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HCL zieht nach spannender Aufholjagd ins EHF-Viertelfinale ein

Rückspiel in der Türkei HCL zieht nach spannender Aufholjagd ins EHF-Viertelfinale ein

Knapper Sieg für Leipzigs Handballerinnen: Nach dem deutlichen 33:26 im Hinspiel hat der HC Leipzig im türkischen Antalya auch das Achtelfinal-Rückspiel im EHF-Pokal gewonnen. Damit zieht das Team souverän ins Viertelfinale ein.

Die Leipzigerinnen haben Grund zum Jubeln: Der HCL zieht nach einem knappen Sieg in Antalya ins EHF-Viertelfinale ein.

Quelle: Sebastian Brauner

Leipzig/Antalya. Nach einem aufreibenden Achtelfinal-Rückspiel im türkischen Antalya zieht der HC Leipzig ins Viertelfinale des Europapokals ein. Die Leipzigerinnen konnten die Gastgeber Muratpasa Belediyesi SK am Sonnabend nach einer spannenden Aufholjagd knapp mit 26:25 (12:15) besiegen. Beste Werferin im HCL-Trikot war Nationalspielerin Saskia Lang mit sechs Treffern. 

"Es war wie erwartet ein schwerer Gang bei einer heimstarken Mannschaft", resümiert HCL-Manager Kay-Sven Hähner. "Auswärts zu gewinnen ist keine Selbstverständlichkeit, darauf können wir sehr stolz sein." Er lobte vor allem die gute Moral und die tolle Abwehrleistung nach dem Rückstand zu Beginn der zweiten Halbzeit.

Nicht nur wegen der hitzigen und lauten Atmosphäre in der Halle galt es für die Leipzigerinnen, einen klaren Kopf zu bewahren. Auch der Terroranschlag am Dienstag in Istanbul begleitete die Mannschaft.  Vor dem Spiel wurde eine Schweigeminute eingelegt, zudem zeigten sich die Spielerinnen mit einem Banner auf Deutsch und Türkisch vereint gegen den Terror. "Natürlich denkt man darüber nach, aber man versucht das ausblenden", erklärt Hähner.

Das konnten beide Teams gut umsetzen. Die türkischen Gastgeberinnen lagen zunächst knapp vorn, konnten sich jedoch nicht absetzen. Nach dem ersten Fehlpass der Leipzigerinnen und dem anschließenden Führungstreffer für Muratpasa glich der HCL direkt aus. Auch danach folgte auf jeden Ausgleich die erneute Führung des türkischen Spitzenteams. In der 28. Minute steht es 11:10.

Der HCL gewinnt das Achtelfinal-Rückspiel in Antalya und zieht so ins EHF-Viertelfinale ein.

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Erst kurz vor Ende der ersten Halbzeit zog Muratpasa etwas davon – auch wegen einer fragwürdigen Siebenmeter-Entscheidung in der 28. Minute. Nach einer spannenden ersten Hälfte stand es zur Pause 15:12 für die Gastgeber.

HCL holt Fünf-Tore-Rückstand auf

In der zweiten Halbzeit musste das Team von Trainer Norman Rentsch weiter Konzentration zeigen. Die Stimmung in der Halle kochte, auch die knapp 50 mitgereisten Leipziger Fans unterstützten ihr Team lautstark. Dennoch konnte Muratpasa die Führung zunächst auf 17:12 ausbauen.

Nach einer Zwei-Minuten-Strafe für Luisa Schulze in der 33. Minute kam der HCL schließlich wieder ins Spiel: Anne Hubinger traf gleich dreimal und verkürzte so den Abstand auf 18:15 (39. Minute). Dank der starken Abwehr erkämpften sich die Leipzigerinnen schließlich in der 43. Minute den Ausgleich: 18:18.

Doch Muratpasa ließ sich nicht abschütteln. Wie in der Startphase jagten beide Teams Tor um Tor. In der 49. Minute konnte der HCL nach einem Treffer von Schulze mit 21:20 erstmals in Führung gehen, die Türkinnen reagierten mit einer Auszeit.

Konterreiche Schlussphase

Bei einem Stand von 22:22 (52. Minute) wurde Michelle Urbicht Opfer eines harten Fouls, doch die Gäste bekamen nur Freiwurf. Kurz vor Schluss gelang beiden Mannschaften ein Konter nach dem anderen, anders als zu Beginn mussten diesmal jedoch die Gastgeberinnen nachziehen.

So machten es die Teams bis zum Ende spannend: Zwei Minuten vor dem Abpfiff gelang Helena Hertlein schließlich das 25:24, Lang baute die knappe Führung zum 26:24 aus. Muratpasa konnte nach einer letzten Auszeit zwar noch einmal treffen, doch am Ende reichte es für die Spielerinnen des HCL. Dank des 33:26 aus dem Hinspiel und dem damit verbundenen Sieben-Punkte-Polster ziehen sie souverän ins Viertelfinale des EHF-Cup ein.

Die Auslosung für die Viertelfinalpartien findet am Dienstag in Wien statt. Einen Wunschgegener gibt es für den HCL-Manager allerdings nicht. "Wenn man den Pokal gewinnen will, muss man gegen jede Mannschaft siegen", findet Kay-Sven Hähner.

Viel Zeit zum Feiern bleibt den Spielerinnen nach ihrem Erfolg nicht. "Heute kann die Mannschaft Abschalten, dann geht es schon zurück nach Leipzig", so Hähner. Auf den HCL wartet bereits das nächste Spiel am Mittwoch in der heimischen Arena gegen SVG Celle.

jhz

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