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Immer dem Rückstand hinterher: HC Leipzig muss sich Spreefüxxen geschlagen geben

Immer dem Rückstand hinterher: HC Leipzig muss sich Spreefüxxen geschlagen geben

Der HC Leipzig hat im Nachholspiel am Mittwochabend in Berlin gegen die Spreefüxxe eine Niederlage kassiert. Über weite Strecken musste das Team um Trainer Norman Rentsch einem Rückstand hinterher laufen.

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HCL-Spielerin Anne Müller.

Quelle: Sebastian Brauner

Leipzig. In Führung gingen die Blau-Gelben nur ein Mal – in der 1. Spielminute. Die Partie endete mit 32:29 (15:14). Dabei machte den Gästen zu schaffen, dass der Kader über viele aktive Nationalspielerinnen verfügt. „Es war klar, dass das ein enges Spiel wird", so Rentsch. "Es ist ja eigentlich schön, dass wir mehrere Nationalspielerinnen haben. Aber die waren doch sehr beansprucht, speziell Karolina Kudlacz.Sie hat am Wochenende mit der polnischen Auswahl drei Partien durchgespielt und kam erst am Dienstag zurück."

Die Leipzigerinnen begannen ruhig, so ruhig, dass schon der Schiedsrichter-Arm oben war. Doch trotz des angezeigten Zeitspiels wurde der Treffer von Anne Hubinger gewertet. Daniele Gustin verwandelte allerdings gleich darauf einen Strafwurf und nach einem weiteren Tor durch Alexandra Sviridenko lagen die Gastgeberinnen vorn. Der HCL kämpfte von nun an gegen den Rückstand an. Einen Siebenmeter in der neunten Spielminute verwarf Leipzigs Karolina Kudlacz. Luisa Schulze, die angeschlagen vom Ausflug zur Nationalmannschaft wiederkehrte, musste kurz darauf für zwei Minuten von der Platte.

Nach einem Treffer durch Susann Linke lagen die Leipzigerinnen mit 7:4 hinten. Norman Rentsch zückte die grüne Karte mit dem weißen T und rief seine Mädels zu sich: Timeout. Er fand anscheinend die richtigen Worte: Michelle Urbicht, Hubinger und Schulze verkürzten. Nun nahm Spreefüxxe-Trainer Lars Melzer eine Auszeit.

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Leipzig. Der HC Leipzig hat im Nachholspiel am Mittwochabend in Berlin gegen die Spreefüxxe eine Niederlage kassiert. Über weite Strecken musste das Team um Trainer Norman Rentsch einem Rückstand hinterher laufen. In Führung gingen die Blau-Gelben nur ein Mal – in der 1. Spielminute. Die Partie endete mit 32:29 (15:14). Dabei hatten die Gäste auch damit zu kämpfen, dass nicht alle Spielerinnen heil vom Ausflug zur Nationalmannschaft zurückkehrten.

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Danach wurde es richtig bitter für die Leipzigerinnen: Nicole Roth im Kasten musste drei Würfe passieren lassen. Beim Stand von 12:8 parierte die junge Keeperin jedoch glänzend gegen die freistehende Ex-Leipzigerin Natalie Augsburg. Alexandra Mazzucco brachte den HCL mit einem Dreierpack fünf Minuten vor der Pause wieder in Schlagdistanz. Luisa Schulze verwandelte vom Kreis ein Zuspiel von Hubinger: Der HCL war wieder gleichauf. Sviridenko legte jedoch nach. Erhielt anschließend eine Verwarnung. Schulze verwarf den fälligen Siebenmeter. Mit 15:14 ging es in die Spielunterbrechung.

HCL kann ausgleichen, kommt aber nicht vorbei

Nach dem Seitenwechsel sorgte Anne Hubinger in der 32. Minute für den erneuten Ausgleich. Alexandra Mazzucco war es, die in der Folge jede erneute Führung der Füchse neutralisierte. Das Spiel war knapper, offener als noch im ersten Durchgang. Anne Müller, die nach der Woche im Nationaldress mit einer Zerrung auflief, erzielte in der 36. Minute den Gleichstand von 18:18. Doch Berlin ging wieder in Führung, die Sieben von Norman Rentsch lief hinterher. 

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Anne Hubinger beim Wurf.

Quelle: Sebastian Brauner

Nach dem 20:20 in der 40. Minute hakte es beim HCL. Drei Treffer kassierten die Leipzigerinnen in kurzer Zeit. Erst als Schulze einen Strafwurf herausholte und Karolina Kudlacz diesen in die Maschen jagte, wurde der Rückstand geringer. Spreefüxxe-Coach Melzer schien begriffen zu haben, dass Leipzig am Mittwoch schlagbar sein könnte und rief zum Time-Out. Während Schulze auf die Bank musste, bauten die Berlinerinnen ihren Vorsprung zeitweise auf fünf Tore aus. Kurz darauf ging Berlins Frida Tegstedt vom Feld, Kudlacz verwandelte vom Punkt und es stand. Anne Hubinger nützte kurz darauf die Überzahl-Situation zum 26:24.

Als Anna Eber sich in der 54. Minute mit ihrem Treffer in den Spielberichtsbogen eintrug, zückte Leipzigs Coach Rentsch abermals die Time-Out-Karte. Dreißig Sekunden später klingelte es erneut im Leipziger Kasten. Nachdem Anne Müller im Wurf gefoult wurde, trat Kudlacz zum Strafwurf an und konnte somit auf 28:25 verkürzen. Auch Hubinger wird im Wurf angegangen, die Berliner sahen allerdings keine Konsequenzen.

In der letzten Spielminute gelang Christine Beier mit ihrem Treffer gar noch eine Vier-Tore-Führung doch Schulze und später Hubinger verkürzten auf den Endstand von 32:29. Der HC Leipzig musste sich dem vormals Tabellenachten geschlagen geben. Nach dem Spiel zeigte HCL-Manager Kay-Sven Hähner nochmals auf, unter welcher Belastung seine Schützlinge stehen: Es ist schade. Sechs englische Wochen in Folge plus die Auswahlaufgaben vieler unserer Spielerinnen haben ihre Spuren hinterlassen." Und weiter: "Wie das an solchen Tagen dann ist, bei Berlin hat fast alles funktioniert, da geht der Ball vom Pfosten ins Tor und springt nicht ins Feld zurück."

Statistik:

HCL: Schülke, Roth; Mazzucco 5, Müller 2, Schulze 5/1, Kudlacz 6/3, Hubinger 9, Urbicht 2, Rösike, Hertlein

Siebenmeter: 3/3:6/4.

Strafen: 8:4 Min.

Zuschauer: 1000

Johannes Angermann

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