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HCL zittert sich zum Sieg - Titelrennen weiter offen

Meisterschaft HCL zittert sich zum Sieg - Titelrennen weiter offen

Der HC Leipzig hatte am Samstag mit einem knappen Erfolg gegen die HSG Blomberg-Lippe vorgelegt. Nach dem Sieg des Thüringer HC nur einige Stunden später ist es in der Meisterschaft noch mal richtig spannend.

Der HC Leipzig am Samstag im Heimspiel gegen HSG Blomberg-Lippe.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Die Handballerinnen des HC Leipzig haben sich auch von in dieser Woche öffentlich gewordenen Finanzproblemen ihres Vereins nicht aus der Erfolgsspur werfen lassen. Im vorletzten Bundesliga-Heimspiel der Saison bezwang das Team von Trainer Norman Rentsch die HSG Blomberg-Lippe nach einer schwachen zweiten Halbzeit knapp mit 30:28 (18:13). Damit haben die Blau-Gelben ihre Hausaufgaben im Titelrennen für dieses Wochenende erfüllt. „Zumindest haben wir im Endkampf einen kühlen Kopf bewahrt“, suchte Coach Rentsch nach den positiven Aspekten.

Wegen des Sieges des Handball-Meisters Thüringer HC ist die Meisterschaft wieder richtig spannend. In einem dramatischen Spitzenspiel bezwang das Team von Trainer Herbert Müller am Samstagabend TuS Metzingen mit 31:30 (13:16) und stieß den Kontrahenten damit von der Tabellenspitze. Dabei ging der THC mit der letzten Aktion in der 60. Minute das erste und einzige Mal in der Partie in Führung. Im spannenden Kampf um die deutsche Meisterschaft stehen drei Spieltage vor Schluss der THC, TuS Metzingen und der HC Leipzig damit punktgleich auf den ersten drei Tabellenplätzen.

Duell der jungen Wilden

Mit dem HCL (23,3 Jahre im Durchschnitt) und Blomberg (22,4 Jahre im Durchschnitt) trafen in der Arena die zwei jüngsten Teams der Liga aufeinander. Dementsprechend dynamisch begann die Partie, allerdings leisteten sich auch beide Mannschaften jede Menge Fehler. Auf HCL-Seite verhinderte Torhüterin Katja Kramarczyk mehrfach, das Leipzig in Rückstand geriet. Bereits beim 4:4 nahm Rentsch die erste Auszeit, denn die Gegentore fielen zu einfach.

Der HC Leipzig hat mit 30:28 (18:13) gegen HSG Blomberg-Lippe gewonnen. Fotos: Christian Modla

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Die Ansprache zeigte Wirkung: Blitzschnell und durch einige kluge Anspiele an den Kreis zog der Gastgeber auf 9:4 davon und ließ sieben Minuten keinen Treffer zu. Auch ohne Kapitänin Karolina Kudlacz-Gloc, die nach einer Muskelverletzung noch geschont wurde, bauten die Blau-Gelben den Vorsprung auf 14:7 aus. Nach mehreren Wechseln verlor der HCL den Faden, das Polster schrumpfte bis zur Pause ein wenig zusammen.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs prangte auf dem Videowürfel schnell ein 21:14. Die neue Art der Anzeigetafel hing das erste Mal bei einem Heimspiel des HCL an der Decke und soll bis nach dem Pokalfinale dort bleiben. Laut Manager Kay-Sven Hähner teilt sich der Verein gemeinsam mit dem SC DHfK und der Stadt die Kosten. Kommende Saison soll es für die kaputte Anzeigetafel in der Ecke eine komplett neue Videowand geben

Katja „rettet uns den Arsch“

Zurück auf die Platte: Der HCL verpasste es, noch mehr für sein Torverhältnis zu tun, das schlechter als das von der Konkurrenz aus Metzingen und Thüringen ist. Rentsch nahm beim 25:22 eine Auszeit. Doch einzig Keeperin Kramarczyk zeigte noch eine überzeugende Leistung. „Sie hat uns heute den Arsch gerettet“, brachte es Nationalspielerin Saskia Lang auf den Punkt.

In der Schlussphase kam Blomberg, auch weil Kramarczyk und Urbicht unnötige Zeitstrafen provozierten, noch zweimal auf ein Tor heran. Doch Lang behielt die Nerven und erzielte die zwei entscheidenden Tore.

Zum Thema Finanzen sagte Kapitänin Kramarczyk nach der Partie: „Natürlich ist es unangenehm, wenn darüber in der Öffentlichkeit gesprochen wird. Aber uns wird das als Spielerinnen nicht beschäftigen. Wir haben noch die Chance, zwei Titel zu holen.“ Fest steht: Das Geld wurde bisher schon mehrfach nicht pünktlich gezahlt. Verzichten musste bisher allerdings niemand auf auch nur einen Euro.

Statistik:

HCL: Kramarczyk, Kurzke, Roth, Mazzucco 5, Hertlein, Mietzner 2, Schulze 1, Kudlacz-Gloc, Hubinger 6, Lang 6, Diehl, Reimer, Minevskaja 7/2, Urbicht 3

HSG: Monz, Veith, Rüffieux 4, Klaunig 6, Müller, Pavlovic 5, Buklarewicz 4, Pichlmeier, Bormann-Rajes 4, Großheim 1, Stolle 4, Cardoso de Castro

7-Meter: HCL: 2/2 HSG: 5/3

Zuschauer: 1984

Anne Grimm

 

Leipzig, Arena 51.344651 12.352742
Leipzig, Arena
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