonnabend geht es zurück zu den Frauen. Dann spielt der THC gegen Trier, am Sonntag folgt Oldenburg gegen Frankfurt/Oder. „Eigentlich sollte ich zu Weihnachten meinen Urlaub nehmen, ich habe aber durchgearbeitet, um jetzt hier dabei zu sein“, so der Japaner, der die HCL-Partie mit der Videokamera mitfilmte.

Zu Hause kann er sich nun immer wieder ansehen, wie die Begegnung ausgeglichen begann und die Leipzigerinnen später im Tempo anzogen, mit 15:11 in Führung gingen und beim Stand von 15:13 die Seiten wechselten.

Die Gäste aus Niedersachsen ließen sich in der zweiten Hälfte nicht abschütteln und wurden dafür von drei Fans in Grün-Weiß bejubelt. Dabei hatte es der HCL selbst in der Hand. Katja Schülke hielt einen Ball nach dem anderen. Im Angriff agierten die Leipzigerinnen, bei denen Ania Rösler mit einem Bandscheibenvorfall fehlte, zu unkonzentriert und oft ideenlos. Hinzu kam, dass Maura Visser sich mit ihrem nach einer Verletzung noch immer bandagierten Knie nicht jeden Zweikampf in der Offensive zutraute.

Beeinträchtigt ist auch Torhüterin Schülke. Sie schleppt schon seit November eine Fußgelenksverletzung mit sich herum, spielte bei den Weltmeisterschaften und hatte kaum Zeit zur Erholung. „Kraft- und Lauftraining sind bei mir im Moment nicht möglich“, so Schülke. Man merke aber, dass die Mannschaft nach der WM-Pause wieder zusammen finde und sich steigere.

Dennoch: In der Schlussphase drohte die Partie zu kippen. Oldenburg hatte mehrfach die Gelegenheit zum Ausgleich, scheiterte aber an Schülke oder warf einfach zu ungenau. „Ich bin heute von unserem Angriffsverhalten enttäuscht, die Quote lag unter 50 Prozent“, bemängelte auch Gästetrainer Leszek Krowicki. Besser machte es Luisa Schulze. Sie erzielte 26 Sekunden vor dem Ende den umjubelten 28:25-Endstand.

HC Leipzig:

Schülke, Plöger – Haugen, Visser 6/4, Lyksborg 2, Augsburg, Müller 4, Schulze 1, Kudlacz 4, Lang 5, Hubinger, Mazzucco, Windisch, Ommundsen 6/4

VfL Oldenburg:

Renner, Wester – Badenhop, Birke 4, Hetmanek, Schirmer 3, Wenzl 3, Abbingh 5/3, van der Heijden 1, Kethorn 1, Neuendorf, Geschke 8/3, Barger, Winter

Siebenmeter:

HCL 9/8, VfL 7/6

Zeitstrafen:

HCL 3 , VfL 1

Zuschauer:

2049

Matthias Roth

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