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Herzschlagfinale: HC Leipzig erfüllt sich den Traum vom DHB-Pokal

Final Four Herzschlagfinale: HC Leipzig erfüllt sich den Traum vom DHB-Pokal

Borussia Dortmund erwies sich im Finale bis zum Ende als harter Brocken – doch die beiden HCL-Anführerinnen Katja Kramarczyk und Karolina Kudlacz-Gloc machten erneut den Unterschied. Nach dem Schlusspfiff brachen beim Pokalsieger alle Dämme.

Jubel bei Luisa Schulze (l.), Anne Hubinger (m.) und Shenia Minevskaja (r.)

Quelle: dpa

Leipzig. Um 17.16 Uhr war der Triumph perfekt – 4568 Zuschauer feierten in der Arena lautstark den Pokalsieg des HC Leipzig. Das Final Four in eigener Halle bleibt ein gutes Pflaster: Nach 2014 darf der Gastgeber auch 2016 die begehrte Trophäe in die Höhe strecken und hat sich damit für eine lange Saison am Ende doch noch belohnt.
 
Mit dem 29:28 (13:13)-Erfolg gegen Borussia Dortmund ist der HCL zum siebten Mal in seiner Vereinsgeschichte DHB-Pokalsieger geworden. Nur Bayer Leverkusen ist mit neun Titeln in diesem Wettbewerb erfolgreicher.
 
Nach dem furiosen 30:21-Sieg am Freitagabend im Halbfinale gegen den deutsche Meister Thüringer HC waren die Zuschauer gespannt, ob die Leipzigerinnen die Spannung auch im Finale über 60 Minuten hoch halten können. Den ersten kleinen Vorsprung gab es beim 6:4 nach 13 Minuten – Dortmunds Trainerin Ildiko Barna reagierte mit einer Auszeit.

Freudentränen beim HC Leipzig, Enttäuschung bei Borussia Dortmund: Mit einem 29:28 im Finalspiel haben die Leipzigerinnen am Samstag den DHB-Pokal gewonnen.

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HCL-Keeperin Kramarczyk verzeichnete nach einer Viertelstunde schon fünf Paraden auf ihrer Habenseite. "Wir wissen, dass wir keine absolute Topmannschaft sind, wir haben noch immer unsere Schwankungen. Heute haben wir aber unsere Stärken ausgespielt", sagte die überglückliche Torhüterin nach der Partie. Beim 9:7 verpasste es der HCL aber mit zwei Pfostentreffern in Folge, sich weiter abzusetzen und wurde dafür bestraft. Der BVB glich zum 9:9 aus und blieb auch bis zur Pause hartnäckig dran.

Abwehrbollwerk gegen Angriffswucht

Metzingens Kapitänin Anna Loerper, die in der Halbzeitpause als beste Spielerin der Bundesligasaison ausgezeichnet wurde, hatte schon vor der Partie prophezeit: „Ich erwarte ein spannendes Finale. Es trifft das Abwehrbollwerk aus Dortmund auf die Angriffswucht aus Leipzig.“

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit blieb es ein umkämpftes Endspiel. Diesmal nutzte der HCL seine Überzahl cleverer, Kudlacz-Gloc netzte zweimal hintereinander zum 19:16 ein. Kramarczyk hielt drei freie Würfe und einen Siebenmeter. Bis zur 40. Minute pegelte sich der Abstand auf vier Tore ein.

Nach einer Dreiviertelstunde nahm Dortmund die überragende Kudlacz-Gloc in die kurze Deckung. Aber Helena Hertlein erhöhte eiskalt auf 25:20. Der BVB ließ sich auch von einem 20:26-Rückstand nicht beeindrucken und kam acht Minuten vor Schluss wieder auf 26:24 heran. Beim 28:26 in der 57. Minute hielt es keinen der Zuschauer mehr auf seinem Platz. Kaya Diehl erzielte per Heber den erlösenden und entscheidenden Treffer zum 29:26.

Karolina Kudlac-Gloc, mit elf Toren beste Torschützin des Finales, sagte glücklich: "Heute haben wir gezeigt, was noch alles in der Mannschaft steckt. Das war eine super Moral und eine super Teamleistung." Katja Kramarczyk betonte: "Für uns war das enorm wichtig heute. Wir haben alles gegeben in dem Finale, für unsere Verein, für die Fans und für unsere Stadt." Nach dem Abpfiff feierte das Team erst einmal mit der Halle. Am Abend will der HCL die Party fortsetzen. "Wir werden es richtig krachen lassen und das genießen", versprach Kramarczyk.

Anne Grimm/ chg

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