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Heimniederlage für den HC Leipzig - Bad Wildungen lässt nächsten Favoriten stolpern

Heimniederlage für den HC Leipzig - Bad Wildungen lässt nächsten Favoriten stolpern

Leipzig. Überraschende Niederlage für den HC Leipzig in der Handball-Bundesliga der Frauen. Die Mannschaft von Trainer Stefan Madsen verlor gegen die HSG Bad Wildungen vor 2182 Zuschauern mit 26:28. Rund 30 Gästefans waren völlig außer Rand und Band und feierten in der Arena.

„So sehen Sieger aus“, sangen sie minutenlang.

Gäste-Coach Markus Berchten konnte sein Glück kaum fassen. „Ich glaube, ich bin im falschen Film“, sagte er nach dem Abpfiff. Sensationell sei es gewesen, wie seine Spielerinnen auf dem Zahnfleisch krauchend den knappen Vorsprung gerettet hätten.

Dabei hatte HCL-Manager Kay-Sven Hähner vor dem Spiel vor einem „starken Aufsteiger“ gewarnt. Schließlich reisten die Hessinnen mit großem Selbstbewusstsein an, hatten zuletzt Leverkusen und Frankfurt/Oder geschlagen. Ohne Respekt präsentierte sich die HSG am Sonntagnachmittag auch in Leipzig. 

Schnell ging Bad Wildungen in Führung und setzte sich nach einer knappen halben Stunde auf 14:10 ab. Besonders Christina Mihai - für die HCL-Spielerinnen eine alte Bekannte aus den Europapokalschlachten gegen Itxako - und die niederländische Nationalspielerin Tessa Cocx bekam die Abwehr der Leipzigerinnen kaum in den Griff. 

Allerdings: die größten Probleme bereitete sich der HCL selbst. Im Angriff vergab die Mannschaft eine klare Gelegenheit nach der anderen – setzte sichtbar nervös die Bälle sogar mehrfach neben das Tor. Dazu kamen drei nicht verwandelte Siebenmeter. Einzig Natalie Augsburg ereichte Normalform, erzielte acht Tore. Nach zwei Zeitstrafen schon in der ersten Hälfte spielte sie aber stets am Rand der Roten Karte.

„In der ersten Halbzeit haben wir viel zu schnell abgeschlossen. Knackpunkt war aber, wie wir in der Abwehr gespielt haben“, meinte Saskia Lang. Da habe es Bad Wildungen viel zu einfach gehabt. 

Spielmacherin Maura Visser wurde schmerzlich vermisst. Die niederländische Nationalspielerin ist nach ihrer Knierverletzung noch nicht fit. „Ich hoffe im Pokal wieder dabei zu sein“, sagte sie. 

Und noch eine Stammkraft fehlte: Louise Lyksborg droht sogar mehrere Wochen auszufallen. Die Ärzte haben bei ihr erste Anzeichen eines Ermüdungsbruchs im Fuß festgestellt. „Die genaue Diagnose steht noch aus“, so Lyksborg.

In den letzten zehn Minuten fing sich der HCL wieder und startete eine Aufholjagd vom 20:24 zum 25:25. Bad Wildungen ließ sich aber auch davon nicht beeindrucken. Die Gäste erzielten eine halbe Minute vor dem Ende nach einem Konter durch Jessica Kleinmann das 26:28 und gewannen am Ende nicht unverdient. „Wenn man sich nichts ausrechnet, kann man viel freier aufspielen“, stellte Kleinmann fest. 

HCL-Coach Madsen hat nun bis Mittwoch Zeit, seine Mannschaft wieder aufzubauen. Da ist im Pokal der FHC Frankfurt zu Gast. Bis dahin müssen wir wieder enger zusammenstehen“, forderte Madsen.

HCL:

Schülke, Plöger – Haugen, Augsburg 8, Müller 2, Schulze 2, Kudlacz 2, Rösler 2/1, Lang 4, Hubinger 1, Mazzucco, Windisch, Ommundsen 5/1, Lyksborg

Bad Wildungen:

Diener, Maier – Latakaite 8/3, Kleinmann 2, Heusdens 5/1, Cocx 6, Jovovic, van Capelle, Robben 1, Mihai 6/1, Willimann, Ammann, Kohler, Raum

Siebenmeter:

HCL 5/2, Bad Wildungen 7/5

Zeitstrafen:

HCL 3, Bad Wildungen 3

Zuschauer:

2182

Matthias Roth

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